01/06/2022
Die Situation im Bereich Geburtshilfe ist alles andere als ideal und es warten große Herausforderungen auf uns.
Über 89'000 Neugeborene erblickten letztes Jahr das Licht der Welt. Das sind rund 3000 mehr als in den Vorjahren. Doch die Betreuung vor, während und nach der Geburt wird immer schwieriger. «Sowohl in den Spitälern, aber auch ausserklinisch, gibt es immer mal wieder Situationen, wo man von Hebammenmangel sprechen muss», stellt Andrea Weber Geschäftsführerin des Schweizerischen Hebammenverbandes, fest. Dabei gehe es nicht nur um die Betreuung während der Geburt, sondern auch um die Kontrollen vorher und nachher zu Hause.
👶👶👶
In der Schweiz gibt es rund 3400 Hebammen. Ein grosser Teil von ihnen ist über 50 Jahre alt und verfügt über einen grossen Erfahrungsschatz. Das zeigen die Zahlen des Schweizerischen Hebammenverbandes.
👶👶👶
Neben der Pensionierungswelle, welche auch im Hebammenberuf ansteht, rücken zu wenige junge Frauen in den Beruf nach. Zwar sind die rund 200 Ausbildungsplätze pro Jahr an den Fachhochschulen belegt. Doch das reiche nicht, bestätigt Beatrice Friedli, Leiterin des Instituts für Hebammen an der Zürcher Fachhochschule ZHAW.
👶👶👶
Das Interesse am Hebammenberuf sei zwar da, doch Praktikumsplätze fehlten. So können erfahrenen Hebammen ihr Wissen, ihre Erfahrungen und somit auch die Sicherheit den Jungen nicht weitergeben. Zudem blieben gerade jüngere Hebammen nicht lange im Beruf, wie Umfragen zeigten.
👶👶👶
Die Fachfrauen sind sich einig: Politik, Kantone und Spitäler müssten reagieren. Bei den Kantonen schreibt die zuständige Konferenz auf Anfrage, das Problem sei ihr bekannt.