29/11/2025
Wusstest Du, dass eine Wiederbelebungsmaßnahme bei Kindern anders abläuft als bei Erwachsenen? Zuerst werden Atmung, Kreislauf, neurologische Defizite und die Umgebung, in der sich der Patient befindet, überprüft. Dann gilt zuerst: Fünf Atemspenden geben (vorher den Mund öffnen, befinden sich Gegenstände darin, entfernen, Kopf leicht überstrecken – außer bei Babys: Kinder unter einem Jahr in neutraler Position lagern). Erst nach den fünf Atemspenden ist dann eine Herzdruckmassage dran.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – deshalb ist es wichtig, die Besonderheiten im Notfall zu kennen. Das lernte jetzt ein multiprofessionelles Team der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth in einer Notfallschulung. Die beiden Kinder-Notfallmediziner Dr. Thomas Hoppen und Dr. Martin Schwenger und Carsten zu Pulitz von der Bundeswehr, die extra für die KJP von Koblenz nach Bayreuth gekommen waren, erläuterten Pflegekräften, Psychiatern, Psychologen, Sozialpädagogen, Therapeuten der KJP, die sich einen Tag lang freiwillig weiterbildeten, die Besonderheiten bei Notfällen von Kindern. Trainiert wurde außerdem, im Team zu arbeiten und die Beteiligten lernten, wie wichtig Absprachen im Team sind. Das Training wurde über ein Team und einen Simulator geführt – um den Teilnehmenden mehr Kompetenz und Sicherheit im Umgang mit Patienten zu vermitteln. In multiprofessionellen Kleingruppen wurde an zwei PC-gesteuerten Simulationen und verschiedenen Reanimationsdummis (vom Säugling bis zum Adoleszenten) der Ernstfall geprobt. Dabei wurden Szenarien wie Herz-Kreislauf-Versagen mit der Notwendigkeit einer Elektroschocktherapie oder Erstickungsgefahr nachgestellt. Großen Wert legten die Teilnehmer auf die perfekte Anwendung der Masken-Beutel-Beatmung. Besonderer Höhepunkt der Schulung war Theorie und Praxis des Crew Resources Managements – Carsten zu Pulitz bot hier mit rhetorischem Geschick zielführende Problemlösungsstrategien bei Notfällen.
Die Kernbotschaft des Tages, die jeder mit nach Hause nahm: Jeder kann helfen.
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