02/01/2026
Metformin gilt weltweit als First-Line-Therapie bei Diabetes mellitus Typ 2 – und das aus gutem Grund: Es wirkt auf mehreren Ebenen, ohne das Risiko einer Hypoglykämie zu erhöhen. Der Wirkmechanismus umfasst die Hemmung der hepatischen Glukoneogenese, eine verbesserte Glukoseaufnahme im Muskelgewebe sowie eine reduzierte intestinale Glukoseaufnahme. Zusätzlich fördert es die Insulinrezeptor-Expression.
Indikation:
Eingesetzt wird Metformin in der Mono- oder Kombinationstherapie bei Typ-2-Diabetikern – oral verabreicht als Tablette, Lösung oder Saft.
Typische Nebenwirkungen sind gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen. In sehr seltenen Fällen kann es zur potenziell lebensbedrohlichen Laktatazidose kommen – insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Hypoxie.
Wichtige Kontraindikationen:
-Nieren- und Leberinsuffizienz
-Herzinsuffizienz (dekompensiert)
-akuter Myokardinfarkt
-Hypoxiezustände
-schwere Infektionen
-Alkoholabusus
-Schwangerschaft nur mit strenger Indikationsstellung
Therapiehinweis:
Vor operativen Eingriffen und jodhaltiger Kontrastmittelgabe sollte Metformin pausiert werden. Regelmäßige Kontrollen von Nieren- und Leberwerten sind obligat. Die Halbwertszeit beträgt etwa 1–3 Stunden.
Besonderheit:
Trotz guter Wirkung wird Metformin bei eingeschränkter Nierenfunktion nur mit reduzierter Dosis verwendet. Die Dosisanpassung erfolgt anhand der glomerulären Filtrationsrate (GFR).
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