05/07/2025
Kinder und Trauer, ein sehr guter formulierter Wegweiser:
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🧒💬 Mit Kindern über den Tod reden – ehrlich, einfühlsam, altersgerecht
Wenn ein Mensch stirbt, fragen Kinder oft direkt: „Was heißt das – tot?“ Oder: „Kommt Oma wieder?“ Erwachsene geraten dann leicht ins Straucheln – doch Schweigen hilft Kindern nicht. Es macht Angst.
👉 Kinder brauchen klare, ehrliche Worte. Begriffe wie „eingeschlafen“ oder „weggegangen“ können sie wörtlich nehmen – und beängstigend missverstehen.
Besser sagen: „Opa ist gestorben. Sein Herz hat aufgehört zu schlagen. Er lebt nicht mehr.“
👉 Wichtig ist auch, Gefühle zuzulassen: „Ich bin traurig, weil ich Oma sehr lieb hatte. Du darfst auch traurig oder wütend sein.“ Kinder lernen durch das, was wir fühlen – nicht nur durch das, was wir sagen.
👉 Kinder trauern anders als Erwachsene: in Etappen, manchmal mit Spiel und Lachen dazwischen. Das ist kein Zeichen von Gleichgültigkeit – sondern kindlicher Bewältigung.
👉 Rituale geben Halt: Eine Kerze anzünden, ein Bild malen, gemeinsam Erinnerungen teilen – all das hilft beim Verarbeiten.
📚 Kinderbücher können wunderbare Türöffner sein. Zum Beispiel:
📘 Radieschen von unten (Klett Kinderbuch, 2023)
📗 Morgen bin ich Sternenlicht (Loewe, 2021)
📙 Kinder in der Trauer (Herder, 2020) – für Erwachsene
🕯️ Kinder brauchen keine perfekten Antworten – sondern Nähe, Wahrheit und Zeit.