23/04/2026
Die Misteltherapie wird in der Komplementärmedizin eingesetzt. Sie kann helfen, Nebenwirkungen durch die Behandlungen zu mindern. Und sie kann eine positive Wirkung auf das Immunsystem haben.
Die Mistel ist eine Pflanze, die auf Bäumen oder Sträuchern wächst. Mistelextrakte gehören zu den am besten erforschten komplementärmedizinischen Therapien. Komplementär bedeutet zusätzlich zu den schulmedizinischen Behandlungen. Am häufigsten wird die Misteltherapie in der Onkologie eingesetzt. Die Misteltherapie kann eine Krebserkrankung jedoch nicht heilen.
Was kann eine Misteltherapie bewirken?
ℹ Teile der Mistel regen die Immunzellen an. Daher kann es sein, dass sich Nebenwirkungen verbessern, beispielsweise während und nach einer Chemo- oder Strahlentherapie.
ℹ Oftmals haben Betroffene weniger Fatigue, sie haben wieder mehr Appetit und können besser schlafen.
ℹ Und das allgemeine Befinden kann sich verbessern.
ℹ Auch das psychische Wohlbefinden kann sich verbessern.
Wie erhalte ich die Therapie?
Entweder spritzt eine Fachperson sie unter die Haut. Das ist die sogenannte subkutane Injektion. Oder Betroffene werden angeleitet, sich die Misteltherapie selbständig zu spritzen. Oftmals muss die Misteltherapie mehrmals pro Woche gespritzt werden. Der Stich verursacht nur leichte Schmerzen, wie bei einer Impfung. Die meisten Menschen vertragen die Spritzen gut. Manchmal kann es zu Rötungen oder Schwellungen kommen. Manchmal kann es auch Juckreiz auslösen.
💡 Wichtig:
Die Misteltherapie muss vom Behandlungsteam verordnet werden. Komplementäre Behandlungen können unterstützend wirken, ersetzen aber keine Krebstherapie.
➡️ Weitere Informationen zu Komplementärmedizin bei Krebs:
www.krebsliga.ch/komplementaermedizin