07/01/2026
Wenn der Mund schweigt, spricht der Körper
Wir denken das eine und sagen das andere. Wir fühlen etwas und handeln dagegen. Nicht aus Unaufrichtigkeit, sondern aus Angst vor Ablehnung, vor Verlassenwerden, vor Kritik, Urteil, Gesichtsverlust.
Und so verlieren wir die Verbindung zu uns selbst.
Die innere Kohärenz bricht.
Der Preis dafür ist hoch.
Der Körper schreit, wenn der Mund schweigt.
Was keine Worte findet, sucht sich einen anderen Weg.
Es wird Schmerz. Es wird Symptom. Es wird Krankheit, und
Krankheit ist kein Zufall.
Sie ist eine Botschaft der Seele.
Ein Stau aus Emotionen, ein innerer Konflikt, der zu lange ignoriert wurde.
Der Körper meldet sich, wenn wir nicht mehr zuhören, nicht um uns zu bestrafen, sondern um uns zu warnen.
Und vielleicht auch, um uns zurück auf einen stimmigeren Weg zu führen.
Viele Krankheiten haben einen emotionalen Ursprung.
Unverarbeitete Gefühle, unterdrückte Wahrheiten, alte Glaubenssätze, die unser Leben enger machen, als es sein müsste.
Je nach innerem Konflikt reagiert ein anderes Organ.
Nicht zufällig, sondern symbolisch.
Wenn wir lernen, auf unseren Körper zu hören, lernen wir auch, seine Sprache zu lesen.
Die Geschlechtsorgane stehen für die Erde, für den Samen, für Verwurzelung.
Der Bauch für das Wasser, für Bindung und Emotion.
Der Magen für das Feuer, für das, was brennt und verdaut werden will.
Die Brust für die Luft, für Atmung, Raum, Freiheit.
Die Kehle für den Geist, für Stimme, Ausdruck, Wahrheit.
Der Kopf für den Himmel, für Verbindung, Sinn, Weite.
Wir sind Energie in Bewegung.
Deshalb haben wir Wärme.
Deshalb brauchen wir Nahrung, Wasser, Schlaf, Nähe.
Alles im Universum ist Energie, auch wir.
Emotionen, die nicht ausgedrückt werden, verschwinden nicht.
Sie ziehen sich zurück.
Sie verdichten sich.
Und irgendwann sprechen sie durch den Körper.
Schmerz ist ein Signal.
Ein leises oder lautes „Schau hin“.
Nicht alles, was wir ändern müssen, liegt im Außen.
Oft sind es Gedanken, Muster, innere Überzeugungen, die längst überholt sind.
Der Körper lügt nicht.
Er erinnert uns daran, wer wir sind,
wenn wir uns selbst vergessen haben.
Netzfund