20/10/2022
Woher kommt das Geld? --- Para nereden geliyor?
Wer pflegebedürftig ist und einen Pflegegrad erhält, kann verschiedene Leistungen beziehen, z.B. Pflegegeld monatlich, Hilfsmittel, oder die Arbeit eines Pflegedienstes kann zumindest teilweise bezahlt werden – und vieles mehr. Aber woher kommt das Geld, aus dem all dies finanziert wird? Immerhin gibt es derzeit über 4 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland!
Die Pflegeversicherung, in der festgelegt ist, wer wann und wieviel Leistungen erhält, funktioniert im Prinzip wie andere Versicherungen auch (Auto, Haftpflicht, Unfall, etc.):
Viele einzelne Menschen zahlen einen Beitrag in einen gemeinsamen "Topf" ein. Der einzelne betroffene Mensch kann dann einen "Schadensausgleich" erhalten, wenn der Fall eintritt, für den er versichert ist. In diesem Fall geht es eben um das Eintreten einer Pflegebedürftigkeit, abgestuft nach Schweregrad 1 – 5. Das Risiko des Einzelnen wird so durch die Beiträge von Vielen beseitigt, oder zumindest verkleinert.
Damit so ein System auf Dauer funktionieren kann, muss es mehr Menschen geben, die einbezahlen, als solche, die Leistungen erhalten. Genauer gesagt: Der Betrag, der von den Vielen einbezahlt wird, muss höher sein als das, was an die Einzelnen ausbezahlt wird.
Wer bezahlt in die Pflegeversicherung ein?
Alle Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden zahlen automatisch Beiträge über die Sozialversicherungs-Beiträge. Kinderlose müssen etwas höhere Beiträge bezahlen, weil kinderlose Menschen die Pflegeversicherung in der Regel mehr kosten. Für Leistungsbeziehende der Bundesagentur für Arbeit wird ein pauschaler Betrag an den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung bezahlt.
Die Leistungen der Pflegeversicherung decken oft nicht alle Kosten, die im Alltag durch die Pflegebedürftigkeit entstehen. Es handelt sich also eher um so etwas wie eine "Teilkasko-" und nicht um eine "Vollkasko-Versicherung". Das Ziel der Versicherung war von Anfang an, das Pflegerisiko sozial abzusichern, und nicht, alle Kosten zu decken.