01/02/2026
Wenn Helfer sich selbst vergessen
Gestern hatte ich einen Krisendienst-Einsatz bei einer professionellen Helferin.
Eine Frau mit viel Wissen, Erfahrung und Verantwortung – und gleichzeitig mit einer psychischen Erkrankung, die sie allein mit sich trägt.
Gerade Menschen in helfenden Berufen sind es gewohnt, stark zu sein. Zu halten. Für andere da zu sein. Die eigenen Warnsignale werden dabei oft überhört oder klein geredet:
„Ich kenne das ja“
„Das bekomme ich schon selbst hin“
„Andere brauchen Hilfe dringender als ich.“
Doch Wissen ersetzt keine Begleitung.
Selbstreflexion ersetzt keine Unterstützung.
Sich Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Selbstfürsorge – und von Verantwortung. Für sich selbst und für die Menschen, die wir begleiten.
Dieser Post ist eine Erinnerung:
Auch Helfer dürfen müde sein. Auch Helfer dürfen Unterstützung annehmen.
Niemand muss da alleine durch.
Du bist es wert!
www.johannes-behrens.de