11/01/2026
Ich glaube nicht, dass Schwangerschaft kontrolliert werden muss. Und ich glaube auch nicht, dass Geburt kontrolliert werden muss.
Meine zweite Geburt war - überraschend, roh, unspektakulär ohne Geburtspool und TamTam. Ich wachte um 4 Uhr morgens an Neujahr auf, da spürte ich leichte „Krämpfe“. Als sie nicht aufhörten wurde mir klar: Es geht los. Ich stand auf und machte meine Yoga Kriya Praxis und empfing einige unglaublich ekstatische und schöne Wellen. Danach machte ich Ordnung nach der Silvesternacht - es soll ja alles hübsch vorbereitet sein 😁 Küche, Geschirr spülen, Wäsche aufhängen, abhängen, staubsaugen, Bad putzen, das alles in einer kühlen Wohnung, es ist Winter. Dann weihte ich die Familie, die noch im Bett war ein: Es geht los. Das war ca. 8:30 Uhr, da habe ich dann schon mehr gebraucht, um die Wellen zu verarbeiten. Alles in Bewegung, im Stehen. Zu frühes Liegen bremst das Absinken des Kindes: Die Schwerkraft hilft!
Das Video war eine Stunde bevor Triton von mir im Stehen geboren wurde. Ich half mir den Druck im Rücken auszumassieren. Ich akzeptierte den Schmerz. Ich stöhnte, brüllte, es erleichterte den Prozess und öffnete mich. Ich hatte die Augen zu und spürte, wie ich das Baby den Weg nach unten schob. Ich behielt die Beine zusammen, um mehr Platz im Becken zu schaffen. Es ist alles Neues Wissen gewesen, wodurch ich die Geburt im Flow erlebte. Die erste Geburt - viel Angst vor Schmerz, oft im Liegen, Beine breit in der Hocke, dauerte 22 h - jetzt war es anders, ich hatte die Macht zurück und feuerte mich, die Wellen und das Baby an. Die letzten zwei Wellen haben wir gemeinsam geritten, Triton und ich. Und dann kam der Papa dazu und hob dich raus. Danke für diese unglaubliche Erfahrung, die mich ein Stück mehr in meine Kraft und Glauben an mich gebracht hat. Und jetzt? Der tägliche Trubel, Freude, kleine und große Krisen, Zweifel, Scherben & Glück. 🤣😢🥴😎