08/01/2026
Viele Menschen verbinden mit einem Notfall akute Lebensgefahr. In der Hospiz- und Palliativversorgung ist das anders. Wir sprechen von Notfällen, wenn Symptome plötzlich sehr stark auftreten oder sich schnell verschlechtern. Ziel ist dann nicht Lebensverlängerung um jeden Preis, sondern schnelle Linderung.
Solche Situationen können zum Beispiel sein:
🔸starke Schmerzen
🔸akute Atemnot, oft verbunden mit großer Angst
🔸epileptische Krampfanfälle
In diesen Momenten ist es entscheidend, ruhig und handlungsfähig zu sein.
Im stationären Hospiz gibt es deshalb in jedem Zimmer eine Notfallbox. Sie enthält unter anderem Spritzen, Kanülen und schnell wirksame Medikamente, die im Ernstfall sofort eingesetzt werden können. Unsere Pflegekräfte sind fast alle Palliative-Care-Fachkräfte und auf solche Situationen vorbereitet. Sie wissen, was zu tun ist – ruhig, professionell und mit Blick auf den Menschen.
Auch Menschen, die zu Hause palliativ versorgt werden, haben in der Regel Notfallmedikamente. Zusätzlich sind die Kolleginnen und Kollegen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) rund um die Uhr in Rufbereitschaft.
Palliativversorgung heißt:
🔸Symptome ernst nehmen.
🔸Angst lindern.
🔸Niemanden allein lassen.
Foto von Mateusz Wacławek auf Unsplash