30/07/2023
DER SCHWEIF
Der Schweif eines Pferdes hängt an der Schweifrübe und die wiederum hängt an der Wirbelsäule und bildet mit ihren 15-21 Wirbel das bewegliche Ende der Wirbelsäule.
Der Schweif dient dem Pferd nicht nur zum Vertreiben der Fliegen, sondern ist auch ein wichtiges Kommunikationsmittel. An der Schweifhaltung kann man sehr gut die Stimmung des Pferdes erkennen und viel über den Gesundheitszustand ablesen.
Wenn das Pferd wild mit dem Schweif schlägt, ist es gestresst, hektisch, nervös, aggressiv oder äußert so ein körperliches Unwohlsein wie zum Beispiel Bauchschmerzen. Spreizt das Pferd den Schweif waagrecht oder senkrecht ab, ist es meistens sehr aufgeregt und steht unter extremen Adrenalineinschuss.
Klemmt das Pferd den Schweif stark ein, hat es entweder Angst oder es ist ein Hinweis auf Verspannungen und Blockaden im Körper, genauso wie ein Schweif, der oft bis ständig schief gehalten wird. Die Blockaden müssen nicht immer im Rücken sein. Es kann auch eine Blockade im Genick dazu führen, das das Pferd den Schweif schief hält. Eine physiotherapeutische und/oder osteopathische Behandlung sollte ausgemacht werden.
Trägt das Pferd nur beim Reiten den Schweif schief, sollte auch unbedingt der Sattel kontrolliert und der Reiter genauer unter die Lupe genommen werden. Oft ist auch der Reiter deutlich schief und überträgt diese Schiefe auf das Pferd.
Der Schweif sollte sowohl mit, als auch ohne Reiter locker pendeln, dann ist das Pferd entspannt und zufrieden. Er sollte sich auch manuell gut bewegen lassen. Oft ist das leider nicht der Fall! Natürlich kann man nicht nur anhand des Schweifes eine Aussage treffen, sondern muss die Umstände und auch die restliche Körpersprache mit berücksichtigen.
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