18/03/2026
Wir sind soziale Wesen und wir wollen kooperieren.
Oft jedoch, gerade in der Rolle der Eltern, opfern wir uns auf. Unsere Entscheide fallen zu Gunsten der Kinder auf Kosten von uns selbst.
Unglücklicherweise ist dies nicht förderlich, weder für die eigene Gesundheit, noch für die Beziehungsqualität.
Wenn wir uns aufopfern, erwarten wir Kooperation oder
noch schlimmer: Dankbarkeit.
Wenn wir leiden, dann erfährt das Kind, dass es „zu viel“ ist für die Eltern. Hier kann eine emotionale Hierarchieumkehr geschehen, die primär für das Kind
und seine Entwicklung nicht förderlich ist, da es ja nicht einfach weg gehen kann.
James R Doty schreibt in seinem Buch (2016) „Der Neurochirurg, der sein Herz vergessen hatte“ sehr treffend:
„Kinder, genau wie Erwachsene, können sich am besten entfalten, wenn sie in einer Umgebung leben, die ihnen Stetigkeit und Verlässlichkeit bietet. Das menschliche Gehirn sehnt sich nach beidem.“
Und: „dass jeder von uns darüber entscheidet, was wir
im Leben zulassen wollen und was nicht. Als Kinder haben wir keine Wahl. Wir werden in bestimmte Familien und Zusammenhänge hineingeboren und haben darauf so gut wie keinen Einfluss.
Weiter schreibt er: „Das ist vermutlich, was einen als Kind am meisten schmerzt: Unser Leben hängt völlig von anderen Menschen ab und entzieht sich unserer
Kontrolle. Häufig verursachen die Entscheidungen anderer bei uns tiefe Wunden und hinterlassen bleibende Narben.“
Selbstfürsorge und klare Abgrenzung der Eltern sind daher keine Option sondern eine entwicklungspsychologische Notwendigkeit.