04/02/2026
Wenn Licht blendet – besser sehen beim Autofahren in der Nacht
Bei Dunkelheit weiten sich die Pupillen, wodurch optische Fehler stärker ins Gewicht fallen. Gleichzeitig arbeitet die Netzhaut weniger kontrastreich, und altersbedingte Veränderungen der Augenlinse erhöhen die Blendempfindlichkeit. Scheinwerfer erscheinen greller, Details werden später erkannt – besonders bei Regen.
Helfen Nachtfahr-Brillen wirklich?
Gelb getönte Nachtfahr-Brillen sind weit verbreitet, aber umstritten. Günstige Produkte dunkeln das Bild oft nur ab und können die Sicht verschlechtern. Hochwertige, medizinisch definierte Filtergläser (z. B. Multilens LLR) können im Einzelfall Blendung reduzieren – ersetzen jedoch keine professionelle Sehkorrektion. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Sehstärke, Glasdesign und individueller Wahrnehmung.
Für sicheres Nachtfahren sind bei der Brille drei Faktoren zentral:
- Hochwertige Entspiegelung zur Reduktion von Reflexen
- Exakte Sehkorrektion, idealerweise mit speziellem Nachtsehtest
- Präzise Glasqualität mit grossem Blickfeld und ruhigem Bild
- Filtergläser können ergänzend sinnvoll sein, müssen aber fachlich angepasst werden.
Sofort-Tipps für bessere Nachtsicht
- Windschutzscheibe, Scheinwerfer und Brillengläser sauber halten
- Armaturenbrett dimmen, Spiegel korrekt einstellen
- Bei Gegenverkehr leicht nach rechts schauen
- Regelmässige Sehtests durchführen lassen
Fazit: Wer nachts unsicherer sieht als früher, sollte seine Augen und Brille gezielt prüfen lassen. Ein Gesundheitsoptiker kann beurteilen, ob eine optimierte Korrektur oder ein spezielles Glas die Nachtsicht spürbar verbessert.
Foto: KI-generiert