11/02/2019
Hashimoto- Thyreoditis
„Gesund macht schlank“ Das Stoffwechselprogramm…
Fallbeispiel Sabine:
Seit Monaten schon fühlte sich Sabine 34 J. nicht wohl in ihrer Haut. Sie hatte nach der Geburt von Henri 40 Kg zugenommen. Überhaupt schwanger zu werden, bei ihrem unregelmäßigen Zyklus, grenzte an ein Wunder. Das hätte sie ihrem Körper gar nicht zugetraut und vielleicht lief deshalb die Schwangerschaft alles andere als rosig. Ständig diese Übelkeit. Als diese nachließ setzten leichte Schmierblutungen ein. Dadurch musste sie die meiste Zeit im Bett verbringen. Dadurch dass sie nun ihren Tag auf der Couch verbrachte, sie sich alle möglichen Gedanken machte, entwickelte sie extreme Gelüste und stand jetzt mit 40 Kg Übergewicht am Rande der Verzweiflung. Bleiernde Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Wassereinlagerungen, eine depressive Grundhaltung, und diese plötzliche Unruhe, ja Angst, beunruhigten sie. Sie wachte oft in der Nacht schweißgebadet auf, ihr Herz klopfte bis zum Anschlag.
Das Bernd das alles so liebevoll mitmachte! Sie hasste sich Selbst dafür. Warum konnte sie nicht einfach glücklich und zufrieden sein? Auf anraten ihrer Gynäkologin war sie schon bei ihrem Hausarzt gewesen, der sie durch checkte. Aber wie gewöhnlich nichts fand. „Das wird sich alles wieder einpendeln, wenn Sie sich an ihre neue Situation zuhause gewöhnt haben, meinte er gönnerhaft!“
So kam Sabine zu mir;-)
Wichtig: Es geht hier nicht darum, dass Sabine einfach mal ein bisschen abspeckte und dann mit ordentlich weniger Kilos aus meiner Praxis spaziert. Sabine war eine sehr unglückliche Frau, deren Körper schon vor der Schwangerschaft reichlich Symptome angezeigt hatte, die gründlich unter den Teppich gekehrt wurden. Die Gewichtszunahme war nur eines von vielen anderen Symptomen und zeigte einen ordentlich aus den Fugen geratenen Körper an.
Um mir einen Überblick über ihre körperliche Situation zu verschaffen, nahm ich erst einmal einen Blutstatus ab. Nicht nur so ein paar oberflächliche Werte. Ich schaute genau, wägte unterschiedliche körperliche Anzeichen ab. Während diesen Aktes beginnen die meisten Patienten schon von ganz allein zu erzählen wo der Schuh noch so drückt. Sie bekam als Hausaufgabe mit, sich und ihre Gedanken zu beobachten, sie aufzuschreiben und beim nä Mal wieder mitzubringen.
Die Blutergebnisse zeigten, dass eben nix „Okay“ war!
Ein fetter Eisenmangel mit sämtlichen anderen Mangelgeschichten, Hormonverschiebungen, Darmentzündungen, ua Hashimoto- Thyreditis: eine Autoimmunkrankheit in der das Immunsystem systematisch die Schilddrüse schreddert!
Mein Vorgehen war, dass wir für Sabine laut dem Stoffwechselprogramm „ Gesund macht schlank“ einen ganz individuellen Ernährungsplan erstellen mussten. Dieser wird von ihrer bisherigen Ernährung, ihrem tgl. Verbrauch usw. abgeleitet. So konnten wir es schaffen, ohne Stress, ganz in Ruhe, ihren Körper an eine hochwertige Kost zu gewöhnen.
Die fehlenden Stoffe im Blutbild füllten wir kurzzeitig durch eine hochwertige Ergänzung auf. Aber nur damit es Sabine erst einmal besser ging. Denn jedes noch so gute Nahrungsergänzungsmittel enthält fast immer irgendwelche chemischen Bindemittel, Füllstoffe, Plastik. Sabine musste durch ihren „ Schritt für Schritt“ Plan vor allem an ihren Gewohnheiten und Überzeugungen arbeiten. Lernte sich genaustens im Alltag zu beobachten. Wichtig ist auch immer eine körperliche Entgiftung einzuleiten.
3 Monate später betritt Sabine erneut meine Praxis und es geht ihr so was von besser. 11 Kilo hat sie schon abgenommen, ohne auf irgendwas zu verzichten. Alles in kleinen Schritten. An ihren Hausaufgaben ist sie dran. Auch wenn es sich oft falsch anfühlte, ihr jahrelang antrainiertes Verhalten, durch neue Gewohnheiten zu ersetzen. Sie sich oft vorkam, als lüge sie sich in die eigene Tasche. Sie gab nicht auf! Eine erneute Blutabnahme zeigte, dass die Antikörper auf einem normalen Stand waren und das sich auch die Schilddrüsenwerte erholt hatten. Ich war so begeistert;-)
Noch einmal hier in aller Deutlichkeit! Es geht nicht um die Einnahme irgendwelcher Substanzen. Diese dienen zum Therapiebeginn nur als Krücken. Es macht bei vielen Erkrankungen auch Sinn übergangsweise Medikamente einzunehmen. Wird aber niemals allein die Lösung darstellen.
Sabine musste hauptsächlich an ihrem Denken arbeiten und eingefahrene, feste Verhaltensweisen, durch neue ersetzen, damit sie sich anders fühlen konnte. Damit gaben wir ihren Zellen ein Signal mit der Regulation zu starten, aus dem Überlebensmodus auszusteigen.
8 Monate später: Sabine fühlt sich wie ein neuer Mensch. Ja, ist sie in gewisser Weise auch. Denn sie strahlt, als sie meine Räume betritt. Sabine sieht sich heute als wertvollen, liebenswerten, glücklichen Mensch. Sie hat aufgehört da draußen nach irgendetwas zu suchen. Sie erlaubt sich heute einfach ihr Leben zu genießen. Das war eine Entscheidung, sagt sie.
Entgiftungsmaßnahmen macht sie weiterhin nach Gefühl. Tun ihr einfach gut, vor allem nach Einladungen, wenn sie sich mal nicht an ihren Ernährungsplan halten konnte. Warum sollten wir heute noch eine Blutentnahme machen??? Ich habe ein super gutes Gefühl und sehe keinen Grund.
Wichtig an dieser Geschichte ist: Es ist egal ob es die Ernährung, Stress, schlechte Gedanken/ Beziehungen usw sind. Alles was wir in unseren Körper rein geben, muss dieser verarbeiten und wieder hinaus befördern. Und wird das zu viel, dann kollabiert das System und Symptome treten auf. Nun muss man sich einfach die Frage stellen: Warum tue ich mir das tagtäglich an??? Wo ich doch merke, dass es mir schadet??? Da liegt oft der Hund begraben! Kein Medikament wird es richten können, einen Körper zu heilen. Dienen diese doch eher dazu, das Symptom zu unterdrücken. Kurzzeitig Heilung vorzugaukeln.
Ich bin sehr froh über Menschen die die Verantwortung für Leben nicht irgendeinem Arzt oder Heilpraktiker übergeben. Frei nach dem Motto: Mach mal! Sondern mit kleinen Schritten da ansetzten, wo es „Scheiße“ weh tut. Das ist für mich so ein beglückendes Gefühl, wofür ich sehr dankbar bin! Einfach der schönste Beruf der Welt;-)
Vielleicht hängst du auch gerade fest? Und weißt NULL wo du beginnen sollst?
Fang doch einfach wie Sabine mit kleinen, feinen Schritten an. Beobachte, was es so am Tag in dir denkt! Was dich stresst?
Stelle dir dann die Fragen:
- Wird mein Leben durch diese Gedanken besser oder schlechter?
- Möchte ich meine wertvolle Energie daran verschwenden?
Ich wünsche dir viele Erkenntnisse über dich;-) und im Anschluss die Fähigkeit weit über dich hinauszuwachsen;-)
Anika Tanck