11/03/2022
Hoppla, aufgepasst! Da hat unser Händlerkollege völlig Recht:
Nikotinsteuer in der Schweiz
Wir haben nur Zeit bis am 31.03.2022! Hilf auch du mit!
Informationen zum aktuellen Thema und call to action!
Liebe Leser, auch die Schweiz steht kurz davor, für das Nikotin für E-Zigaretten eine Steuer festzulegen. Über Sinn und Unsinn möchten wir hier nicht diskutieren, sondern aufzeigen, was was geplant ist und wie es weiter geht.
Das neue Tabakprodukte-Gesetzt wurde in der Herbst Session 2021 verabschiedet und dabei wird auch eine Steuer für E-Zigaretten verlangt. Diese Steuer (der Umfang und die Höhe) wird nun definiert. Die Frist für die Eingabe von Feedback läuft am 31.03.2022 aus. Bis zu diesem Zeitpunkt kann jede Person / jedes Unternehmen Feedback zum Erläuternden Bericht geben.
Was genau wie berechnet wird, kann im erwähnten Bericht im Detail nachgelesen werden. Bitte achtet auf die Unterscheidung der Steuer in Milligramm und Milliliter je nach Produktart.
Kurzfassung:
Nikotinfreie Liquids und Aromen bleiben steuerfrei
Nikotin Shots CHF 0.02 pro Milligramm Nikotin
Rechenbeispiel: 10ml Shot mit 20mg -> 10ml x 20mg x CHF 0.02 = CHF 4 Steuer
Einwegprodukte pauschal (mit/ohne Nikotin) CHF 0.5 je Milliliter
Rechenbeispiel: Einweg E-Zigarette mit 2ml Liquid -> 2ml x CHF 0.5 = CHF 1.0 Steuer
Der Import von Nikotin wird ab 1ml ebenfalls besteuert gemäss Auskunft Bern (siehe Beispiel, dann ist klar warum...).
Rechenbeispiel: 250ml Nikotin mit 200mg -> 250ml x 200mg x CHF 0.02 = CHF 1000 Steuer
Im Entwurf wird erklärt, wie die Behörden die Vorgaben einer Risikoprofil angepassten Steuern erreichen wollen. Dies Erklärungen sind meist schlüssig und können nachvollzogen / unterstützt werden.
Die erwarteten Einnahmen sind aber so gering (3.1 Millionen pro Jahr), dass sich der Aufwand für alle betroffenen Unternehmen und die Behörden schlicht nicht lohnen. Deshalb wurde die Steuer x 5 gerechnet. Erst durch diesen Trick wird mit jährlichen kostendeckenden Einnahmen von CHF 15.5 Millionen gerechnet.
Wir sagen nein zu einer solchen Vorgehensweise und einem solchen Steuersatz. Der Auftrag des National und Ständerates, eine Risikoprofil angepasste Steuer einzuführen wird zu 100% missachtet, da man die Steuer verfünffacht damit sich der Aufwand lohnt, diese einzufordern. Wir fordern eine korrekte und faire Berechnung, die dem Umstand eines mindestens 95% weniger schädlichen Produktes im Vergleich zu Tabak Rechnung trägt.
Gleichzeitig wird der Schwarzmarkt angefeuert und KMUs finanziell massiv belastet und sogar Arbeitsplätze gefärdet. Beispiel: Händler importiert 10'000 Nikotin Shots, dann müsste dieser dem Zoll CHF 40'000 Nikotin Steuer überweisen und das Kapital ist gebunden, bis die Kunden die Shots gekauft haben.
Mit dem aktuellen Steuerentwurf wird Rauchen von Schnitttabak praktisch gleich teuer wie Dampfen mit Nikotin. Head not Burn Produkt je nach Sichtweise bevorzugt, da dort 12% des Verkaufspreises als Steuer gerechnet wird. Unabhängig der Höhe des Nikotins. Hersteller drücken dann den Verkaufspreis und das Rauch wird wieder günstiger. Das darf so nicht passieren.
Wo soll da der Anreiz für einen Umstieg auf eine 20 x weniger schädliches Produkt bleiben?
Das kann nicht das Ziel der Behörden und des Gesetztes sein!
Hilf mit!
Was können wir gegen diesen Entwurf machen? Jeder kann in Bern seinen Vorschlag einreichen, wie die Steuer für E-Zigaretten gehandhabt / gerechnet werden soll. Da der Auftrag ausgeführt werden muss durch die Behörden, geht es nun um ein Seilziehen über die Höhe der Steuern. Aus verlässlichen Quellen wissen wir, dass für einmal die Anzahl Stimmen ein wichtiger Punkt über das weitere Vorgehen sein wird. Denn es gibt viele Antitabak Verbände / Organisationen die ungesehen der Vorteile des Dampfens gegenüber dem Tabakkonsum drauf los rennen und die Höhe der Steuer in den Himmel treiben wollen.
Wir müssen dagegen halten!
Wir fordern hiermit jeden einzelnen von euch und eure Freunde auf, sich in Bern zu melden!
Mit diesen 4 einfachen Schritten unterstützt du das Dampfen in der Schweiz.
1. Schreibe eine Email an folgende Adresse -> tabak@ezv.admin.ch
2. Mach einen konkreten Vorschlag, wie Nikotin in Shots und Einweg E-Zigaretten besteuert werden soll (siehe Vorlage unten).
3. Trage einen Kommentar mit der Bemerkung «gesendet!» hier unter dem Beitrag ein damit alle sehen können wer mithilft.
4. Teile unseren Beitrag, verlinke Freunde und erzähl davon in deinem Stammvapestore. Motiviere sie alle auch nach Bern zu schreiben und sich hier einzutragen! Der Aufwand ist klein, die Wirkung von allen zusammen kann gross sein.
Wie könnte eine mögliche Nachricht nach Bern aussehen?
Unten findest du eine mögliche Vorlage.
Bitte passt Text und Steuerbeitrag nach euren Vorstellungen an. Achtet bitte auf die Komastellen bei den Zahlen! Gewünscht wird ein PDF oder ein Word Dokument. Ich würde es einfach so einreichen wie ihr könnt. Bleibt höflich. Die Behörden sind nicht gegen das Dampfen, sie führen nur einen Auftrag des Parlamentes aus.
***************Vorlage******************
Empfänger: tabak@ezv.admin.ch
Betreff im EMail: Vernehmlassung 2021/69 Tabaksteuergesetz
Eure Vollständige Adresse
Vernehmlassung 2021/69 Tabaksteuergesetz
Sehr geehrte Damen und Herren
Bitte beachten und berücksichtigen Sie die mindestens 95% weniger schädlichen Auswirkungen des Dampfens im Vergleich zum Tabakkonsum. Nikotin für E-Zigaretten muss steuerlich massiv tiefer angesiedelt sein als alle erhältlichen Tabak Produkte auf dem Schweizer Markt. Es sollen keine Anreize für einen Schwarzmarkt entstehen, die die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung gefährden kann. Ebenso darf die Schweiz als Wirtschaft Standort nicht benachteiligt werden gegenüber umliegenden Ländern und der EU (15 Länder ohne Steuer!)
1. Eine Vervielfachung der Steuer, damit die Aufwände der Behörden gedeckt sind, ist nicht akzeptabel.
2. Ich schlage für die Berechnung der Nikotinsteuer in einem 10ml Nikotin Shot den Betrag von CHF 0.001 pro Milligramm Nikotin vor, ungesehen davon ob die Steuer aufwanddeckend ist.
3. Bei Einweg E-Zigaretten schlagen ich einen Steuersatz von CHF 0.5 pro Milliliter Liquid mit Nikotin vor. Nikotinfreie Liquids sollen Steuerfrei bleiben.
4. Nikotinfreie Liquids und Lebensmittelaromen sollen Steuerfrei sein.
Hier könnte dann z.B. eine kurze persönliche Erfahrung stehen,
warum ihr das Dampfen unterstützt.
Bitte bestätigen Sie mir den Empfang meines Schreibens.
Freundliche Grüsse
Vorname / Nachname
***************ENDE Vorlage******************
Bei Fragen oder unklarheiten könnt ihr uns einfach per Email kontaktieren -> info@red-vape.ch oder hier schreiben.
Link zum Bericht:https://fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2021/69/cons_1