StressZentrum NRW

StressZentrum NRW Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Stress zur grössten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts erklärt.

Das Gesundheitsportal zum Themenkomplex Stress, stressbezogene Erkrankungen (psychische und physische), Diagnose, Therapie, Prävention, Betriebliches Gesundheitsmanagement Mit diesem Portal bietet das StressZentrum NRW allen Interessierten Informationen rund um das Thema Stress. In ihrer täglichen Praxis werden viele Ärzte und Psychologen sowie andere Angehörige medizinischer Berufe hiermit konfroniert. Stress gilt als eine der zentralen Ursachen für Schlafstörungen, Depressionen Konzentrationsprobleme, Burnout, Angst- und Panikzustände, aber auch von zahlreichen körperlichen Begleiterscheinungen. Für den behandelnden Arzt oder Psychologen ist es oft schwierig, die sehr komplexen Zusammenhänge und Ursachen für diese Art von Beschwerden auszumachen. Oft fehlen Kenntnisse und Erfahrung, den Patienten hier richtig und umfassend zu beraten und zu behandeln. Daher sind umfangreiche Massnahmen in der Aus- und Fortbildung unverzichtbar, um den Menschen dauerhaft angemessene Hilfe leisten zu können. Arbeitsbedingter Stress ist eines der grössten Probleme im Bereich Gesundheit und Sicherheit in Europa. Beinahe jeder vierte Arbeitnehmer ist davon betroffen mit steigender Tendenz. Untersuchungen zeigen, dass wahrscheinlich zwischen 50 % und 60 % aller verlorenen Arbeitstage auf Stress zurückzuführen sind. Stress am Arbeitsplatz verursacht hohe Kosten, denn abgesehen vom menschlichen Leid beeinträchtigt er auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in erheblichem Masse. An dieser Stelle setzt das Stresszentrum NRW an, das sowohl bei der Entwicklung geeigneter Diagnostikverfahren intensiv mitwirkt, als auch bei der Behandlung stressbezogener Erkrankungen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Verfahren zur Anwednung bringen will. Das Stresszentrum verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um auch nachhaltige und dauerhafte Behandlungserfolge zu erzielen.

11/04/2026

Erleben wir ein Revival von L*D & Co. bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen?

Psychedelika (z.B. Psilocybin, L*D, DMT) verändern die Ruheaktivität des Gehirns grundlegend, indem sie die hierarchische Organisation des Gehirns vorübergehend "aufweichen" und die Kommunikation zwischen normalerweise getrennten Hirnarealen fördern. Dies geschieht primär durch eine Unterdrückung des sogenannten Default Mode Network (DMN), das für Ich-Bezogenheit, Selbstreflexion und Grübeln zuständig ist. Diese Veränderungen haben das Potenzial, starre Denkmuster zu durchbrechen und werden als therapeutischer Ansatz bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen erforscht.

Was bewirken Veränderungen der Ruheaktivität des Gehirns?

- Reduktion der DMN-Aktivität: Das DMN, welches aktiv ist, wenn der Geist wandert oder wir über uns nachdenken, wird gehemmt. Dies führt zu einer Reduktion von selbstbezogenen, negativen Gedanken.
- Gestörte Konnektivität: Die funktionelle Vernetzung innerhalb stabiler Hirnnetzwerke (wie dem DMN) wird vorübergehend geschwächt ("Desynchronisation").
- Erhöhte "Cross-Talk"-Aktivität: Hirnareale, die normalerweise nicht miteinander kommunizieren, zeigen verstärkte Verbindungen. Dies betrifft besonders die Kommunikation zwischen sensorischen Arealen (wie dem visuellen Kortex) und höheren kognitiven Zentren.
- Erhöhte Gehirnentropie: Die Gehirnaktivität wird insgesamt chaotischer, flexibler und weniger vorhersehbar, was oft als "Reboot" der Gedankenwelt beschrieben wird.

Folgen für die psychische Gesundheit

Die akute Störung der Ruheaktivität kann weitreichende, potenziell heilsame Folgen haben:

- Durchbrechen von Grübelschleifen: Durch die Unterdrückung des DMN können depressive Patienten aus festgefahrenen negativen Gedankenmustern ausbrechen.
- Stimmungsaufhellung und Angstlösung: Studien deuten darauf hin, dass die veränderte Konnektivität mit einer Verringerung von Angstsymptomen und einer Verbesserung der Stimmung einhergeht, oft einhergehend mit "mystischen Erfahrungen".
- Erhöhte emotionale Offenheit: Die Erfahrung kann helfen, verdrängte Emotionen zu verarbeiten.
- Langzeitfolgen: Studien (wie am Forschungszentrum Jülich) haben gezeigt, dass die veränderte Konnektivität im Gehirn, insbesondere im Hippocampus, auch Wochen nach der Anwendung noch nachweisbar sein kann, was auf eine langfristige Plastizität hindeutet.

Die Forschung weist seit Jahren auf ein grosses Potenzial bei Behandlungen von Depressionen, Ängsten und Suchterkrankungen hin, wenn die Substanzen im Rahmen einer psychedelisch assistierten Psychotherapie eingenommen werden. Wissenschaftler warnen jedoch eindringlich vor Selbstmedikation, da psychedelische Erfahrungen bei falscher Anwendung oder Vorerkrankungen schwerwiegende psychische Risiken bergen können.

https://www.aerzteblatt.de/news/langjahriger-cannabiskonsum-ist-mit-reduzierter-kortikaler-dicke-im-frontalhirn-assoziiert-301d84bb-056f-420b-ba90-f593a28ea824

Die Erschöpfungszustände nehmen laut Studien wieder zu. Psychische Beeinträchtigungen waren nach der Corona-Zeit wieder ...
18/03/2026

Die Erschöpfungszustände nehmen laut Studien wieder zu. Psychische Beeinträchtigungen waren nach der Corona-Zeit wieder zurückgegangen, doch jetzt steigt der Anteil der Betroffenen erneut an. Schlafstörungen und Müdigkeit durch Stress werden dabei in erster Linie genannt.

VermischtesAlleinerziehende psychisch besonders stark belastetMittwoch, 18. März 2026/Arsenii, stock.adobe.comHannover – Alleinerziehende stehen eine Umfrage zufolge psychisch besonders unter Druck. 61 Prozent fühlen sich stark belastet, wie die KKH heute in Hannover mitteilte. Bei zusammenleben...

Angst ist ein Gefühl, das unser Überleben sichert. Ohne Angst würden wir Risiken eingehen, die unsere Gesundheit und uns...
15/02/2026

Angst ist ein Gefühl, das unser Überleben sichert. Ohne Angst würden wir Risiken eingehen, die unsere Gesundheit und unser Leben gefährden. Angst kann aber auch krankhaft werden. Angststörungen gehören mit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Bei einer Panikstörung leiden die Betroffenen unter spontanen und plötzlichen Panik- oder Angstanfällen, die wiederholt auftreten und die das Leben in relativ kurzer Zeit massiv beeinträchtigen können.
Viele Menschen entwickeln nach einer Panikattacke eine Angst vor der Angst oder verknüpfen die dabei wahrgenommenen Körperempfindungen wie starken Herzschlag oder Kurzatmigkeit mit negativen Emotionen.
In einer neuen Studie der Universität Sao Paulo, Institut für Psychiatrie, haben Forscher jetzt festgestellt, dass durch gezieltes Herbeiführen dieser Körperempfindungen eine effektive Methode zur Bekämpfung von Panikattacken entwickelt werden kann.
Eine neue Studie zeigt jedoch, dass sie wirkt – und das ohne grossen zeitlichen Aufwand. Teilnehmer dieser Studie durchliefen zwölf Wochen lang ein körperliches Trainingsprogramm bestehend aus: 3 x pro Woche:
- 15 min. Aufwärm- und Dehnübungen
- 30 sek. Sprintlaufen
- 4 1/2 min. langsames Gehen

Nach drei Monaten stellten die Studienautoren einen Rückgang der Panikattacken fest. Ebenfalls schwächten sich Symptome von Depressionen ab. Mittels dieser gezielten Exposition von massiven Körperempfindungen, den kurzen Sprints, lernt der Körper, die Wahrnehmungen nicht mehr als bedrohlich wahrzunehmen. Die Wirkung dieser Methode hielt 24 Wochen an.

Diese Ergebnisse untermauern die klinische Relevanz der interzeptiven Exposition durch ein strukturiertes, überwachtes Trainingsprogramm für unbehandelte Patienten mit Panikstörung.
Da dieses Programm mit relativ einfachen Mitteln ambulant durchgeführt und von verschiedenen Kategorien von Gesundheitsfachkräften überwacht werden kann, stellt es eine potenziell skalierbare, kostengünstige und gesundheitsfördernde Ergänzung zu den bestehenden Behandlungsoptionen für Panikstörungen dar.
Zukünftige Studien sollten die langfristige Aufrechterhaltung der Erfolge untersuchen, Patientenmerkmale identifizieren, die mit einem besseren Ansprechen verbunden sind, und die Integration der bewegungsbasierten interozeptiven Exposition in Stufenmodelle und kombinierte pharmakologisch-psychologische Behandlungsmodelle evaluieren.

BackgroundInteroceptive exposure (IE) to feared bodily sensations is a core component of cognitive–behavioral therapy for panic disorder (PD), but standard o...

24/12/2025
Das STRESSGEFÜHL der Menschen nimmt stetig zuLaut diesjährigem Stressreport der Techniker Krankenkasse fühlen sich 66 % ...
26/11/2025

Das STRESSGEFÜHL der Menschen nimmt stetig zu

Laut diesjährigem Stressreport der Techniker Krankenkasse fühlen sich 66 % der Menschen in Deutschland gestresst. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage im Mai 2025.
Genannte Stressfaktoren sind:
- Hoher Anspruch an sich selbst
- Schule, Studium, Beruf
- Politische und gesellschaftliche Probleme (Kriege, internationale Konflikte)
- Angst vor politischer Polarisierung
- Gefährdung der inneren Sicherheit durch Kriminalität, Terrorismus und Extremismus
- Wohlstandsverlust
- Auswirkungen des Klimawandels

Die Ergebnisse deckt sich mit unseren Erfahrungen und zeigen erneut das stetige Anwachsen des Stressempfindens. In den letzten 15 Jahren haben sich die Stressfaktoren gewandelt, auch in ihrer jeweiligen Gewichtung. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und lassen sich bereits ebenfalls empirisch nachweisen.

Stress, insbesondere chronischer Stress mit allen gesundheitlichen Folgen, ist weiterhin eine der grössten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Welche Möglichkeiten es gibt, sich davor zu schützen, erfahren Sie regelmässig im StressZentrum NRW

Link zum Stressreport:
https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/tk-stressreport-zwei-drittel-sind-gestresst-2207450?tkcm=ab

Sowohl das medizinische als auch das Pflegepersonal ist vor psychischen Störungen nicht gefeit.Im Vergleich zur Allgemei...
13/10/2025

Sowohl das medizinische als auch das Pflegepersonal ist vor psychischen Störungen nicht gefeit.
Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung haben Ärzte laut WHO ein fünf Mal höheres Risiko für depressive Symptome (32 versus 6 %). In Deutschland liegt der Wert laut Erhebung bei 26 %. Es ist ein Alarmzeichen und ein Thema, über das noch viel zu wenig gesprochen wird.

VermischtesPsychische Probleme bei Ärzten und Pflegekräften: WHO mahnt bessere Arbeitsbedingungen anMontag, 13. Oktober 2025/pathdoc, stock.adobe.comKopenhagen – Jede dritte Ärztin und jeder dritte Arzt in Europa zeigt Symptome einer Depression oder Angststörung, mehr als jede 10. Person denkt...

05/12/2024

"Wer sich um psychisch erkrankte Angehörige kümmert, sollte auch auf die eigene Gesundheit achten, um Belastungen zu vermeiden."

Die grüne Schleife ist das internationale Symbol für eine Gesellschaft, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankun...
10/10/2024

Die grüne Schleife ist das internationale Symbol für eine Gesellschaft, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht. Seelische Leiden betreffen uns alle und dürfen kein Tabuthema mehr sein: Fast jeder Dritte erkrankt in Deutschland im Zeitraum eines Jahres an einer psychischen Erkrankung (z.B. Depression, Angststörungen, somatoforme Störungen). Die vielen Fehltage und erhöhten Krankschreibungen resultieren häufig aus psychischen Erkrankungen - egal ob im privaten oder beruflichen Bereich. Jeder, der die Grüne Schleife trägt, setzt ein Zeichen für Akzeptanz und gegen Ausgrenzung.

Adresse

Friedrich-Ebert-Strasse 75
Bergisch Gladbach
51429

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 20:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 14:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 14:00

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“Mach keinen Stress”

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Stress zur grössten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts erklärt. Mit diesem Portal bietet das StressZentrum NRW allen Interessierten Informationen rund um das Thema Stress. In ihrer täglichen Praxis werden viele Ärzte und Psychologen sowie andere Angehörige medizinischer Berufe hiermit konfroniert. Stress gilt als eine der zentralen Ursachen für Schlafstörungen, Depressionen Konzentrationsprobleme, Burnout, Angst- und Panikzustände, aber auch von zahlreichen körperlichen Begleiterscheinungen. Für den behandelnden Arzt oder Psychologen ist es oft schwierig, die sehr komplexen Zusammenhänge und Ursachen für diese Art von Beschwerden auszumachen. Oft fehlen Kenntnisse und Erfahrung, den Patienten hier richtig und umfassend zu beraten und zu behandeln. Daher sind der Einsatz geeigneter Diagnoseverfahren und umfangreiche Massnahmen in der Aus- und Fortbildung unverzichtbar, um den Menschen dauerhaft angemessene Hilfe leisten zu können. Arbeitsbedingter Stress ist eines der grössten Probleme im Bereich Gesundheit und Sicherheit in Europa. Beinahe jeder vierte Arbeitnehmer ist davon betroffen mit steigender Tendenz. Untersuchungen zeigen, dass wahrscheinlich zwischen 50 % und 60 % aller verlorenen Arbeitstage auf Stress zurückzuführen sind. Stress am Arbeitsplatz verursacht hohe Kosten, denn abgesehen vom menschlichen Leid beeinträchtigt er auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in erheblichem Masse. An dieser Stelle setzt das Stresszentrum NRW an, das sowohl bei der Entwicklung modernster Diagnostikverfahren intensiv mitwirkt, als auch bei der Behandlung stressbezogener Erkrankungen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Verfahren zur Anwendung bringen will. Durch die frühzeitige Erkennung der kausalen psychobiologischen Wirkmechanismen von stressbezogenen Gesundheitsstörungen kann in vielen Fällen bereits mit geeigneten Massnahmen gegengesteuert werden, noch bevor sich eine Erkrankung ernsthaft etabliert hat. Von ausschlaggebender Bedeutung ist daher die Bereitstellung eines differenzierten Diagnose-Systems kombiniert mit einem ganzheitlichen Therapieangebot, das auch den persönlichen Lebens- und Umweltbereich des Patienten berührt. In der Arbeitswelt sind Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung dabei die Eckpfeiler auf dem Weg zu einer gesunden Unternehmenskultur.