30/03/2026
🎓🎓🎓 Von aussen wirkt es oft so, als gäbe es für eine Sucht keine nachvollziehbaren Gründe.
Aber ein Substanzkonsum hat immer auch eine Funktion.
Es gibt plausible Gründe, warum eine abhängige Person daran festhält – zum Beispiel, um schwierige Situationen zu bewältigen.
🧠Genau darin liegt die Herausforderung:
Menschen erleben eine oft quälende Ambivalenz zwischen dem Wunsch nach Veränderung und dem Festhalten am Konsum.
Als Therapeut:innen sollten wir deshalb immer daran denken, diese Ambivalenz mit unseren Patient:innen zu erkunden.
💡Ein zentraler Ansatz dafür ist Motivational Interviewing (MI):
👉 MI wurde ursprünglich in der Suchthilfe entwickelt und ist heute ein breit etabliertes Beratungskonzept. MI unterstützt Patient:innen dabei, ihre eigene Motivation zur Veränderung zu entdecken.
👉 Statt zu überzeugen oder Druck auszuüben, werden innere Widersprüche empathisch erkundet.
👉 Das Ziel ist, dass Patient:innen selbst Gründe für Veränderung finden und daraus die passenden Schritte ableiten.
💙 Bei uns hat MI einen besonderen Stellenwert:
Unsere wichtigste interne Weiterbildung ist ein 9-tägiger Kurs, in dem Motivational Interviewing intensiv geübt wird.
Denn entscheidend ist nicht nur, MI zu kennen, sondern es anzuwenden!
Letzte Woche fand der erste Teil dieser Weiterbildung unter der Leitung von Edgar Zeissler statt. 👏