05/07/2020
Astrologische Heilpflanzenwanderung - der Stinkende Storchschnabel
Den Stinkenden Storchschnabel, botanisch Geranium robertianum, finden wir nahezu überall in unserer näheren Umgebung. Ob am Waldwegesrand oder mitten in der Stadt auf Bauschutthalden und anderen eher unangenehmen Orten. - er begegnet uns auf Schritt und Tritt. Passend zu diesen merkwürdigen Orten ist auch sein eigenartiger, bocksähnlicher Geruch. Daher ist auch einer seiner volkstümlichen Namen Wanzenkraut, weil man annahm, dass dieses Kraut im Bettstroh durch seinen Geruch die Bettwanzen vertreiben sollte. Weitere Namen sind Ruprechtskraut, Rotlaufkraut oder Gottesgnadenkraut
Obwohl er jedes Jahr allgegenwärtig ist, sticht er mir dieses Jahr besonders in`s Auge, was für mich immer ein Hinweis ist: Diese Pflanze braucht mein Körper heuer besonders.
Wenn wir uns auf die Suche nach der Heilwirkung begeben, fällt erstmal auf, dass er in der naturwissenschaftlichen Pflanzenheilkunde keinen großen Platz einnimmt. Dabei sind seine antimikrobiellen Eigenschaften wie z.B. gegen grampositive Bakterien, Herpes- und Influenzaviren gut belegt. Zudem haben seine Gerbstoffe eine adstringierende und örtlich blutstillende Wirkung. Das alles macht ihn zu einer guten Wundheilpflanze. Anwendungsmöglichkeiten wären das Auswaschen von Wunden mit einem Teeaufguss, oder das betupfen mit einer Urtinktur, wie auch die Anwendung als Mundspüllösung bei Aphten o.ä. Die Gerbstoffwirkung macht den Storchschnabel aber auch zu einem guten Begleiter bei leichten Durchfallerkrankungen.
Volksheilkundlich gibt es aber noch weitere Anwendungen. Der Signaturenlehre entsprechend,nach der auf Grund von u.a. Aussehen,Geruch,Standort, Geschmack,....ermittelt wurde, wie eine Pflanze wirkt, wurde der Storchschnabel zur Kinderwunschbehandlung verwendet.
"Die schnabelförmige Frucht brachte die Pflanze mit dem Storch, dem Vogel der Fruchtbarkeit und des ehelichen Glücks zusammen", so Dr. Aigremont in seinem Werk Volkserotik und Pflanzenwelt.
Schon die Bauern in früheren Zeiten gaben ihren Kühen zur Fruchtbarkeitssteigerung Storchschnabelkraut zu fressen. In der Tat wird er in der traditionellen Pflanzenheilkunde auch heute noch erfolgreich bei Kinderwunsch angewendet.
In sogenannten Nestreinigungstees ist er fester Bestandteil, aber auch die wesenhafte Urtinktur ist eine beliebte Anwendungsform. Naturwissenschaftlich betrachtet, könnte die Wirkung mit seinen entgiftenden.reinigende und lymphabflussfördernden Wirkungen erklärbar sein.
Dieses Entgiften können wir uns aber auch auf psychischer Ebene zu nutzen machen. Schon Paracelsus und Hildegard von Bingen verwendeten den Storchschnabel "gegen trübsinnige Gedanken und schweres Herz", ein großes Anwendungsgebiet sind z.B.seelische Schocks und Traumen, die nach Kalbermatten mit der wesenhaften Urtinktur Storchschnabel von Ceres liebevoll begleitet werden können. Hierbei empfiehlt sich allerdings geschulte Begleitung.
Astrologisch betrachtet untersteht die Pflanze den Planeten MARS (rote Farbe der Stängel und teilweise Blätter, schnabelförmige Frucht Storch,Stichwaffe,Injektionsnadel),
VENUS(zartes Rosa der Blüten, liebliche Blütenform) und MERKUR (fiedrige, luftige Blätter und Wuchs)
Hieraus schließt man die Wirkung auf rote (Mars)Krankheiten wie eben Entzündungen, aber auch Eisenverwertungsstörungen (Marsmetall Eisen), die Venuswirkung zeigt sich wie gesagt in der Kinderwunschbehandlung, sowie auch in der Schilddrüse regulierenden, eher dämpfenden Eigenschaft, Merkur wieder mit seinem Bezug zum Storchenvogel, der nach der Vorstellung unserer Vorfahren Kinder, aber auch Transformation und Heilung aus einer Anderwelt bringt.
Astromedizinisch sezten wir den Storchschnabel gerne bei Themen ein, die einen mangelnden Selbstwert und Entschlußschwäche betreffen (2.Haus im Horoskop, Venus,Stier), er lindert die Angst das Gegenüber zu verletzten, fördert eine gute Kommunikation und unseren Antrieb,wirkt gegen trübsinnige Gedanken und ist ein gutes Charismamittel (hier gern in Kombi mit Eisenkraut als Anti-Mobbingmittel), Ebenso natürlich als Venus_Marspflanze, ein guter Helfer bei allen partnerschaftlichen Themen. Hier wäre eine Idee, sich eine Liebespaarteemischung, die gemeinschaftlich getrunken wird, zu erstellen.
Und schließlich ist der Storchschnabel als Pflanze auch ein schöner Schmuck für unser Heim. Sein Anblick und Ausstrahlung verbessern das Raumklima und verhelfen zur Raumentgiftung von negativen Energien
Andrea Alirezazadeh Naturheilpraxis La Artemisia Heilpraktikerin,Phytotherapie und Astromedizin