23/02/2026
Warum du mit Hashimoto und in den Wechseljahren ein „dünnes Nervenkostüm“ hast – und dich jedes Geräusch belastet
Das ist kein Zicken-Alarm.�Das ist Neurobiologie.
Chronische Entzündung und hormonelle Umbruchphase auf Kollisionskurs!
�Beides trifft sich im gleichen System: Gehirn und Stressachse.
Was passiert biochemisch?
📍Schilddrüsenhormone regulieren Neurotransmitter.�T3 beeinflusst Serotonin, Dopamin und GABA.�Bei Dysregulation sinkt die GABAerge Bremse – das Nervensystem wird leichter erregbar.
📍Chronische Entzündung erhöht Zytokine.�Interleukin-6, TNF-alpha & Co. aktivieren Mikroglia im Gehirn.�Diese setzen vermehrt Glutamat frei – unser wichtigster exzitatorischer Botenstoff.
Mehr Glutamat + weniger GABA =�Übererregbarkeit.
Das Gehirn filtert Reize schlechter.�Geräusche kommen „ungefiltert“ an.
📍Östrogen wirkt normalerweise neuroprotektiv.�Es stabilisiert Synapsen, unterstützt Serotonin und moduliert die Stressachse.�In den Wechseljahren fällt diese Schutzwirkung weg.
Die Folge:�Die Amygdala reagiert schneller, der Sympathikus springt früher an.
📍Cortisol-Dysbalance verschärft alles.�Hashimoto-Patientinnen leben oft in dauerhafter Stressaktivierung.�Zu viel oder zu wenig Cortisol verändert die Reizschwelle im Gehirn.
‼️Das Ergebnis spürst du so:�– Geräusche sind „zu laut“�– Licht ist greller�– Gespräche strengen schneller an�– Reizbarkeit steigt�– Rückzug wird notwendig
Das ist kein Charakterthema.�Das ist eine Kombination aus:
• Neuroinflammation�• Neurotransmitterverschiebung�• Hormonabfall�• Stressachsen-Dysregulation
📍Dein Nervensystem läuft im Hochsensibilitätsmodus.
Und genau deshalb reicht „Reiß dich zusammen“ nicht.
Regulation braucht:�Stabilisierung der Schilddrüse.�Entzündungsreduktion.�Stressachsen-Balance.�Und manchmal auch bewusste Reizreduktion.
Du bist nicht überempfindlich.�Dein System ist überlastet.