04/02/2026
Körperspannung, woher sie kommt und wie wir damit arbeiten können?
Viele Menschen kommen nicht auf die Yogamatte,
weil sie sich mehr bewegen wollen.
Sondern weil der Körper schmerzt, steif ist oder ständig angespannt wirkt.
Und das Spannende:
Chronische Spannung entsteht sehr oft nicht primär in den Muskeln,
sondern als Reaktion auf Stress, Überlastung und ein dauerhaft aktiviertes Nervensystem.
Woher kommt sie?
• Dauerhafter Alarmmodus („Ich muss funktionieren“, „Ich darf nicht versagen“)
• Stress, Druck und emotionale Überlastung
• Erfahrungen, in denen Sicherheit gefehlt hat
Der Körper lernt:
- Lieber anspannen als loslassen
- Lieber bereit sein als überrascht werden
Körpersignale verstehen
Schmerzen, flacher Atem, verspannte Schultern, keine Feinde, sondern Informationen:
• „Ich bin in Bereitschaft, obwohl keine akute Gefahr besteht.“
• „Ich fühle mich nicht sicher genug, um loszulassen.“
Frage dich also:
„Warum muss mein Körper sich ständig schützen?“
Wie Yoga helfen kann?
Yoga wirkt nicht durch perfekte Asanas oder Leistungsziele.
Es hilft, weil es:
• das Nervensystem beruhigt
• Sicherheit im Körper wieder erfahrbar macht
• Spannung früh sichtbar macht
• ein neues Körpergefühl ermöglicht: Bewegen ohne Zwang und Schmerz
Sanfte, bewusste Bewegung vermittelt dem Körper:
- Ich muss nicht dauerhaft angespannt sein
- Ich kann loslassen und bin trotzdem sicher
Praktischer Impuls für heute
1️⃣ Kurz innehalten
2️⃣ Spüren, wo Spannung noch sitzt
3️⃣ Fragen: „Was passiert, wenn ich diese Spannung um 10 % loslasse?“
Kleine Schritte, große Wirkung.
Kurze Frage
Wie gut spürt ihr die Signale eures Körpers im Alltag?
Teilt eure Gedanken oder Erfahrungen in den Kommentaren.
Foto
Guido Hirzmann