Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung

Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung Trauer braucht eine Heimat. Trauernde brauchen keine Therapie. Und Heimat. Lesen Sie mehr unter www.puetz-roth.de. Oder sprechen Sie uns an. Jederzeit.

Trauer ist Liebe
Trauer braucht eine Heimat 🏡
Bestattungshaus und menschliche Begleitung


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Kabarett In der Trauer hilft uns am besten, was auch in anderen schwierigen Situationen gut tut: Gemeinschaft, Nähe, Vertrauen, Liebe.

Talk about Tod - Episode 42 Was hilft gegen die Angst vor dem Tod, Frau Knöllinger?Die Angst vor dem Tod gehört zum Mens...
28/04/2026

Talk about Tod - Episode 42

Was hilft gegen die Angst vor dem Tod, Frau Knöllinger?

Die Angst vor dem Tod gehört zum Menschsein dazu, und doch sprechen wir selten offen darüber. Claudia Knöllinger ist Diplom-Psychologin, hat im Hospiz gearbeitet und ist dem Tod auch persönlich schon sehr nahe gekommen. Vor 20 Jahren verlor sie ihr Kind durch eine schwere Schwangerschaftskomplikation und wäre selbst beinahe gestorben.
In ihrem Buch „Du bist nicht allein mit der Angst vor dem Tod“ sammelt sie Perspektiven von Menschen unterschiedlicher Religionen, Berufe und Lebenswelten. Ein ruhiges, ehrliches Gespräch über eine Angst, die viele in sich tragen – oft völlig allein.

Hier geht’s zur Folge:
https://www.puetz-roth.de/episode-42-was-hilft-gegen-die-angst-vor-dem-tod-frau-knoellinger/

„Friedhofsführung St. Laurentius Bergisch Gladbach- ein Stück Stadtgeschichte“ - in Kooperation mit dem kath. Bildungswe...
10/04/2026

„Friedhofsführung St. Laurentius Bergisch Gladbach- ein Stück Stadtgeschichte“ - in Kooperation mit dem kath. Bildungswerk Bergisch Gladbach

📅 Samstag 25.April 2026
🕞14:30 Uhr bis 16:00 Uhr
📍Haupteingang Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach

Stadtführerin Roswitha Wirtz führt gemeinsam mit Ulrike Ochoiski und David Roth über den Friedhof St. Laurentius in Bergisch Gladbach

Auf diesem Rundgang gibt es nicht nur Natur zu erleben, sondern viel über unsere Sitten, Gebräuche und unsere Bergisch Gladbacher Geschichte zu erfahren.

Priester, Nonnen, Bürgermeister, Kriegsopfer, berühmte und weniger bekannte Menschen haben dort ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auf dem gemeinsamen Spaziergang werden Einzelne ihre Lebensgeschichte verraten lassen.

“Vor etlichen Jahren habe ich die Ausbildung zur Kultur- und Landschaftsführerin im Bergischen Land absolviert, besser gesagt begonnen. Denn es gibt immer wieder etwas Neues, Interessantes für mich zu lernen. Vor ein paar Jahren hat mich unser Bürgermeister als Stadtführerin begrüßt und seitdem greife ich immer mehr Themenspaziergänge auf.” -Martina Wirtz

Teilnahmegebühr: 9,00 EUR

Anmeldungen erbeten über das Katholische Bildungswerk Bergisch Gladbach
per Mail an rohde@bildungswerk-gladbach.de oder telefonisch unter 02202-93639-50

Talk about Tod - Staffel 3 Episode  #41Werden Tote im Netz zu Content, Frau El Ouassil?Was passiert mit unseren digitale...
09/04/2026

Talk about Tod - Staffel 3 Episode #41

Werden Tote im Netz zu Content, Frau El Ouassil?

Was passiert mit unseren digitalen Spuren, wenn wir sterben? Und was macht es mit uns, wenn Profile von Verstorbenen bleiben – oder sogar weiter „aktiv“ sind? In dieser Folge sprechen wir mit der Autorin und KolumnistinSamira El Ouassil über digitale Trauer: über Gedenkseiten, Social-Media-Profile, Online-Trauergruppen und virtuelle Trauerfeiern. Außerdem blicken wir auf eine neue Branche, die an der Trauer verdient, von „Grief-Tech“ bis zu KI-Avataren Verstorbener. Es geht um die Frage, wo digitale Angebote helfen, verbunden zu bleiben und ab wann Tote im Netz vor allem eines werden: Content.

Hier geht’s zur Folge:
https://www.puetz-roth.de/episode-41-werden-tote-im-netz-zu-content-frau-el-ouassil/

📸©️Stefan Klüter

„Swinging Ladies + 2“ - Jazz-Abend – Vier Top-Musiker aus vier Ländern und drei Kontinenten!📅 Mittwoch 29. April 2026🕖 1...
07/04/2026

„Swinging Ladies + 2“ - Jazz-Abend – Vier Top-Musiker aus vier Ländern und drei Kontinenten!

📅 Mittwoch 29. April 2026
🕖 19:00 - 21:00 Uhr
🏡 Im Hause Pütz Roth, Kürtener Str. 10, 51465 Bergisch Gladbach

Der Burscheider Klarinettist und Saxofonist Engelbert Wrobel präsentiert zum wiederholten Male dieses weltweit einzigartig besetzte Quartett „Swingin‘ Ladies + 2″, mit zwei Meisterpianisten an einem Instrument und der charmanten Top-Bassistin und Sängerin Nicki Parrott.

Diese Musiker nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise ohne stilistische Grenzen. Sie scheuen sich nicht, Lieder aus verschiedenen Musiktraditionen zu spielen, immer darauf bedacht, ihr Publikum zu überraschen und auf höchstem musikalischem Niveau zu unterhalten. So reicht das Repertoire von Swing, Blues und Boogie-Woogie, über Mambo und Tango bis hin zu Pop-Klassikern. Ein Vergnügen und ein „Muss” (nicht nur) für alle Jazzliebhaber.

Besetzung:
Engelbert Wrobel (D, Klarinette, Saxofon)
Stephanie Trick (USA, Piano)
Paolo Alderighi (I, Piano)
Nicki Parrott (AUS, Kontrabass, Gesang)

🎫 € 22,00

Die Eintrittskarten sind online buchbar. Bei Fragen zu den Online-Buchungen können Sie sich natürlich gerne bei uns melden. Selbstverständlich können Sie Ihre Karten auch weiterhin telefonisch oder in unserem Hause erhalten. Für den Druck von physischen

Talk about Tod - Staffel 3 Epsiode 40Warum kommt Aufgeben für Sie nicht infrage, Herr Professor Voltz?Raymond Voltz ist ...
27/03/2026

Talk about Tod - Staffel 3 Epsiode 40

Warum kommt Aufgeben für Sie nicht infrage, Herr Professor Voltz?

Raymond Voltz ist Palliativmediziner und leitet das Zentrum für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Köln. Er arbeitet täglich mit schwer kranken und sterbenden Menschen. Viele denken bei Palliativmedizin an „Aufgeben“ – doch das Gegenteil ist der Fall. Wir sprechen mit ihm darüber, was Palliativmedizin leisten kann, warum wir als Gesellschaft das Thema lieber meiden und was sich ändern müsste, damit Sterben weniger Angst macht. Ein Gespräch über Schmerz, Würde und die Frage, wie wir dem Tod begegnen wollen.

Hier geht’s zur Folge:

https://www.puetz-roth.de/episode-40-warum-kommt-aufgeben-fuer-sie-nicht-infrage-herr-professor-voltz/

“Meditative Spielaktion – “Miteinander und Füreinander”im Haus und den Gärten Pütz-Roth – mit Gerd J. Pohl – Künstler, P...
20/03/2026

“Meditative Spielaktion – “Miteinander und Füreinander”
im Haus und den Gärten Pütz-Roth – mit Gerd J. Pohl – Künstler, Pädagoge, Puppenspieler

📅 Montag 20.April 2026

Gerd J. Pohl (Jahrgang 1970) freischaffender Künstler, gelernter Erzieher und seit 2009 Leiter des „Theaters im Puppenpavillon“ in Bensberg – ist wieder für einige Wochen im Hause Pütz-Roth in Bergisch Gladbach.

Unsere meditativen Spiel- und Theateraktionen haben eine lange Tradition, die wir auch im Frühjahr und Sommer 2026 fortführen wollen. Denn unser Haus der menschlichen Begleitung, unser Kinderhaus „Villa Trauerbunt“ und unsere kunstreichen Gärten und Wälder bieten vielfältige Möglichkeiten, die Dinge einmal „auf den Kopf zu stellen“, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und so neue, ungeahnte Überraschungen zu erleben. Dinge, die nur dann hörbar, sichtbar, spürbar werden, wenn man still wird, wenn man sich nicht ablenken lässt und den Blick ganz intensiv auf sich selbst und seine direkte Umgebung richtet. Im Alltag ist das oft schwierig, aber bei uns lässt sich das sehr gut einüben.

Auch dieses Jahr will die meditative Spielaktion “Miteinander und Füreinander” genau dazu einladen: Begegnungen mit leisen und langsam erzählten Geschichten, mit ungewöhnlichen Klängen, mit Kunst und Natur, Begegnungen vor allem mit sich selbst und miteinander. Es sind “Lebensgeschichten”, die Gerd J. Pohl – Künstler, Pädagoge, Puppenspieler – auf vielfältige Art darzubieten versteht: Geschichten vom Miteinander und Füreinander, Geschichten von Wertschätzung und Achtsamkeit, manchmal auch Geschichten vom Abschied, der zum Leben halt dazugehört.

Der Eintritt ist frei.
Grundschul- und Vorschulklassen werden eingeladen! Grundschulen und Kitas, die in den letzten Jahren von uns keine Einladung erhalten haben und Interesse an dieser Spielaktion haben, können sich gerne bei uns melden, per E-Mail an info@puetz-roth.de oder Tel. 02202-9358 -157 oder -150.

Talk about Tod - Staffel 3 Episode 38Warum war Ihr Sohn undankbar, Herr Schulz?Was, wenn das eigene Kind vor einem geht?...
24/02/2026

Talk about Tod - Staffel 3 Episode 38

Warum war Ihr Sohn undankbar, Herr Schulz?

Was, wenn das eigene Kind vor einem geht? Wolfgang Schulz hat genau das erlebt. Sein Sohn Marcel starb mit 31 Jahren an den Folgen eines Hirntumors.

Über die anderthalb Jahre des Abschiednehmens, der Pflege und der unendlichen Nähe hat er einen Text mit dem Titel „Mein undankbarer Sohn“ geschrieben. Was wie ein Vorwurf klingt, ist in Wahrheit das größte Kompliment, das er seinem Sohn machen kann – ein Zeugnis für eine bedingungslose Liebe, die keine Dankesworte braucht.

Wir sprechen mit Wolfgang Schulz über den größten denkbaren Schmerz und die Suche nach einem Weg, weiterzuleben – ein Weg, der ihn bis ans Basecamp des Mount Everest führt.

Hier geht’s zur Folge:

https://www.puetz-roth.de/episode-38-warum-war-ihr-sohn-undankbar-herr-schulz/

Manchmal sind es die stillen Momente, die uns tief berühren, und manchmal ist es das Lachen in Gemeinschaft, das uns trä...
23/02/2026

Manchmal sind es die stillen Momente, die uns tief berühren, und manchmal ist es das Lachen in Gemeinschaft, das uns trägt. Beides hat seinen Platz – im Leben und in unserem neuen Veranstaltungsprogramm, das wir Ihnen heute vorstellen möchten.

Wir haben für Sie ein vielseitiges Programm zusammengestellt, das Raum für beides schafft: für die würdevolle Auseinandersetzung mit den ernsten Themen des Lebens wie Abschied, Tod und Trauer, aber auch für Momente der Freude und des unbeschwerten Beisammenseins. Freuen Sie sich auf ausgewählte Lesungen, berührende Vorträge und Seminare, die zum Nachdenken anregen und zugleich Kraft spenden.

Der Weg zu Ihrem Wunschtermin ist dabei ganz einfach: Buchen Sie Ihre Tickets bequem online, mit sofortiger Bestätigung und digitalem Ticket auf Ihrem Handy. Selbstverständlich sind wir auch weiterhin wie gewohnt telefonisch oder persönlich vor Ort für Ihre Ticketwünsche da. Bei Fragen, etwa zur Online-Buchung, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen.

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen und auf viele bereichernde Momente.

Herzlichst
Hanna Roth David Roth

Hier geht’s zum Veranstaltungsprogramm:

https://www.puetz-roth.de/wp-content/uploads/Veranstaltungsprogramm-2026.pdf

16/02/2026

Auch der Dauerregen konnte unserem kleinen Kinderkarnevalszug nicht die Stimmung nehmen! Wie jedes Jahr haben wir, trotz des bescheidenen Wetters, an Weiberfastnacht einen Karnevalszug für den AWO Waldkindergarten veranstaltet. Bei dem Einsatz, den unser Team geleistet hat, kam wirklich jeder in Karnevalsstimmung. 🍭🍬🥳

Talk about Tod - Staffel 3 Episode 37Darf man das Sterben zeigen, Gisela Getty?In ihrer Ausstellung Ashes to Rishikesh z...
12/02/2026

Talk about Tod - Staffel 3 Episode 37

Darf man das Sterben zeigen, Gisela Getty?

In ihrer Ausstellung Ashes to Rishikesh zeigt Gisela Getty Fotografien aus dem letzten Lebensjahr ihrer Zwillingsschwester Jutta Winkelmann (1949–2017). Jutta war lange an Krebs erkrankt und hat ihr Sterben bewusst erlebt. Gisela hat sie dabei begleitet – mit der Kamera, oft ganz schlicht mit dem iPhone, in stillen, intimen und verletzlichen Momenten.

Die Bilder sind nicht aus Sensationslust entstanden, sondern aus dem tiefen Bedürfnis heraus, etwas festzuhalten, das viele Menschen nicht sehen wollen oder können. Sie erzählen von Fürsorge, Angst, Liebe – und von dem Mut, hinzuschauen.

Klaus Reichert und David Roth sprechen in dieser Folge mit Gisela Getty über das Sichtbarmachen des Unsagbaren und über die Frage, was passiert, wenn wir aufhören wegzuschauen. Eine leise, eindringliche Folge über das Ende des Lebens – und darüber, was bleibt.

Hier geht’s zur Folge:
https://www.puetz-roth.de/episode-37-darf-man-das-sterben-zeigen-gisela-getty/

Foto © Gisela Getty

Es gibt Zeiten im Jahr, die uns nachdenklicher machen. Die stillen Winterwochen sind oft solch eine Zeit. Sie laden uns ...
09/02/2026

Es gibt Zeiten im Jahr, die uns nachdenklicher machen. Die stillen Winterwochen sind oft solch eine Zeit. Sie laden uns ein, innezuhalten und uns den großen Fragen des Lebens zuzuwenden – den Fragen nach Anfang und Ende, nach dem, was war, und dem, was bleibt.

Genau an diesem Punkt setzt Hanna Roth mit ihrem neuen Buch an, das für unsere Familie von besonderer Bedeutung ist: „Sterben Frauen anders?“

Es ist ein Buch über Erfahrungen, Lebenswege und Abschiede. Über Frauen, die ganz unterschiedlich gestorben sind. Hanna beschreibt, wie Frauen das Sterben erleben, wie sie Verantwortung übernehmen und Abschiedsrituale kreativ gestalten. Sie verbindet persönliche Begegnungen aus unserem Bestattungshaus mit kulturellen und wissenschaftlichen Perspektiven – von mexikanischen Totenfesten bis zu den Klageweibern in Griechenland. Prominente Biografien wie die von Amy Winehouse, Hannelore Kohl oder Queen Elizabeth II. stehen darin neben leisen, berührenden Geschichten von Menschen, die ihre Toten verabschiedet haben.

Der heutige Denkanstoß porträtiert eine der Frauen, deren berührende Geschichte auch im Buch einen Platz gefunden hat.
Hanna Roth stellt ihr neues Buch „Sterben Frauen anders?“ gerne im Rahmen einer Lesung bei Ihnen vor.

Herzliche Grüße

Hanna Roth & David Roth

Denkanstoß 66 - Katie hat keine Angst

„Du kommst wieder mal zu früh.“ Ein Satz, den ich seit Jahren kenne. Er gehört zu Tante Katie wie ihr Kräutertee, ihre Blechdose voller Kekse und dieses unverwüstliche Funkeln in ihren Augen. Katie ist hundert Jahre alt.

Ich klopfe nicht, wenn ich zu ihr komme. Sie hört schlecht, die Hörgeräte liegen regelmäßig in irgendeiner Schublade, meistens neben alten Rechnungen, Gummibärchen und einer Postkarte, die sie nicht mehr zuordnen kann. Also gehe ich hinein, wie immer. Und wie immer dreht sie langsam den Kopf und sagt ihren Satz: „Du kommst wieder mal zu früh.“ Dann lächelt sie. „Aber nur ein bisschen.“

Katie ist die Frau vom alten Büdchen, direkt neben unserer Schule. Der Geruch von Lakritze, Staub und Marlboro Light hängt bis heute in meinen Erinnerungen. Zu Katie ging man, wenn man Trost brauchte, eine Cola oder eine ordentliche Portion Klartext. Sie hatte für alles ein Gespür – und für die falschen Jungs erst recht. Wenn sie bei einem die Augen verdrehte, hätte man besser die Finger von ihm gelassen. Haben wir natürlich nicht.

Heute sitzt sie in ihrem Sessel am Fenster, die Hände auf der Decke gefaltet, und erzählt mir von Kowalsky, dem Mann ihres Lebens. „Einfach umgefallen, zack.“ Herzinfarkt. Männer sterben oft so. Schnell. Überraschend. Auch ein bisschen trotzig, als wollten sie der Welt beweisen, dass sie sich bis zuletzt nicht schonen müssen.

Frauen sterben anders. Nicht besser, nicht schlechter – anders.

Langsamer. Leiser. Häufig vergessen. Manchmal auch von sich selbst.

Statistiken nennen es Demenz, Alzheimer, Altersgebrechlichkeit. Ich nenne es: einen langsamen Rückzug. Und ja, zwei Drittel der Menschen mit Alzheimer sind Frauen. Weil sie älter werden, weil ihr Gedächtnis nicht immer mitkommt. Weil das Leben lang war. Und voll.

Katie aber ist noch da. Ganz da. Sie vergisst höchstens, wo sie den Keksteller hingestellt hat.

In dieser Hundertjährigen steckt mehr Gegenwart als in mancher Dreißigjährigen. Vielleicht liegt das an all dem, was sie überlebt hat. Die Nachkriegszeit, den Tod ihres Mannes, die Einsamkeit. Und trotzdem sitzt sie da, mit Tee und Humor, und sagt Sätze wie: „Ich hab den Tod ein paar Mal übersehen. Vielleicht war das mein größter Trick.“

Ein Trick, den nicht viele Menschen beherrschen. Ich sehe diese Menschen jede Woche. Ich kleide sie ein. Ich bereite sie vor. Ich begleite ihre Angehörigen.

Frauen leben länger – und sterben besser vorbereitet.

Nicht mit Checklisten. Nicht mit Formularen. Sondern mit all dem, was sie getragen haben: Kinder. Familie. Arbeit. Wut. Liebe. Verantwortung. Und diesen unzähligen unsichtbaren Aufgaben, von denen nie jemand spricht. Viele Frauen sterben mit einem Rest von „Was braucht ihr noch?“

Wir leben und sterben – kulturell, historisch, biografisch – auf zwei vertrauten, aber unterschiedlichen Wegen. Frauen gehen öfter zum Arzt. Männer zu spät. Sie sterben am Herzinfarkt oder Krebs. Frauen sterben an Demenz. An Brustkrebs. An Einsamkeit.

„Du weißt schon, was du mit mir machst, wenn’s so weit ist?“, sagt Katie.

Natürlich weiß ich das. Ich kenne jede Anweisung: ihr rotes Kleid. Der Lippenstift. Die kurze, klare Todesanzeige: „Sie war da, wenn man sie brauchte.“

„Hast du Angst?“

Sie schüttelt den Kopf.

„Nicht vor dem Sterben. Nur davor, dass ich vorher noch 103 werde.“

Dann lacht sie. Heiser. Schön.

Herzlichst

Hanna Roth

Adresse

Kürtener Straße 10
Bergisch Gladbach
51465

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