04/09/2018
100 Milliarden CHF Umsatz – Monopol in der Optik
Kommentar zum Beobachter-Artikel aus Heft 14/2018.
Die zwei weltgrössten Produzenten von Brillen-Gläsern und -Fassungen fusionieren. Brillengläser-Hersteller Essilor (70'000 Mitarbeiter) und der Produzent von Fassungen Luxottica (80'000 Mitarbeiter) werden zusammen einen geschätzten jährlichen Umsatz von mindestens 100 Mrd. CHF generieren.
Ausserhalb der Branche sind die beiden Konzerne kaum bekannt, trägt man aber zum Beispiel eine Ray Ban, Chanel, Oakley, Armani, oder…-Brille, dann steht immer Luxottica dahinter. Das offensichtlich entstehende Monopol wird dazu führen, dass die Preise für den Konsumenten beim Kauf von Essilor/Luxottica Produkten steigen werden.
Wie kann der Konsument darauf Einfluss nehmen?
Fährt ein Konsument auf «Markennamen» ab, die mit extrem hohen Werbebudgets gefördert werden, dann ist man für einen hohen Preis mit dabei und gehört zur Gruppe der vielen Gleichgeschalteten. Ist das Ego bereit, nicht dem Mainstream zu folgen, dann gibt es viele Alternativen. Besondere Nischenprodukte, die in Design und Qualität mindestens so gut sind wie die stark beworbenen Produkte, sind eine valable Alternative. Tja, jeder hat die Wahlfreiheit und bestimmt damit auch seine Kosten.
Was ist das eigentlich Wichtige für den Brillenträger?
Die Gläser (und/oder Kontaktlinsen) müssen optimal angepasst werden, damit man gut sehen kann, d.h. dass man sich die Zeit nimmt, eine professionelle Feinabstimmung durch den Optometristen durchzuführen zu lassen, am besten nach einem ärztlichen Check up. Neben dem Gut Sehen, ist auch das Gut Aussehen von Bedeutung. Hier hilft die Optikererfahrung, damit Passform und Design passen und das Aussehen die Persönlichkeit stärkt und damit die individuelle Attraktivität zunimmt.
Gut Sehen und Gut Aussehen ist wichtig - die Fachkompetenz der Beratung ist entscheidend, die Marke aber ist es wohl nicht wirklich relevant.