08/02/2020
Sei Willkommen wandernde Seele!
Dies ist Dein Ort, dies ist Deine Zeit, Du bist richtig!
Ruhe und Sei!
Falls der Geist des Menschen, den Du mit dir bringst, möchte, ist er eingeladen sich mit folgendem Text zu beschäftigen. Fühle Dich frei!
Walking-in-your-Shoes ist weder Lauf- noch Fitness-Gruppe und es geht auch nicht wirklich um die Schuhe.
Es geht darum, wer wie in den Schuhen geht. Es geht um den Charakter, die Persönlichkeit, den Menschen und letztlich die Seele, die gerade in den Schuhen stecken.
Indem wir füreinander in den Schuhen der*des Anderen gehen, erschließen wir uns gegenseitig Erkenntnis und Verständnis für uns Selbst und für Einander. Auch (und vielleicht gerade) in Aspekten des Unbewussten und des Nicht-Gewussten. Wir verhelfen uns gegenseitig zum Blick auf unsere Muster, unsere Prägungen, Überlebensstrategien, Vermeidungstaktiken, innere Dynamik.
Kennen wir uns, können wir den Umgang mit uns und unserer Umgebung (Innen wie Außen) neu justieren.
Es geht auch nicht darum uns Masken zu entreißen. Wenn du eine Maske tragen willst, trage sie! Und wisse darum, dass du sie trägst, warum du sie trägst und wann sie nötig ist und wann nicht (mehr).
Wir üben Empathie und Intuition, wir schärfen unseren Blick auf unser Mensch-Sein/Mensch-Werden, auf den menschlichen Rahmen und vielleicht auch ein wenig darüber hinaus.
In unserer Epoche höchster Individualisierung und Ausdifferenzierung wächst gleichzeitig das Gefühl und das Wissen darum, dass doch alles zusammenhängt, auf irgendeine Weise alles Eins ist. Insofern ist dies eine Arbeit für unsere Zeit:
Zum einen:
Jemand geht in meinen Schuhen. Er*Sie bekräftigt die Intention, jetzt (für einen kurzen Zeitraum) nicht mehr er*sie, sondern Ich zu sein (meist in Bezug auf ein vorher bestimmtes Thema). Die Person kennt mich gar nicht, dennoch „spielt“ sie mir im „Walk“ Szenen aus meinem Leben vor, die tatsächlich in Bezug auf das Thema eine Relevanz haben. Oder macht Bewegungen, äußert Dinge, die eigentliche „meine“ sind. Der*Die „Walker*in“ würde das in ihrem Leben nicht tun, nicht sagen, spürt aber, dass das jetzt getan oder gesagt werden will, zum Ausdruck kommen soll.
Deutet das nicht in Richtung eines inneren Zusammenhanges und Eins-Seins?
Zum anderen:
Indem wir zusammen an den Ausfeilungen unserer bewussten Individuation arbeiten, gehen wir bereits den Schritt weiter: in das bewusste Eingebettet-Sein und Getragen-Sein in unserem natürlichen inneren Zusammenhang.
Diese Bewusstwerdung kann sehr hilfreich sein im großen „Einsamkeits- und Sinnlosigkeitsgefühl“, das mit der Entwicklung zum individuellen Einzelwesen oft einhergeht.
All das erforschen wir!
Soviel zur Theorie, lass uns praktisch werden!