08/02/2026
Wie sehr viele Menschen bin auch ich gerade sehr aufgewühlt und berührt von den Berichten über die perfiden, widerwärtigen Machenschaften rund um Epstein, rund um den Erdball…, auch wenn bereits seit Jahrzehnten immer wieder mancherorts davon berichtet wurde. Jetzt flammt es auf, global. Und es trifft mich erneut tief in dem Bereich, wo meine Fantasie einfach nicht hinreicht (und nicht hinreichen will.)
In den meisten Berichten fehlt mir ein Mitschwingen mit den Opfern und Betroffenen. Es wird enthüllt und „gejagt“, und das ist sehr gut so, wenn es denn wirklich und ehrlich geschieht.
Doch was ist mit den kleinen Menschen und jungen Erwachsenen, die, wenn sie überlebten, das Grauen ein Leben lang mit sich tragen müssen bzw. noch immer in dem Wahnsinn gefangen sind?
In den letzten Tagen habe ich viel an sie gedacht. Ich kenne keines dieser Gesichter und doch tauchen Gesichter vor meinem inneren Auge auf. Es schmerzt enorm. Meine Gedanken an sie sind keine direkte Hilfe für sie, ich weiß. Bestimmt aber ein weiterer kräftigender Duft des Lebens, das sich zu leben lohnt, der sie umweht mit all den anderen Düften jener, die ebenfalls an sie denken, auf dass sie Zuversicht finden für eine Transformation…
Es gibt das unvorstellbare Böse. (Bitter, das sagen zu müssen.) Es begegnete mir auch immer wieder in den Therapien und im Leben. Das könnte das Gefühl von Ohnmacht auslösen, stimmt. Doch nur, wenn wir den Wunsch in uns tragen, die ganze Welt retten zu wollen, wozu wohl niemand imstande ist.
Also wirksam sein, jeden Tag, im Kleinen, das sich synergetisch weitet. Würdigen, was ist, und wenn es "nur" das blanke Überleben ist. Zuversicht spüren, die in dem Boden der kleinen Lichter gedeiht. Räume schaffen und halten, in denen das Fühlen Platz hat, ohne sich selbst oder anderen Schaden zu bringen. Lernen, die Wunder wahrzunehmen. Und vor allem den Selbstwert tiefgründig stärken, denn der lässt sich nun mal nicht mit Geld erkaufen oder in grausamen Spielchen entwickeln!
Mit einem guten Gefühl zu sich selbst, wandelt sich die Ausrichtung hin in eine würdevolle, liebende Reise…
Es braucht die Entscheidung, den eigenen Werten, Instinkten, Wegen zu folgen in sehr bewusster Klarheit. Das Böse zur Kenntnis nehmen und vollumfänglich, ehrlich und so wach es nur möglich ist, den lichten Weg betreten und beschreiten… und… achtsam sein, auch mit jenen, die neben uns gehen…
Allen, die dem Bösen in seinen unterschiedlichsten Schwarztönen in die Augen blicken mussten, sende ich hier und jeden Tag ein sanftes Funkeln und ein zuversichtliches Lächeln stellvertretend durch alle Augen, die ich schauen darf…
In tiefer Liebe… 🌹
Anna