22/12/2025
Tag 1 – Zahlen und Fakten
Menschen im Gesundheitswesen sind 39 % häufiger aufgrund psychischer Diagnosen arbeitsunfähig als der Bevölkerungsdurchschnitt (DAK, 2025).
Eine kleine interne Studie (N = 28) zeigt zudem: Rund ein Viertel der Befragten denkt darüber nach, den Beruf zu verlassen.
Das ist alarmierend – denn durch den demografischen Wandel steigt der Bedarf an therapeutischer Versorgung kontinuierlich. Die Fachkräfte, die bleiben, stehen vor einem wachsenden Arbeitspensum. Unser Beruf lebt vom Mitfühlen, von echter Präsenz, von Empathie. Diese menschliche Hinwendung erfüllt uns – aber sie kostet auch Kraft.
Gleichzeitig braucht es gesunde Abgrenzung:
- von schweren Schicksalen,
- von herausfordernden Gesprächen,
- von emotionalen Anforderungen, die täglich an uns herangetragen werden.
Neben der Therapietätigkeit sind es aber auch die äußeren Rahmenbedingungen, die Druck erzeugen können:
Fristen, Regresse, Korrekturen, Dokumentation, Heilmittelkatalog-Vorgaben.
All das muss sitzen, damit unsere Arbeit korrekt abgerechnet wird – und viele dieser Aufgaben tragen Therapeut:innen nach wie vor allein.
Dazu kommt ein weiterer zentraler Faktor:
Therapeut:innen brauchen echte Autonomie, Entwicklungschancen und die Möglichkeit, ihre berufliche Identität zu entfalten. Werden diese Bedürfnisse nicht erfüllt, steigt das Risiko für Erschöpfung und berufliche Unzufriedenheit deutlich.
Gewusst wie... lass uns gemeinsam in den nächsten Tagen herausfinden, wo du gerade stehst, welche Ziele du dir für nächstes Jahr stellen möchtest und welche Verhaltensweisen es braucht. Wir wünschen dir eine erleuchtende Zeit und freuen uns auf die gemeinsame Reise mit dir!