27/05/2026
Wie sieht moderne Krebstherapie eigentlich aus, wenn klassische Bestrahlung an ihre Grenzen kommt?
In der Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Augsburg wird Strahlung gezielt eingesetzt, um Krankheiten sichtbar zu machen und Therapien möglich zu machen, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären.
Prof. Dr. Lapa, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am UKA, erklärt den entscheidenden Unterschied zur klassischen Radiologie: Während dort von außen in den Körper „geschaut“ wird, arbeitet die Nuklearmedizin von innen heraus. So können bestimmte Stoffwechselprozesse sichtbar gemacht werden.
Gerade bei Prostatakarzinomen eröffnet das neue Möglichkeiten. Über sogenannte PSMA-Therapien können selbst Metastasen behandelt werden, die so tief liegen, dass eine herkömmliche Strahlentherapie kaum noch sinnvoll möglich ist. Die Therapie erfolgt meist über eine Infusion und ist für viele Patienten deutlich verträglicher, als man es bei dem Begriff „Strahlentherapie“ erwarten würde.
Besonders bemerkenswert: Die Wirkung dieser Therapie ist nicht bloß Hoffnung oder Zukunftsmusik. Große internationale Studien zeigen inzwischen klar, dass sie das Leben von Patienten verlängern kann.
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