08/03/2026
Bitte entschuldigt meine Ausdrucksweise. Ich würde gerne etwas Schönes zum Weltfrauentag schreiben.
Aber ich kann nicht.
Und ich denke an all die Frauen\* (ich meine hiermit alle Menschen, die sich als Frauen identifizieren – Transfrauen, nicht-binäre Menschen, inter Personen und andere, die sich dem Begriff „Frau" zugehörig fühlen oder von Diskriminierung betroffen sind, die sich gegen Frauen richtet), die zum Arzt gegangen sind und nicht gehört wurden. Die Symptome beschrieben haben, die nicht ernst genommen wurden. Die jahrelang falsch behandelt wurden – weil das medizinische Wissen über Frauenkörper bis heute systematisch lückenhaft ist. Weil Frauen als empfindsam, hysterisch gelten.
Also fangen wir früher an.
Vor dem Arztbesuch. Vor der Diagnose.
Gewalt. Diskriminierung. Unsichtbarkeit. Doppelbelastung. Das Gefühl, nie ganz zu genügen und nie ganz gehört zu werden. Das sind keine persönlichen Krisen. Das ist das Patriachat, denn das sind gesellschaftliche Strukturen, die sich in Körper und Psyche einschreiben. Als Angst. Als Depression. Als chronische Erschöpfung.
Frauen\* sind nicht das schwächere Geschlecht. Sie leben in einer Welt, die sie systematisch belastet, unterdrückt, klein hält, ausbeutet.
Jede fünfte Frau\* fühlt sich aufgrund ihres Geschlechts nicht ernst genommen. Sie werden auch faktisch nicht ernst genommen, das führt zu einer anderen Versorgung. Zu anderen Diagnosen als im Vergleich zu Männern. Bei gleichen Symptomen werden bei Frauen\* eher psychische Störungen diagnostiziert – während bei Männern nach körperlichen Ursachen gesucht wird.
Das System macht krank. Und behandelt das Falsche.
Das ist kein Einzelfall. Das ist kein Zufall.
Das ist strukturelles Versagen!
Und das sind nur Mini Gedanken, zu diesem sehr komplexen Thema.
Es gibt so viel zu benennen, ganz explizit, denn das wird es immer noch viel zu wenig.
Benennen wir also heute, was Frauen\* täglich tragen. Ich fordere ein, dass das Patriachat endlich abgeschafft werden muss!