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In der Physiotherapie existiert ein dauerhafter Diskurs: Hands-on versus Hands-off. Welche Methode ist „besser“? Studien...
10/11/2025

In der Physiotherapie existiert ein dauerhafter Diskurs: Hands-on versus Hands-off. Welche Methode ist „besser“? Studien zeigen, dass die Frage möglicherweise nicht entweder/oder zu beantworten ist. Vielmehr kommt es auf den Zeitpunkt, die individuelle Situation und die Zielsetzung der Intervention an.

Hands-on-Techniken können gezielt zur Mobilisation und Schmerzlinderung eingesetzt werden.

Hands-off-Techniken hingegen fördern Eigenwahrnehmung, motorisches Lernen und Selbstwirksamkeit.

Therapie ist dynamisch – nicht die Technik an sich, sondern deren gezielter Einsatz im richtigen Kontext macht den Unterschied.

Ernährung als Baustein der SchmerztherapieWas wir essen, kann Schmerzen beeinflussen – nicht nur indirekt, sondern als a...
30/10/2025

Ernährung als Baustein der Schmerztherapie
Was wir essen, kann Schmerzen beeinflussen – nicht nur indirekt, sondern als aktiver Faktor in der Therapie.
In der aktuellen Dezember-Ausgabe der CO.med zeige ich, wie Ernährung gezielt in multimodale Schmerzkonzepte integriert werden kann.

Wusstest du, dass Bewegung bei Rückenschmerzen nicht für alle gleich wirkt?Eine neue Studie (Lyons et al., European Jour...
09/10/2025

Wusstest du, dass Bewegung bei Rückenschmerzen nicht für alle gleich wirkt?
Eine neue Studie (Lyons et al., European Journal of Pain, 2025) zeigt:

👉 Es gibt drei unterschiedliche Schmerztypen, die unterschiedlich auf Training reagieren.

🔹 Typ 1 – Effiziente Schmerzmodulation:
Bewegung lindert Schmerzen deutlich – Training wirkt wie ein natürliches Schmerzmittel.

🔹 Typ 2 – Eingeschränkte Schmerzmodulation:
Manche spüren nach dem Training kurzfristig mehr Schmerz – das Nervensystem reagiert sensibler.

🔹 Typ 3 – Hohe Bewegungsangst:
Angst vor Schmerz kann Bewegung bremsen – aber mit Vertrauen & Begleitung ist Fortschritt möglich.

💡 Was heißt das für die Therapie?
➡️ Bewegung bleibt wichtig – aber sie muss individuell angepasst werden.
➡️ Neben Training helfen Schmerzaufklärung, Angstabbau und Selbstwirksamkeit.
➡️ Die richtige Dosis + das richtige Mindset = nachhaltige Schmerzreduktion. 🙌

👣 Jeder Rücken ist anders. Finde heraus, welcher Bewegungstyp du bist – und bewege dich in deinem Tempo.

06/10/2025

Können Erfahrungen vererbt werden – ohne dass sich unsere Gene ändern?

Eine neue Studie aus Science zeigt genau das.

Forschende haben an dem kleinen Fadenwurm Caenorhabditis elegans entdeckt, dass Zellen im Körper Informationen über ihren Stoffwechselzustand an die nächste Generation weitergeben können – ganz ohne Änderungen in der DNA.

Wie das funktioniert?
➡️ Die Antwort liegt in den Lysosomen, den „Recyclingzentren“ der Zelle.
Diese Organellen erkennen, ob Energie fehlt (z. B. bei Hunger oder Fasten) – und senden daraufhin Signale an das Epigenom, also an die chemischen Markierungen, die Gene ein- oder ausschalten.

Diese Signale führen dazu, dass bestimmte Histon-Proteine (insbesondere H3.3) chemisch verändert werden.
Diese modifizierten Proteine wandern vom Darm in die Keimzellen und tragen so Informationen in die nächste Generation.
Das Ergebnis: Die Nachkommen leben länger – über mehrere Generationen hinweg.

Mit anderen Worten:
Die Studie zeigt, dass Erfahrungen des Körpers – wie Energiemangel oder Stoffwechselstress – molekular „weitererzählt“ werden können, ohne dass das Erbgut selbst verändert wird.

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Warum ist das so spannend?

Es erweitert unser Verständnis von Vererbung: Nicht nur Gene zählen, sondern auch, wie sie „verpackt“ und reguliert sind.

Es zeigt, dass Umwelt, Ernährung und Lebensstil potenziell langfristige, generationenübergreifende Auswirkungen haben könnten.

Und es gibt Hinweise darauf, dass Alterung nicht nur genetisch vorprogrammiert, sondern auch epigenetisch „steuerbar“ sein könnte.

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🧠 Fazit:
Diese Arbeit verbindet Stoffwechsel, Epigenetik und Vererbung in einem klaren molekularen Mechanismus.
Oder anders gesagt:

Was der Körper erlebt, kann Spuren hinterlassen – nicht nur im eigenen Leben, sondern auch in dem deine Nachfahren. Wenn du deinen Lebensstil also nicht für dich ändern willst, dann ja vielleicht für deine Kinder und Kindeskinder.

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📖 Quelle:
https://doi.org/10.1126/science.adn8754

Herzgesund essen: In meinem aktuellen Artikel in der Zeitschrift Naturheilpraxis (Heft 10/2025) zeige ich, wie Ernährung...
06/10/2025

Herzgesund essen: In meinem aktuellen Artikel in der Zeitschrift Naturheilpraxis (Heft 10/2025) zeige ich, wie Ernährung Herz und Kreislauf stärken kann – von schützenden Lebensmitteln bis zu alltagstauglichen Tipps. Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen können schon kleine Veränderungen im Alltag einen großen Unterschied machen.

✨ Hedonie vs. Eudämonie – zwei Wege zum WohlbefindenWenn wir über Glück und Gesundheit sprechen, ist es hilfreich, zwei ...
27/09/2025

✨ Hedonie vs. Eudämonie – zwei Wege zum Wohlbefinden

Wenn wir über Glück und Gesundheit sprechen, ist es hilfreich, zwei Formen zu unterscheiden:

🔹 Hedonie – das Streben nach Lust, Genuss und kurzfristiger Bedürfnisbefriedigung.
Beispiele: gutes Essen, Shopping, ein spannender Serienabend. Diese Momente aktivieren unser Dopaminsystem – wir erleben Belohnung, Motivation und kurzfristige Freude.

🔹 Eudämonie – das Streben nach Sinn, persönlicher Entfaltung und einem Leben im Einklang mit den eigenen Werten.
Beispiele: ein Projekt, das anderen Menschen hilft, das Erlernen einer neuen Fähigkeit oder tiefe Beziehungen. Hier geht es nicht primär um Dopamin-Kicks, sondern um ein nachhaltiges Gefühl von Erfüllung und innerer Balance.

💡 Warum ist das wichtig für unsere Gesundheit?

Hedonie ist wertvoll, aber flüchtig. Dauerhaftes Streben nach nur kurzfristigen Belohnungen kann unser dopaminerges System überlasten und zu Stress oder Abhängigkeiten führen.

Eudämonie hingegen stärkt Resilienz, wirkt langfristig stabilisierend auf Psyche und Körper und ist eng verbunden mit niedrigerem Stressniveau, besserem Immunsystem und einer höheren Lebenszufriedenheit.

👉 Die Forschung zeigt: Menschen, die beide Aspekte kultivieren – also Genussmomente zulassen, aber ihr Leben auch an Sinn und Werten ausrichten – berichten von besserem Wohlbefinden und gesünderem Altern.

Vielleicht lohnt es sich also, öfter mal zu fragen:
➡️ „Tut mir das gerade nur gut – oder gibt es mir auch Sinn?“

30/08/2025
🔥 Macht Entzündung Spitzensportler langsamer im Kopf?Eine Studie aus 2024 (u. a. mit Beteiligung der Deutschen Sporthoch...
26/08/2025

🔥 Macht Entzündung Spitzensportler langsamer im Kopf?

Eine Studie aus 2024 (u. a. mit Beteiligung der Deutschen Sporthochschule Köln) mit 350 Elite-Athleten zeigt: nicht unbedingt.

👉 Ergebnisse:

Keine klare Verbindung zwischen einzelnen Entzündungsmarkern und Kognition.

Entscheidend waren Energie- & Nährstoffmarker wie IGFBP-1, Kreatinin, fT3 und Vitamin D.

In geschlossenen Sportarten spielte die Entzündungsbalance (TNF-α : IL-10) eine Rolle.

Erholung & Stresswahrnehmung beeinflussten die kognitive Leistung zusätzlich.

💡 Konsequenz (klinische Psychoneuroimmunologie):
Kognitive Performance hängt weniger von Entzündung per se ab, sondern vom Stoffwechsel-Gleichgewicht, Mikronährstoffstatus und Stressmanagement.

Fazit:
Nicht Entzündung bremst den Kopf – sondern Energie- oder Vitamin-D-Defizite und mangelnde Erholung.

PMID: 39881815

17/08/2025

Immunsystem: Mehr als nur Infektabwehr

Das Immunsystem ist wahrscheinlich das älteste Körpersystem – älter als Nerven und Hormone.Das erklärt, warum Immunzellen heute so tief in alle Lebensprozesse verwoben sind. Sie sind nicht nur Wächter gegen Viren und Bakterien, sondern aktive Regulatoren von Homöostase, Regeneration und Kommunikation zwischen Körper und Psyche.

Eine aktuelle Studie im Science Magazine (Nahrendorf et al., 2025) liefert dazu eine beeindruckende Übersicht:

🔹 Gehirn & Psyche: Einfluss auf Gedächtnis, Schlaf, Stimmung und Angst.
🔹 Herz & Kreislauf: Schutz des Herzrhythmus und Unterstützung der Heilung nach Infarkten.
🔹 Darm & Stoffwechsel: Steuerung von Peristaltik, Nährstoffaufnahme, Fettverbrennung.
🔹 Muskeln & Knochen: Regulieren Knochenumbau, fördern Muskelreparatur und Beweglichkeit.
🔹 Hormone & Lebensphasen: Beteiligung an Blutzuckerregulation, Geburt und Milchproduktion.

Fazit:
Das Immunsystem ist kein reines Abwehrsystem – es ist DAS Netzwerk der Netzwerke, das Körper, Psyche und Verhalten verbindet und Gesundheit wie Krankheit gleichermaßen prägt.

Quelle: DOI: 10.1126/science.adx4380

💡 Wer das Immunsystem versteht, versteht die Grundlagen von Heilung, Balance und Menschsein.

Hochverarbeitete Lebensmittel (UPF) zeigen in Studien immer wieder negative Effekte auf die Gesundheit – von erhöhtem Ri...
15/08/2025

Hochverarbeitete Lebensmittel (UPF) zeigen in Studien immer wieder negative Effekte auf die Gesundheit – von erhöhtem Risiko für Übergewicht bis zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Aber wie genau sind UPF eigentlich definiert?

👉 Die NOVA-Klassifikation teilt Lebensmittel nicht nach Kalorien oder Nährwerten ein, sondern nach Art & Umfang der Verarbeitung:

1️⃣ Unverarbeitet / minimal verarbeitet – Obst, Gemüse, Nüsse
2️⃣ Verarbeitete Zutaten – Öl, Salz, Zucker
3️⃣ Verarbeitete Lebensmittel – Brot, Käse, Konserven
4️⃣ Ultra-verarbeitet (UPF) – Chips, Softdrinks, Fertiggerichte

💡 Je niedriger die NOVA-Gruppe, desto näher ist das Lebensmittel an seinem natürlichen Ursprung.

09/08/2025

Nur 5 Tage Junkfood – so verändert sich dein Gehirn & Immunsystem!

Auch kurzzeitiges Überessen mit ultra-verarbeiteten, zucker- und fettreichen Snacks kann deutlich spürbare Effekte im Körper hinterlassen – und zwar über die Essphase hinaus.

Eine aktuelle Studie aus Nature Metabolism (März 2025) zeigt: Bereits fünf Tage hochkalorisches, ungesundes Snacken führen in gesunden, normalgewichtigen Männern zu erhöhtem Leberfett, veränderter Insulinwirkung in Belohnungszentren des Gehirns und gestörtem Lernverhalten – und diese Effekte halten eine Woche nach Rückkehr zur normalen Ernährung noch an (Kullmann et al., 2025).

Und auch das Immunsystem scheint bereits bei kurzfristigen Abweichungen von gesunder Ernährung negativ beeinflusst zu werden: Schon 2023 konnte in einer Studie des UKE (Nature Immunology) gezeigt werden, dass kurzzeitige „Feast Diets“ – kalorienreich, ballaststoffarm – die Immunabwehr in der Schleimhaut und systemisch schwächen und so die Infektanfälligkeit erhöhen. Die gute Nachricht: Mit ballaststoffreicher Ernährung lässt sich diese Funktion wiederherstellen (Siracusa et al., 2023).

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Quellen (DOI):

Kullmann S. et al. Nature Metabolism, 2025. DOI: 10.1038/s42255-025-01226-9

Siracusa F. et al. Nature Immunology, 2023. DOI: 10.1038/s41590-023-01587-x

31/07/2025

Das Immunsystem denkt mit – im wahrsten Sinne des Wortes.

Viele halten das Immunsystem noch immer für ein eigenständiges Verteidigungssystem, das unabhängig vom Rest des Körpers agiert. Doch die Forschung zeigt ein anderes Bild: Unser Immunsystem ist eng verflochten mit unserem Gehirn, unserer Psyche und unseren Sinneswahrnehmungen. Es denkt, fühlt und erinnert sich mit – psychoneuroimmunologisch eben.

So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass unser Gehirn über ein neuronales Immungedächtnis verfügt. Im Bereich des Cortex insularis lassen sich Immunreaktionen abspeichern und bei Bedarf wieder aktivieren – eine Art „Immunerinnerung“ im Nervensystem selbst (Koren et al., 2021).

Unsere Sinne spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie nehmen potenzielle Bedrohungen wahr und wirken unmittelbar auf das Immunsystem ein. Was wir sehen, riechen oder hören, beeinflusst, wie unser Körper auf mögliche Gefahren vorbereitet wird. Diese sensorische Prägung immunologischer Reaktionen ist inzwischen gut dokumentiert (Casares et al., 2024).

Besonders faszinierend ist eine aktuelle Studie, die zeigt: Schon die bloße Erwartung einer Infektion – ausgelöst in einem virtuellen Szenario – reicht aus, um eine reale, messbare Immunreaktion im Körper auszulösen. Ohne tatsächlichen Erreger. Allein der Gedanke an eine Infektion genügt, um das Immunsystem in Alarmbereitschaft zu versetzen (Trabenelli et al., 2025).

Die Grenzen zwischen Körper, Geist und Immunsystem verschwimmen zunehmend. Was wir denken und wahrnehmen, beeinflusst, wie unser Körper reagiert – biologisch, neurologisch, immunologisch.

Quellen: DOI: 10.1038/s41593-025-02008-y
DOI: 10.4103/1673-5374.385874
DOI: 10.1016/j.cell.2021.10.013

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