03/01/2026
Kein Futter in den Wald bringen
Meine Beiträge haben letzte Woche echt viele und vermehrt positive Reaktionen erhalten! Ich danke euch allen für euren Support! 🎉
Das nehme ich zum Anlass, über weiteres, mir wichtiges Thema zu schreiben:
Kein Futter in den Wald bringen
Nach meinen letzten beiden Post über Weihnachtsschmuck, Wichteltüren und anderen Deko- Krams sind mehrfach die Ideen aufgeflammt, Futter in den Wald zu bringen.
Das wurde vielfach sogar als sehr sinnvoll beurteilt.
Auch das sehe ich sehr kritisch und möchte das hier erläutern.
Bitte keine Nahrung in den Wald bringen. Auch keine Möhren und Früchte oder Dekokrams an Bindfäden an Bäume hängen.
Bindfäden und Schnüre können eine Gefahr für alle Waldbewohner sein.
Streufutter, Vogelfutter und erst Recht Meisenknödel sind ebenfalls Tabu.
Meisenknödel mit Netzen sowieso.
Warum?
Wildtiere müssen vor falscher Nahrung geschützt werden. Wer kennt sich schon richtig gut aus, welche Tierarten im Wald heimisch sind und vor allem, was für sie gut und vertraglich ist? Ich nicht.
Ein weit verbreitetes Negativ- Beispiel ist das beliebte Füttern mit altem Brot. Die Tiere (Wasservögel, Tauben und andere Säugetiere) fressen es und Schäden dadurch ihre Gesundheit.
So kann das auch durch gut gemeint es Futter passieren.
Angefütterte Tiere verlieren oft die Scheu vor Menschen und suchen dadurch womöglich häufiger die Nähe zu städtischen Gebieten.
Das wiederum kann zu weiteren Problemen führen.
In manchen Bundesländern oder Regionen ist das Ausbringen von Futter sogar eine Ordnungswidrigkeit und kann unter Umständen mit einem Bußgeld geahndet werden.
Und das aus gutem Grund:
An gut besuchten Futterstellen können Krankheiten zwischen Wildtieren oder auch auf Nutztiere übertragen werden.
So angelockte Wildtiere schälen Rinde von Bäumen, verbeißen junge Triebe, beschädigen Wege und Böden und schaden so dem Wald.
Vielleicht wäre das genau an der vom Laien ausgesuchten Futter-Stelle super unangebracht.
Solche Fütterungen stören die natürliche Selektion und den natürlichen Kreislauf, da auch schwache Tiere überleben, die unter normalen Bedingungen sterben würden.
Das kann zu weiteren Erbschäden in den Folgegenerationen führen und auch zusätzliche Schäden im Forst und Flur verursachen.
Bei herkömmlichem Streu- und Vogelfutter fällt oft ein Teil der Samen zu Boden und kann dort keimen, was zur Verbreitung invasiven Pflanzen führen kann. Das hat schwerwiegende Folgen für die heimische Flora und Fauna.
Ich könnte noch einige weitere Gründe nennen, aber mit sagt man oft nach, dass ich zu lange Texte poste.
Also: Ich bin mir sicher, dass solche Aktionen fast immer gut gemeint sind.
Aber gut gemeint ist oft zu kurz gedacht und nicht immer gut gemacht.
Auch wenn es schwer fällt:
Wer den Wald und die Natur mag und sie unterstützen möchte, bringt NICHTS in den Wald oder in die Natur.
Das ist meine bescheidene Meinung hierzu.
Liebe Grüße Klaus
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