11/03/2026
🤱 „Warum wir nach der Betreuung keine Freunde werden (obwohl ich euch ins Herz geschlossen habe)“
Es klingt fast ein bisschen hart, oder? Wir teilen die wohl emotionalsten Momente eures Lebens. Ich begleite euch durch Sorgen, Tränen, schlaflose Nächte und dieses unfassbare Glück beim ersten Kennenlernen. ✨
Und trotzdem: Wenn die offizielle Betreuungszeit (ende der Stillzeit/ 9 Monate nach den Geburt) endet, ziehe ich mich bewusst zurück.
Warum ist das so?
1. Mein Herz ist ein „Durchgangszimmer“
Als Hebamme begleite ich viele Familien gleichzeitig. Würde ich zu jeder Familie eine private Freundschaft aufrechterhalten, wäre mein Kopf und mein Herz irgendwann so voll, dass ich für die neuen Babys und Mamas nicht mehr den Raum hätte, den sie verdienen.
2. Die Rolle der Fachkraft
In der Betreuung bin ich eure Beraterin, eure Stütze und manchmal euer Fels in der Brandung. Das ist ein professionelles Vertrauensverhältnis. Eine echte Freundschaft braucht eine andere Balance (Geben und Nehmen auf Augenhöhe). In meiner Rolle als Hebamme stehe jedoch ich im Dienst für euch.
3. Selbstschutz & Freizeit
Mein Handy klingelt oft genug zu unchristlichen Zeiten. Um meine eigene Familie und meine Kraftreserven zu schützen, muss ich nach getaner Arbeit „abschalten“. Das geht nur, wenn ich die professionelle Distanz wahre.
Das bedeutet nicht, dass ihr mir egal seid!
Ich freue mich riesig, wenn ich euch zufällig im Supermarkt treffe, ein Update-Foto sehe oder ihr mir Jahre später erzählt, wie groß das „kleine Wunder“ geworden ist. ❤️
Aber meine Aufgabe ist es, euch „flügge“ zu machen. Euch so viel Selbstvertrauen zu geben, dass ihr mich am Ende gar nicht mehr braucht. Das ist das eigentliche Ziel meiner Arbeit.
Wie seht ihr das? Ist euch der Abschied von eurer Hebamme auch schwergefallen? 👇