Hebamme Stephanie Koch

Hebamme Stephanie Koch Sie möchten ein Kind bekommen oder sind schon schwanger? Nutzen sie die Möglichkeit der Hebammenhilfe!! Ich freue mich auf Ihren Anruf!

Die erste Zeit nach der Geburt eines Kindes gehört wohl zu den aufregendsten Phasen im Leben von Eltern! Genießen Sie diese besondere Zeit des Anfangs in vollen Zügen! Ich helfe Ihnen dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, Fragen und Unsicherheiten zu klären! Ich freue mich darauf Ihre Familie in der Schwangerschaft und in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt zu begleiten! Alle Frauent haben Anspruch auf Hebammenhilfe, es ist eine Leistung Ihrer Krankenkasse! Schwangerschaftsvorsorge
Akupunktur/Homöopathie
Geburtsvorbereitung
Wochenbettbetreuung
Stillberatung

03/09/2018

Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister Jens Spahn,

Ich bin Hebamme und die allgemeine Reaktion, wenn ich von meinem Beruf erzähle, ist immer die gleiche: „ Das ist ja wirklich ein toller Beruf“.
Aber ist es das?
Seitdem ich denken kann wollte ich im Gesundheitswesen arbeiten.
Erst wollte ich Medizin studieren, was sich Dank hohem Numerus Clausus und endlosen Wartesemestern von selbst erübrigt hat.
In den Kliniken fehlt es an Ärzten zwar an jeder Ecke, einen Studienplatz zu bekommen ist mittlerweile jedoch ein sechser im Lotto.
Erdkunde und Kunstnoten zählen dabei viel mehr als Menschlichkeit und Motivation einen der verantwortungsvollsten Berufe überhaupt zu erlernen.

Aber zurück zu meinem Anliegen.

Ich habe mich dann entschieden Hebamme zu werden.
Weil es mir immer wichtig war, Menschen zur Seite zu stehen, ihnen zu helfen, sie zu unterstützen, bei etwas was immer erst dann wichtig ist, wenn es fehlt. Es geht um die Gesundheit von Mutter und Kind, um ein neues Leben, einen neuen Teil unserer Gesellschaft.

Ja, das ist ein unglaublich toller Beruf. Ich kann dabei sein, wenn eine neue Familie entsteht, wenn ein neues Kind auf unsere Welt kommt und kann teilhaben an dem Glück, weil ich ja Hebamme bin.

Ja, das ist ein unglaublich toller Beruf.
Ich kann dabei sein, wenn eine neue Familie entsteht, wenn ein neues Kind auf unsere Welt kommt und das direkt vier Mal in einem Nachtdienst, in dem noch weitere sechs Frauen in den Wehen liegen, um die ich mich leider nicht kümmern kann, weil ich an dem Glück der neu gewordenen Familie teilhaben darf.

Ja, das ist ein unglaublich toller Beruf.
Ich kann dabei sein, wenn eine neue Familie entsteht, wenn das Chaos losgeht, weil das Kind nicht schreit und ich vergeblich versuche einen Arzt zu erreichen, der grade versucht die Blutung einer Frau zu stoppen, die eine halbe Stunde vorher ihr Kind zur Welt gebracht hat.
Die anderen Frauen, die versuchen mit Hilfe von ihrem Mann ihre Wehen zu veratmen, müssen jetzt warten und ich muss hoffen, dass die Presswehen nicht bald einsetzen.

Den Oxytocintropf bei der werdenden Mutter, die seit zwei Stunden keine Fortschritte macht, schließe ich besser nicht an. Die Gefahr ist zu groß, dass die Wehen wieder einsetzen und ich mich um eine weitere Frau nicht kümmern kann. Dabei hoffe ich jedoch, dass dieses Kind gesund zur Welt kommen wird, sonst habe ich vielleicht bald eine weitere Klage am Hals, weil ich keine Massnahmen ergriffen habe, als es angebracht war. Aber wie?

Meine Kollegen habe ich den ganzen Dienst über nicht gesehen.
Sie rennen genau wie ich von einer Patientin zur nächsten.

Ja, das ist ein unglaublich toller Beruf.
Besonders toll ist es, wenn man weiß, die Paare haben einen Geburtsvorbereitungskurs besucht und der Partner kann seine Frau so gut wie möglich unterstützen. Periduralanästhesie ist heute leider nicht. Es gibt keinen freien Raum. Und auch andere Mittel, die wohlmöglich für Schmerzlinderung sorgen könnten, wenn ich schon nicht bei meinen Patienten sein kann, lassen auf sich warten.
Und da bleibt nur zu hoffen, dass im Kurs die Atemübungen gemeinsam geübt worden sind, damit mir diese Frau nicht unter die Decke springt.

Es klingelt schon wieder an der Tür und ich darf die Dame mit Wehen alle 5 min. bitten sich noch im Wartezimmer, ehm nein das ist voll, noch eine Runde spazieren zu gehen, da es Frauen gibt die „dringender“ sind.

Ich bin Hebamme, weil es ein so unglaublich toller Beruf ist.
Ich habe erst vor einem Jahr mein Examen gemacht, mich gefreut auf das selbstständige Arbeiten.

Jetzt habe ich jeden Tag Angst zum Dienst zu gehen. Jeden Tag sorge, dass es wieder einer von diesen Diensten sein wird. Das ich die Frauen nicht angemessen betreuen kann, Risiken nicht erkenne, weil ich nicht da sein kann, die Herztöne vom Kind abfallen, oder die Frau blutet, während ich die anderen drei Patienten im Wartezimmer vertröste.

Ich bin Berufsanfängerin. Meine Einarbeitung hatte ich bis heute nicht.
Weil dafür keine Zeit ist, es nicht genug Hebammen gibt und die Geburtenrate stetig steigt.
So war es bei vielen meiner Kurskollegen.
Kaum einer wurde in Ruhe eingearbeitet.
Aber ist ja schließlich auch wichtiger dafür zu Sorgen, dass alle halbwegs versorgt sind, als zu lernen wie das überhaupt geht.

Ja, das ist ein unglaublich toller Beruf, solange die Kinder keine Probleme machen und die Frauen sich an einen festen Termin zur Geburt halten.

Es ist ein Traumberuf, aber die unwürdige Bezahlung, die Arbeitssituation und die fehlende Motivation unserer Regierung etwas daran zu ändern machen es zu einem Albtraum.

Ich bin seit ein paar Monaten in diesem Beruf. Und wenn es so weiter geht werde ich mich in ein paar Monaten nach etwas anderem Umsehen, denn eine App zu entwickeln bekommt mehr Aufmerksamkeit als einem neuen Leben auf die Welt zu helfen.
Ein Menschenleben ist offensichtlich weniger wert, als ein guter Absatz auf dem Markt.

Wir sind eines der reichsten Länder dieser Welt und da wir auch wollen, dass das so bleibt, wird gespart.
Wo?
An den Berufen dieser Gesellschaft denen die größte Verantwortung für unser Leben zugesprochen wird. Die sich jeden Tag aufs neue für das wichtigste Gut einsetzen.
Unsere Gesundheit.

Stellen Sie sich einmal vor, auch nur ein einziges Krankenhaus, ein einziger Kreissaal würde sich für einen Tag so verhalten, wie es die Bahn oder Piloten ständig tuen.
Würde streiken, keinen Patienten versorgen, keine Operationen durchführen, keine Blutungen stillen, keine Kinder reanimieren.
Sich einfach weigern irgendetwas zu machen.
Was würde passieren?
Ich bin mir sicher, die ganze Welt wäre empört, würde sagen, dass das doch nicht geht. Und ja Sie haben Recht, das geht auch nicht.

Keine Sorge, soetwas wird nie passieren. Denn wir sind uns unser Verantwortung bewusst.

Daher bitte ich Sie, seinen Sie sich auch Ihrer Verantwortung uns gegenüber bewusst und sorgen Sie endlich für Veränderung.

Mit freundlichen Grüßen

Eine Hebamme mit Herz

Adresse

Heistermannweg 47
Altenbeken
33184

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