29/01/2026
Es ist Wahlkampf, denn in 7,5 Wochen sind Landtagswahlen. Und es scheint so, dass jetzt schnell noch Wahlgeschenke gemacht werden!
Rund 70 Mio Euro sollen in den nächsten Jahren in das marode Krankenhaus in Hachenburg investiert werden - zur Sanierung und Modernisierung sowie zum Bau eines 3. Operationssaals.
Laut ak-kurier.de teilte der Sprecher des Klinikträgers mit, dass die Unterstützung des Landes dabei eine wesentliche GRUNDLAGE bilde. Man kann also davon ausgehen, dass das Land sich mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag beteiligen wird, wenn die Unterstützung eine "wesentliche Grundlage" darstellt.
Und auch hier stellt sich dann wieder einmal die Frage:
Warum unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die Sanierung und Modernisierung eines maroden Krankenhauses, wenn 16 km entfernt in Altenkirchen ein saniertes Krankenhaus mit VIER - in Zahlen: 4 - Operationssälen, einer funktionierenden Narkosegas-Absauganlage und den notwendigen Leitungen für den Einbau eines Magnetresonanztomographen (MRT) steht, das problemlos erweitert werden kann??!!
Also ein Krankenhaus, dass dann immer noch einen Operationssaal mehr hat als Hachenburg nach der Erweiterung haben wird!
Wo es bereits eine moderne zentrale Notaufnahme gibt!
Wo moderne Patientenzimmer derzeit zu großen Teilen leer stehen!
Und in das in den vergangenen Jahren knapp 30 Mio Euro investiert wurden, die jetzt zum großen Teil ungenutzt vor sich hin stehen.
Und bevor bekannt wird, dass die Unterstützung des Landes eine Grundlage der 70 Mio-Investition bildet, schmeißt Gesundheitsminister Hoch schnell nochmal ein Schlagwort in Richtung Altenkirchen, damit die Region doch noch mal Hoffnung schöpft, dass sie nicht weiterhin abgehängt bleibt: "REGIOKLINIK".
Hört sich fast an wie Level-1-i-Krankenhaus - und ist genauso eine Luftnummer wie der Kampfbegriff des Jahres 2024. Denn genauso wie seinerzeit bei Level-1-i gibt es auch für die Regioklinik überhaupt keine Grundlagen, keine Rahmenbedingungen, nichts. Nur ein Wort. Und genau EINE Klinik, wo das gerade ausprobiert wird. Also nichts, worauf man aufbauen könnte.
Und damit der Minister und die Landes-SPD dann auch gleich raus sind, wird die Zuständigkeit und die Verantwortung an den Kreis weitergegeben - und an den neuen Träger des Hauses in Altenkirchen, die Diakonie Südwestfalen. Aber immerhin prüft der Minister wohlwollend, ob eine finanzielle Unterstützung möglich ist...
Dass das alles nur heiße Luft bzw. ein Beschwichtigungsversuch ist, sollte jedem klar sein. Der Minister kann viel erzählen, wer weiß denn, ob er nach dem 22.03. überhaupt noch im Amt ist?! Und selbst wenn das der Fall sein sollte, kann er sich dann immer noch einen schlanken Fuß machen, denn immerhin hat er von Anfang an ja gesagt, dass der Kreis Altenkirchen und/oder die Diakonie zuständig sind.
Es hätte nie soweit kommen dürfen! Da wird mit den Steuergeldern rumgeaast, als würden die in Hülle und Fülle und unendlicher Menge fließen. Aber ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich halt gänzlich ungeniert.
Sieht man irgendwie jeden Tag auf's Neue. Und sie schämen sich alle null dafür.
Schade, dass man Politiker nicht zur Rechenschaft ziehen kann wegen Steuerverschwendung. Dieser Schildbürgerstreich wäre dazu bestens angetan.