09/04/2026
Mehr als 25.000 Menschen in Deutschland sind von plötzlicher Bewusstlosigkeit (Synkopen) betroffen – doch trotz Basisdiagnostik bleibt die Ursache in bis zu einem Drittel der Fälle ungeklärt. Die in der GKV erstatteten Diagnoseverfahren wie Ruhe-EKG oder Langzeit-EKG verpassen bei seltenen Synkopen häufig das Ereigniszeitfenster.
Implantierbare Ereignisrekorder (ILR) ermöglichen eine kontinuierliche, langfristige Überwachung des Herzrhythmus – so werden auch seltene Ereignisse zuverlässig erfasst und eine gezielte Therapieeinleitung möglich.💡
Ein neues Whitepaper der Athagoras-Gruppe im Auftrag des BVMed bestätigt: Die Evidenz für den ILR-Einsatz ist belastbar, die Leitlinien empfehlen ihn und ökonomische Analysen zeigen keine signifikanten Mehrkosten. ✅
👉 Zum Whitepaper: bvmed.de/white-paper-implantierbare-ereignisrekorder-zur-diagnosestellung-bei-patienten-mit-ungeklaerten-wiederkehrenden-synkopen
Unser Appell lautet daher: Der Einsatz implantierbarer Ereignisrekorder bei Patient:innen mit wiederkehrenden ungeklärten Synkopen muss auch ambulant erstattet werden. Bislang geht das nur im stationären Bereich – obwohl es sich um eine prinzipiell ambulant erbringbare Leistung handelt. Diese Versorgungslücke muss geschlossen werden!