03/02/2026
𝗠𝗲𝗱𝗶𝗸𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲 - 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗛𝗶𝗹𝗳𝗲 𝘀𝗰𝗵𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻𝗱 𝘇𝘂𝗿 𝗔𝗯𝗵ä𝗻𝗴𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁 𝘄𝗶𝗿𝗱 💊
Medikamente sollen helfen - und genau das tun sie auch.
Manchmal so gut, dass man sie irgendwann nicht mehr weglassen kann.
In der Schweiz nehmen rund 𝟵𝟬𝟬’𝟬𝟬𝟬 Menschen regelmässig Medikamente ein, bei denen Fachstellen von einem erhöhten Risiko für problematischen Konsum sprechen.
Nicht, weil sie „süchtig sein wollen“,
sondern weil diese Medikamente 𝗯𝗲𝗿𝘂𝗵𝗶𝗴𝗲𝗻, 𝗦𝗰𝗵𝗺𝗲𝗿𝘇𝗲𝗻 lindern oder 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗮𝗳 ermöglichen.
📊 Ein paar 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗘𝗶𝗻𝗼𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 aus der 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘇:
• Rund 9–10 % der Bevölkerung nehmen regelmässig Psychopharmaka ein
(≈ 900’000 bis 1’000’000 Menschen)
• Etwa 2 % nehmen täglich oder fast täglich Schlaf- oder Beruhigungsmittel (≈ 180’000 Menschen)
• Bei Menschen über 70 Jahre steigt dieser Anteil auf rund 5 % (≈ 70’000 bis 80’000 Personen in dieser Altersgruppe)
Diese Zahlen zeigen:
Medikamente wirken - und genau darin liegt auch das Risiko, besonders bei längerer Einnahme.
Welche 𝗠𝗲𝗱𝗶𝗸𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲 stehen besonders im Fokus? 💊
• 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗮𝗳𝗺𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹
(z. B. Zolpidem, Zopiclon, Temazepam...)
• 𝗕𝗲𝗿𝘂𝗵𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴𝘀- 𝘂𝗻𝗱 𝗮𝗻𝗴𝘀𝘁𝗹ö𝘀𝗲𝗻𝗱𝗲 Medikamente
(z. B. Lorazepam, Diazepam...)
• 𝗦𝗰𝗵𝗺𝗲𝗿𝘇𝗺𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹
(z. B. Tramadol, Codein...)
• 𝗠𝗲𝗱𝗶𝗸𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲 zur 𝗟𝗲𝗶𝘀𝘁𝘂𝗻𝗴𝘀- 𝘂𝗻𝗱 𝗘𝗺𝗼𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗿𝗲𝗴𝘂𝗹𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻
(z. B. ADHS-Medikamente - Ritalin, Focalin, Elvans, Concerta...)
𝗕𝗲𝗻𝘇𝗼𝗱𝗶𝗮𝘇𝗲𝗽𝗶𝗻𝗲 zählen zu den besonders wirksamen Beruhigungs- und angstlösenden Medikamenten - sie können kurzfristig entlasten und werden auch im medizinisch begleiteten Entzug eingesetzt, bergen bei längerer Einnahme jedoch ein 𝗲𝗿𝗵ö𝗵𝘁𝗲𝘀 𝗔𝗯𝗵ä𝗻𝗴𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁𝘀𝗿𝗶𝘀𝗶𝗸𝗼.
Mehr dazu im nächsten Beitrag.
👉 𝗕𝗲𝗻𝘇𝗼𝗱𝗶𝗮𝘇𝗲𝗽𝗶𝗻𝗲
(Beruhigungs- und angstlösende Medikamente):
Lorazepam, Diazepam, Alprazolam, Oxazepam
👉 𝗔𝗗𝗛𝗦-𝗠𝗲𝗱𝗶𝗸𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲 (Stimulanzien):
Ritalin, Concerta, Focalin, Elvanse
Der Einstieg ist meist legitim - ärztlich verordnet, medizinisch begründet.
Problematisch wird es, wenn:
• die Einnahme länger dauert als geplant
• die Wirkung nachlässt
• Medikamente beginnen, Stress, Angst oder Erschöpfung zu regulieren
Dann geht es nicht mehr nur um Behandlung,
sondern um Selbstregulation.
Ein gesellschaftlicher Wandel 🌍
Früher ging es darum, sich aufzupuschen und leistungsfähig zu bleiben. Heute geht es immer häufiger darum, sich zu beruhigen, zu betäuben und zu verlangsamen 💊.
𝗜𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗪𝗲𝗹𝘁 𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲𝗿:
• Dauerstress
• Reizüberflutung
• Medien, Internet & KI
• ständiger Erreichbarkeit
ist das kein Zeichen von Schwäche,
sondern ein Versuch, den Alltag auszuhalten.
Alle Altersgruppen sind betroffen 👥:
👦 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲
– Schlafprobleme, Leistungsdruck, Depressionen, frühe Selbstmedikation.....usw.
🧑 𝗘𝗿𝘄𝗮𝗰𝗵𝘀𝗲𝗻𝗲
– Stress, Angst, Depressionen, Funktionieren im Alltag, Leistungsdruck, Schlafprobleme...usw.
👵 𝗦𝗲𝗻𝗶𝗼𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗦𝗲𝗻𝗶𝗼𝗿𝗲𝗻
– Schmerzen, Schlafstörungen, Langzeiteinnahmen, Mehrfachverordnungen...usw.
👉 𝗠𝗲𝗱𝗶𝗸𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲𝗻𝗸𝗼𝗻𝘀𝘂𝗺 kennt kein Alter - nur unterschiedliche Gründe.
Wichtig ⚠️
Medikamentenabhängigkeit ist keine Charakterschwäche. Sie entsteht dort, wo Belastung auf einen wirksamen Wirkstoff trifft -
oft leise, schleichend und lange unbemerkt.
🩺 Eine gute ärztliche Begleitung ist zentral.
Sowohl beim Hausarzt als auch bei spezialisierten Beratungsstellen - zum Beispiel bei 𝗝𝗮𝗰𝗼𝗯𝘀 𝗕𝗲𝗿𝗮𝘁𝘂𝗻𝗴 - darf und soll offen nach dem Suchtpotenzial von Medikamenten, nach Alternativen und nach sinnvollen Begleitstrategien gefragt werden!!
Wenn Medikamente im Alltag eine grössere Rolle einnehmen als gedacht, lohnt es sich, genauer hinzuschauen - ruhig, ehrlich und begleitet 🌱.
Du bist nicht allein. Veränderung ist möglich.
Jacobs Beratung
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