27/05/2026
Seit vielen Jahren arbeitet die Lehranstalt für Fischerei des Bezirks Oberfranken in Aufseß daran, die stark gefährdete Äsche in heimischen Gewässern zu erhalten und die Bestände zu stärken.
Doch bei der diesjährigen Befischung der Wiesent konnten erstmals kaum noch ausreichend Laichfische gefunden werden. Als Ursache nennen die Experten vor allem starke Kormoraneinfälle entlang der Flüsse im vergangenen strengen Winter.
Die Folgen sind dramatisch: In betroffenen Gewässerabschnitten wurden Verluste von nahezu 95 % beim Äschenbestand festgestellt.
Dabei gab es erst im vergangenen Jahr einen wichtigen Erfolg: Rund 12.000 junge Äschen konnten zur Stärkung der Bestände in oberfränkischen Gewässern ausgesetzt werden.
„Artenhilfsprogramme sind ein wichtiger Baustein für den Erhalt gefährdeter Fischarten in unseren oberfränkischen Gewässern“, erklärt Bezirkstagspräsident Henry Schramm.
Die Fachberatung für Fischerei fordert nun unter anderem die Fortführung der Kormoranverordnung und weitere Schutzmaßnahmen für bedrohte Fischarten.
🐠 Wusstet ihr, dass der Bezirk Oberfranken eigene Artenhilfsprogramme für heimische Fischarten betreibt?