16/02/2026
Orthomolekulare Medizin wird oft mit schnellen Lösungen oder einzelnen Präparaten verbunden.
Dabei geht ihr eigentlicher Wert weit darüber hinaus. Für mich ist sie kein isoliertes Konzept, sondern ein Teil eines größeren Zusammenhangs.
Unser Körper ist täglich auf zahlreiche Mikronährstoffe angewiesen. Sie sind beteiligt an Stoffwechselprozessen, Energiegewinnung, Regulation und Anpassung.
Doch wie gut diese Prozesse funktionieren, hängt nicht nur davon ab, was vorhanden ist – sondern auch davon, wie der Körper es nutzt.
In meiner Praxis verstehe ich orthomolekulare Medizin deshalb nicht als pauschale Empfehlung, sondern als individuelle Betrachtung:
Welche Belastungen bestehen aktuell?
Wie ist der Alltag strukturiert?
Gibt es Phasen erhöhter Anforderungen oder Erschöpfung?
Welche Laborwerte können Orientierung geben?
Mikronährstoffe sind keine „Wundermittel“.
Sie können jedoch Hinweise liefern und Prozesse begleiten, wenn sie sinnvoll eingeordnet werden.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen ungezielter Einnahme und bewusster Begleitung.
Orthomolekulare Medizin bedeutet für mich, Ressourcen sichtbar zu machen, statt Symptome zu überdecken. Sie ergänzt Gespräche, Diagnostik und Lebensstilbetrachtung – ersetzt sie aber nicht.
Gesundheit entsteht nicht durch einzelne Substanzen.
Sie entsteht durch Verständnis, Balance und ein stimmiges Gesamtkonzept.