18/03/2026
Aufbruch 🌱 aus meiner aktuellen Kolumne
Die Stille, die Merle empfing, als sie zum ersten Mal vor ihrem neuen Team stand, war keine freudige. Es war die Stille von Menschen, die viel erlebt hatten und abwarteten, was diesmal anders werden würde.
Strukturelle Veränderungen hinterlassen Spuren. Auch wenn die Organigramme längst wieder ordentlich aussehen. In solchen Momenten orientiere ich mich als Trainerin und Mediatorin gern an der Wandeltriade, einem Modell von Kornelia Rappe-Giesecke, das Veränderungsprozesse in drei Richtungen denkt:
✔️ Was bleibt? Was ist gut und soll bewahrt werden. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. In Veränderungsprozessen liegt der Fokus fast immer auf dem, was nicht stimmt. Das, was trägt, wird dabei oft unsichtbar.
✔️ Was verändert sich? Was muss mehr oder weniger werden: direkte Kommunikation, klare Entscheidungswege, ausgesprochenes Lob? Es ist schon vorhanden, muss aber optimiert werden.
✔️ Was geht? Was muss revolutioniert werden, also vernichtet und ersetzt. Hier schaue ich im weiteren Prozess zu erst hin, denn wer hier Einigungen findet, dem fällt alles andere leichter.
Am Ende standen keine großen Versprechen. Sondern konkrete Verabredungen. Wie man miteinander redet, wenn etwas nicht stimmt. Was Merle braucht, um führen zu können. Was das Team braucht, um geführt werden zu wollen.
Die Kolumne findet ihr bei