Art Vedar - Praxis für Kunsttherapie

Art Vedar - Praxis für Kunsttherapie Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Art Vedar - Praxis für Kunsttherapie, Therapeut/in, Viktoriastraße 10, Aachen-Rothe Erde.

Bitte entschuldigt meine Ausdrucksweise. Ich würde gerne etwas Schönes zum Weltfrauentag schreiben.Aber ich kann nicht.U...
08/03/2026

Bitte entschuldigt meine Ausdrucksweise. Ich würde gerne etwas Schönes zum Weltfrauentag schreiben.

Aber ich kann nicht.

Und ich denke an all die Frauen\* (ich meine hiermit alle Menschen, die sich als Frauen identifizieren – Transfrauen, nicht-binäre Menschen, inter Personen und andere, die sich dem Begriff „Frau" zugehörig fühlen oder von Diskriminierung betroffen sind, die sich gegen Frauen richtet), die zum Arzt gegangen sind und nicht gehört wurden. Die Symptome beschrieben haben, die nicht ernst genommen wurden. Die jahrelang falsch behandelt wurden – weil das medizinische Wissen über Frauenkörper bis heute systematisch lückenhaft ist. Weil Frauen als empfindsam, hysterisch gelten.

Also fangen wir früher an.
Vor dem Arztbesuch. Vor der Diagnose.

Gewalt. Diskriminierung. Unsichtbarkeit. Doppelbelastung. Das Gefühl, nie ganz zu genügen und nie ganz gehört zu werden. Das sind keine persönlichen Krisen. Das ist das Patriachat, denn das sind gesellschaftliche Strukturen, die sich in Körper und Psyche einschreiben. Als Angst. Als Depression. Als chronische Erschöpfung.

Frauen\* sind nicht das schwächere Geschlecht. Sie leben in einer Welt, die sie systematisch belastet, unterdrückt, klein hält, ausbeutet.

Jede fünfte Frau\* fühlt sich aufgrund ihres Geschlechts nicht ernst genommen. Sie werden auch faktisch nicht ernst genommen, das führt zu einer anderen Versorgung. Zu anderen Diagnosen als im Vergleich zu Männern. Bei gleichen Symptomen werden bei Frauen\* eher psychische Störungen diagnostiziert – während bei Männern nach körperlichen Ursachen gesucht wird.

Das System macht krank. Und behandelt das Falsche.
Das ist kein Einzelfall. Das ist kein Zufall.
Das ist strukturelles Versagen!

Und das sind nur Mini Gedanken, zu diesem sehr komplexen Thema.

Es gibt so viel zu benennen, ganz explizit, denn das wird es immer noch viel zu wenig.
Benennen wir also heute, was Frauen\* täglich tragen. Ich fordere ein, dass das Patriachat endlich abgeschafft werden muss!

21/02/2026

Jahrbuch 2025 – Psychoanalyse & Philosophie e.V.

Gemeinsam mit Katrin Rölig habe ich einen Beitrag veröffentlicht, der sich mit einem zentralen – und oft zu wenig reflektierten – Thema beschäftigt:

Machtverhältnisse im Therapieraum.

Therapie ist kein neutraler Raum.
Sie ist eingebettet in gesellschaftliche Strukturen, Rollen, Zuschreibungen und institutionelle Rahmenbedingungen.

In unserem Beitrag fragen wir u. a.:

– Wie wirken implizite Machtasymmetrien zwischen Therapeut:in und Klient:in und sich welche Rolle spielen die Werke im Kunsttherapeutischen Setting?
– Wie können therapeutische Räume bewusster, reflektierter und verantwortungsvoller gestaltet werden?

Gerade im Kontext von Kunsttherapie, Psychotherapie und transkultureller Arbeit ist diese Auseinandersetzung essenziell.

Das Jahrbuch 2025 ist über
👉 www.psychanalyseundphilosophie.de
erhältlich.

Dort findet ihr außerdem spannende Veranstaltungen – online & offline – rund um Psychoanalyse, Philosophie und gesellschaftskritische Diskurse.

Für mich ist dieser Beitrag ein wichtiger Baustein in der Verbindung von Praxis, Forschung und Haltung.

Was bedeutet „Macht“ für dich im therapeutischen Kontext?

Kunsttherapie ReflexivePraxis ArtTherapyResear

18/02/2026

Hi, ich bin Christina.

Kunsttherapeutin (DFKGT), Soziologin (M.A.), Lehrende und Promovendin.

Ich arbeite an der Schnittstelle von
🎨 Kunsttherapie
🧠 Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)
🌍 Flucht, Migration & Trauma

Mich interessiert die Frage:
Wie können kreative Prozesse Menschen stärken, die schwere Erfahrungen gemacht haben – ohne sie auf ihre Verletzlichkeit zu reduzieren?

Mit meinem Forschungsprojekt ACCEPT ART entwickle ich ein strukturiertes, evidenzbasiertes Gruppenangebot für Menschen mit Fluchterfahrung – zwischen Stabilisierung, Ausdruck und Integration.

Hier auf diesem Account teile ich:
– kunsttherapeutische Methoden
– Forschungseinblicke
– Reflexionen zu Haltung & Profession
– und Gedanken zur Verbindung von Kunst, Trauma und gesellschaftlicher Verantwortung

Wenn dich interessiert, wie Kunsttherapie wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig zutiefst menschlich sein kann – dann bleib hier.

ACCEPTART

17/02/2026

Achtsamkeit kann man auch formen.

Sie muss nicht still sein.
Sie darf klebrig sein. Widerständig. Lebendig.

In dieser Übung arbeite ich mit Knete, um Wahrnehmung und Selbstregulation zu schulen – besonders in Gruppen, die über Sprache schwer erreichbar sind.

So gehe ich vor:

✋ Ankommen über taktile Wahrnehmung (Temperatur, Druck, Konsistenz)
🫁 Atem mit Bewegung koppeln (Drücken – Lösen – Rollen)
🌀 Inneren Zustand formen („Welche Form hat dein heutiger Zustand?“)
💬 Reflexion über den Prozess statt über das Produkt

Warum das wirkt?
Weil Achtsamkeit verkörpert wird – nicht erklärt.

Gerade in traumasensiblen Kontexten ermöglicht formbares Material Sicherheit, Gegenwartsbezug und ein Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Material simpel.
Wirkung tief.

Speicher dir die Methode für deine nächste Einheit.

Traumasensibel ArtTherapyMethods

Psychoanalyse, Philosophie – und mittendrin kunsttherapeutische Praxis.Im aktuellen Jahrbuch Imaginäre Identifikationen ...
15/01/2026

Psychoanalyse, Philosophie – und mittendrin kunsttherapeutische Praxis.
Im aktuellen Jahrbuch Imaginäre Identifikationen (Psychoanalyse und Philosophie, PERAS) durfte ich gemeinsam mit Katrin Röhlig einen Beitrag veröffentlichen:
From Mimesis to the Scapegoat – Anthropological Structures of Art-Therapeutic Practice.
Ausgehend von René Girards mimetischer Theorie fragen wir, was in kunsttherapeutischen Prozessen jenseits von Wirksamkeit und guter Absicht geschieht:
Wie Begehren, Projektionen und Schuldzuschreibungen unbewusst mitwirken.
Wie Kunstwerke zu Trägern existenzieller Not werden – entlastend, aber nicht neutral.
Und warum auch Therapeut:innen Teil dieser Dynamiken sind.
Ein Text über Kunsttherapie als menschliche Praxis eingebettet in universale Strukturen, die bewusste Reflexion verlangen, besonders im transkulturellen Arbeiten mit Menschen mit Fluchterfahrung.
Lesen, mitdenken, reiben lassen. Buch bestellen! Link in Bio.

Imaginäre Identifikationen
Psychoanalyse und Philosophie. Jahrbuch 2025
Hrsg. von Christoph Weismüller
ISBN 978-3-935193-43-6
Düsseldorf: Peras 2025
Euro (DE) 29,- / Euro (AT) 35,-
kunsttherapeutischePraxis theorieundpraxis peras jahrbuch

Kurze Klarstellung, bevor Merkur rückläufig wird (oder jemand nervös):Dieses Jahreshoroskop ist kein astrologisches Horo...
30/12/2025

Kurze Klarstellung, bevor Merkur rückläufig wird (oder jemand nervös):
Dieses Jahreshoroskop ist kein astrologisches Horoskop.

Als Kunsttherapeutin arbeite ich nicht mit Prognosen,
sondern mit Wahrnehmung, Ausdruck und Wahlfreiheit. Und die einzige Eingebung(en), die ich beim Schreibe hatte, die kamen von ChatGPT 😇

Deshalb sind das kreative Begleitimpulse, keine Wahrheiten über dich, die in den Sternen stehen.

Wenn du dich in deinem Zeichen wiedergefunden hast: schön. Wenn nicht: auch gut.

Dann war’s vielleicht einfach nur ein netter Scroll-Moment und mal was anderes zwischen den vielen vielen Jahreshoroskopen.

👉 Wenn you like ist, dann lass ein Herz da und kommentiere mit deinem Sternzeichen.

🌐 https://www.zfkt.de/accept-art/In einer Zeit, in der globale Krisen zunehmen und Menschen in Unsicherheit leben, brauc...
29/11/2025

🌐 https://www.zfkt.de/accept-art/

In einer Zeit, in der globale Krisen zunehmen und Menschen in Unsicherheit leben, brauchen wir Zugänge, die nicht ausschließlich sprachlich, diagnostisch oder bürokratisch funktionieren.
Wir brauchen Angebote, die Menschen sehen, stärken und begleiten – unabhängig von Herkunft oder Status.

ACCEPT ART schafft solche Räume:
sicher, kreativ, respektvoll und wissenschaftlich begleitet.

Kontoinhaber: Stiftung Universitätsmedizin Essen
IBAN: DE 09 3702 0500 0500 0500 05
BIC: BFSWDE33
Verwendungszweck: Kunsttherapie mit Geflüchteten
Bank für Sozialwirtschaft

🎨+💝 =
15/11/2025

🎨+💝 =

10/11/2025

➡️ Früher habe ich gerne meine kunsttherapeutischen Sitzungen bis ins Detail vorbereitet:
Materialien sortiert, Abläufe geplant, Themen abgestimmt.
Ich wollte alles im Griff haben – für die Klient:innen, für die Qualität, für das Gefühl von Sicherheit.
Ich dachte, gute Therapie bedeutet: einen Plan haben!
Doch die Fragen musste ich mir stellen: Wessen Plan und was bringt das nun meinen Klient:innen?

Denn eins Wissen wir ja: Kunst lässt sich nicht kontrollieren.
Manchmal entsteht aus einem zufälligen Strich, einem Tropfen Farbe oder einer stillen Geste genau das, was berührt –
nicht, weil es geplant war,
sondern weil es passiert ist.

Mit der Zeit habe ich gelernt:
Zu viel Planung kann Lebendigkeit verhindern.
Wenn ich den Prozess zu eng führe, bleibt kein Raum für das, was sich zeigen möchte.

Heute bereite ich mich anders vor.
Ich stimme mich ein – auf mich, auf den Raum, auf das Material, auf die Menschen.
Ich achte darauf, innerlich da zu sein: ausgeschlafen, ruhig, präsent, satt und selbst künstlerisch ausgelastet!
Ich bringe weniger Struktur mit – und mehr Vertrauen: in mich, in die Klient:innen, den Raum, die Kunst, das Material, dem Schöpferischen!

Denn die Qualität einer Sitzung entsteht nicht durch perfekte Abläufe,
sondern durch die Präsenz im Moment.
Durch Resonanz.
Durch das Mitgehen, das Aushalten, das Wahrnehmen.

Kunsttherapie ist kein festgelegtes Konzept,
sondern ein lebendiger Raum,
in dem Begegnung geschieht –
zwischen Mensch, Material und Bedeutung.

Wie bereitest du dich auf Kunsttherapie vor? Gerne auch aus der Sicht von Klient:innen!
Teil es in den Kommentaren 🫶🏽

Adresse

Viktoriastraße 10
Aachen-Rothe Erde
52066

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Art Vedar - Das Atelier für Kunsttherapie

Über Kunst können Gefühle und Emotionen ausgedrückt werden, das Kreative Arbeiten wirkt beruhigend, stressmindernd und heilsam, weil wir uns im Hier und Jetzt befinden und in eine Art meditativen Zustand kommen. Um kreativ zu sein muss man kein Maltalent haben, sondern Spaß und Freude am Ausprobieren, am Spielen und mit Neugier an die Sache ran gehen.

Es geht um Ausdruck, nicht um hochqualitatives künstlerisches Arbeiten. Es geht um Austausch mit dem Bild und mit mir selbst. Es geht darum Ressourcen zu stärken, um Achtsamkeit zu üben, Ruhe zu genießen, Lösungswege zu finden, um abzuschalten.