11/05/2025
Es wird immer offensichtlicher, wie (neue) Medikamente eingebracht werden. Die so sehr angepriesenen Lebensretter haben so viele Einschränkungen, dass wirklich jeder abwägen muss, ob es den Aufwand und die Gefahr der Nebenwirkungen wert ist. Abgesehen von dem Aufwand und Belastung der häufigen Kontroll - MRT - Untersuchungen, die notwendig sein sollen, um eine Hirnblutung frühzeitig zu erkennen. (Eine der Nebenwirkungen.) Jetzt stell ich mir mal vor, etwas überspitzt:: Ich krieg das mit meinem neuen Fernseher nicht allein hin, gehe zum Arzt, und sage ihm das. Er meldet mich zur Abklärung im Demenzzentrum an. Die Uhr kann ich noch malen, aber muss gestehen, dass ich mich letztens im Verkehr mal verfahren habe. Da war zwar eine Baustelle und hinter mir der hat gedrängelt, aber als ich dann noch sagte, dass ich die Steuererklärung auf den letzten Drücker mache, da waren alle wichtigen Parameter beisammen. Er riet mir, das neue Lecanemab alle 2 Wochen Infundiert zu bekommen. Dazu müsste ich dann - ich arbeite noch - jedoch einen Tag frei oder krank machen.
Alle 3 Monate zum MRT, da doch recht häufig die Gefahr von Flüssigkeitsansammlungen oder Blutungen im Gehirn auftreten. Außerdem wirkt das nicht demenzabweisend, sondern nur aufschiebend. Aber das wäre es mir doch sicher wert?
Was er mich gar nicht fragte, sind meine Lebensumstände. Wie ich mich ernähre, schlafe, stressgeplagt, familiäre Situation, ....
Meine Bitte an alle, die mit dem Gedanken spielen, das neue Medikament bei Angehörigen oder sich selbst einzusetzen:
Lest meinen Blogbeitrag über Demenz, ob es genetisch bedingt ist oder erworben, welche Ursachen eine Demenz auslösen können. (etwas runterscrollen).
Das ist ein Jahrzehnte langer Prozess, den jeder beeinflusst. Die genetisch bedingte Demenz ist sehr gering.
https://ruth-fenske.de/category/blog/