Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung - DZG

Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung - DZG FORSCHEN FÜR GESUNDHEIT - unter diesem Motto forschen die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung

Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) suchen nach neuen Therapien für Diabetes, Infektionen, Lungenkrankheiten, Krebs, Herz-Kreislauf- und neurodegenerative Krankheiten, um diese Erkrankungen besser zu erkennen, zu behandeln und ihnen vorzubeugen. Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung sind:

·Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK)
·Deutsches Zentrum

für Diabetesforschung (DZD)
·Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)
·Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)
·Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)
·Deutsches Zentrum für Neurogenerative Erkrankungen (DZNE)

Früherkennung neu gedacht: Typ-1-Diabetes bei jungen ErwachsenenEine neue Studie des Instituts für Diabetesforschung und...
12/05/2026

Früherkennung neu gedacht: Typ-1-Diabetes bei jungen Erwachsenen

Eine neue Studie des Instituts für Diabetesforschung und des Instituts für Epidemiologie von Helmholtz Munich liefert wichtige Erkenntnisse zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes bei jungen Erwachsenen. Typ-1-Diabetes ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Bisher wurde die Erkrankung vor allem mit Kindern in Verbindung gebracht, doch die neuen Ergebnisse zeigen, dass frühe Anzeichen auch im Jugend- und jungen Erwachsenenalter auftreten können.

Die Forschenden untersuchten Blutproben von 1.377 Teilnehmenden aus den Langzeitstudien LISA und GINIplus. Dabei wurden sogenannte Inselautoantikörper analysiert, Eiweißstoffe, die das Immunsystem gegen die insulinproduzierenden Zellen bildet. Etwa 1,2 Prozent der jungen Erwachsenen, deren Diabetes bisher nicht diagnostiziert war, wiesen diese Marker auf. 0,2 Prozent erfüllten bereits die Kriterien für ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes, weitere 1,0 Prozent hatten nur einen einzelnen Autoantikörper. Längsschnittanalysen zeigten, dass viele dieser Marker bereits bis zum Alter von 15 Jahren entstanden, aber auch danach neue Fälle auftraten.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Typ-1-Diabetes nicht nur eine Kinderkrankheit ist, sondern dass frühe immunologische Veränderungen auch bei jungen Erwachsenen auftreten. Das spricht dafür, bestehende Screeningprogramme, die bisher vor allem auf Kinder ausgerichtet sind, auf Jugendliche und junge Erwachsene auszuweiten. Ein frühzeitiges Erkennen kann helfen, die Erkrankung rechtzeitig zu behandeln und gesundheitliche Folgen zu verringern.

Lesen Sie mehr auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/frueherkennung-neu-gedacht-typ-1-diabetes-bei-jungen-erwachsenen/

Studie zeigt Störung im Energiestoffwechsel des Gehirns bei Menschen mit Post-COVIDForschende am DZPG-Standort Mannheim–...
07/05/2026

Studie zeigt Störung im Energiestoffwechsel des Gehirns bei Menschen mit Post-COVID

Forschende am DZPG-Standort Mannheim–Heidelberg-Ulm haben Hinweise darauf gefunden, dass bei Menschen mit Post-COVID der Energiestoffwechsel im Gehirn verändert ist. Viele Betroffene berichten nach einer Corona-Infektion über anhaltende Beschwerden wie starke Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen. Eine zentrale Forschungsfrage ist daher, ob diese Symptome mit einer gestörten Energieversorgung im Gehirn zusammenhängen könnten.

Im Fokus standen dabei zwei wichtige Energiemoleküle: Adenosintriphosphat (ATP) als direkte „Energiequelle“ der Zellen und Phosphokreatin (PCr) als kurzfristiger Energiespeicher, der schnell Energie nachliefern kann.

Die Studie untersuchte 27 Post-COVID-Patientinnen und -Patienten sowie 23 gesunde Kontrollpersonen. Alle Teilnehmenden absolvierten kognitive Tests zu Gedächtnis und Aufmerksamkeit. Dabei zeigte sich, dass bei Post-COVID das Verhältnis von ATP zu PCr verändert ist. Dies deutet darauf hin, dass die Energiebereitstellung im Gehirn weniger effizient sein könnte – besonders in einer Region, dem cingulären Cortex, der für das Denken und die Konzentration wichtig ist.

Auffällig war zudem ein Zusammenhang zwischen den Stoffwechselveränderungen und der kognitiven Leistung: Je stärker die Veränderungen, desto eher zeigten sich Einschränkungen in den Tests. Etwa die Hälfte der Post-COVID-Teilnehmenden erfüllte zudem die Kriterien für ME/CFS, das Chronische Fatigue-Syndrom.

Die Forschenden betonen, dass die Studie keine klaren Ursachen nachweisen kann. Diskutiert werden unter anderem eine veränderte Funktion der Mitochondrien, entzündliche Stoffwechselveränderungen oder Durchblutungsstörungen. Solche Erkenntnisse können jedoch helfen, Post-COVID besser zu verstehen und gezielte Therapieansätze zu entwickeln.

Lesen Sie mehr auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/studie-zeigt-stoerung-im-energiestoffwechsel-des-gehirns-bei-menschen-mit-post-covid/

# DZG

Schnelltestentwicklung zur Diagnose schwer behandelbarer VRE-BakterienEin Forschungsteam des Deutschen Zentrums für Infe...
22/04/2026

Schnelltestentwicklung zur Diagnose schwer behandelbarer VRE-Bakterien

Ein Forschungsteam des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) entwickelt einen neuen Schnelltest, der die besonders besorgniserregenden VRE-Bakterien schneller und zuverlässiger erkennen soll. VRE-Bakterien sind Enterokokken, die gegen das wichtige Antibiotikum Vancomycin resistent sind. Resistent bedeutet, dass ein Antibiotikum nicht mehr wirkt und Infektionen schwer behandelbar werden.

Enterokokken sind Bakterien, die natürlicherweise im menschlichen Darm leben und dort meist harmlos sind. Problematisch werden sie, wenn sie in andere Körperbereiche gelangen, etwa in die Blutbahn, die Harnwege oder in Wunden. Dort können sie Infektionen auslösen, die besonders für ältere, schwer kranke oder immungeschwächte Menschen gefährlich sind. In Krankenhäusern gehören sie daher zu den häufigen Erregern von Infektionen.

Ein großes Problem ist ihre Fähigkeit, gegen Antibiotika unempfindlich zu werden. Bei VRE wirkt sogar Vancomycin nicht mehr, ein Medikament, das oft eingesetzt wird, wenn andere Antibiotika versagen. Ursache sind die speziellen Enzymkomplexe VanA und VanB der Bakterien, die das Medikament unwirksam machen.

Besonders kritisch ist der VanB Enzymkomplex. Er wird in der Routinediagnostik oft nicht zuverlässig erkannt. Das kann dazu führen, dass Patientinnen und Patienten nicht optimal behandelt werden und sich die Keime weiter ausbreiten.

Der neue Schnelltest setzt genau hier an. Er nutzt Antikörper, also Eiweißstoffe, die gezielt bestimmte Strukturen der Bakterien erkennen. So kann er beide Enzymkomplexe gleichzeitig nachweisen und damit auch die Vancomycin-Resistenz. Ziel ist ein Test, der sich einfach in den Klinikalltag integrieren lässt und schnell verlässliche Ergebnisse liefert. Langfristig könnte er helfen, Infektionen schneller zu erkennen, gezielter zu behandeln und die Ausbreitung resistenter Keime zu begrenzen.

Lesen Sie mehr auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/neuer-schnelltest-fuer-antibiotikaresistente-problemkeime/

Neues therapeutisches Prinzip bei Lungenfibrose: Schlüsselprotein FUS im FokusNeue Hoffnung bei Lungenfibrose: Forschend...
07/04/2026

Neues therapeutisches Prinzip bei Lungenfibrose: Schlüsselprotein FUS im Fokus

Neue Hoffnung bei Lungenfibrose: Forschende des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) haben ein vielversprechendes neues Therapieprinzip identifiziert. Im Fokus steht das Protein „Fused in Sarcoma“ (FUS), das eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Vernarbungen in der Lunge spielt.

Lungenfibrose gehört zu den sogenannten interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD). Dabei kommt es zu einer fortschreitenden Vernarbung des Lungengewebes. Betroffene leiden zunächst unter Atemnot bei Belastung und trockenem Husten, im weiteren Verlauf auch in Ruhe. Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität stark ein und ist bislang nicht heilbar. Medikamente können das Fortschreiten lediglich verlangsamen.
Die aktuelle Studie zeigt, dass das FUS-Protein bei Patientinnen und Patienten mit idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF) vermehrt in Lungenzellen vorkommt. Dieses Protein bindet an RNA – also die „Arbeitskopien“ unserer Gene – und beeinflusst so wichtige Zellprozesse im Körper. Eine erhöhte Menge an FUS verstärkt die Aktivität von Fibroblasten, also Zellen, die maßgeblich an der Bildung von Narbengewebe beteiligt sind.

Besonders relevant: Wird dagegen FUS gezielt reduziert, nehmen diese krankhaften Prozesse deutlich ab. Dies gelang mithilfe eines sogenannten Antisense-Oligonukleotids (ION363), einer modernen Wirkstoffklasse, die gezielt genetische Informationen reguliert. In Laboruntersuchungen mit menschlichem Lungengewebe konnte nicht nur die Vernarbung gebremst werden, auch wichtige Funktionen der Lungenzellen verbesserten sich: Die Produktion von „Surfactant“, einer Substanz, die das Zusammenfallen der Lungenbläschen verhindert, wurde normalisiert. Zudem zeigte sich eine gesteigerte Wiederherstellung des Lungengewebes.

Damit beschreibt die Studie erstmals einen Ansatz, der sowohl antifibrotisch (gegen Vernarbung gerichtet) als auch regenerativ und schützend für das Lungenepithel wirkt. Die Ergebnisse geben Anlass zur Hoffnung, dass zukünftige Therapien nicht nur das Fortschreiten der Erkrankung bremsen, sondern geschädigtes Gewebe auch teilweise wiederherstellen können.

Lesen Sie mehr auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/neues-therapeutisches-prinzip-bei-lungenfibrose-schluesselprotein-fus-im-fokus/

Neue Hoffnung bei Hirntumoren im Kindesalter: Diagnose aus dem HirnwasserEin internationales Forschungsteam um das Deuts...
19/03/2026

Neue Hoffnung bei Hirntumoren im Kindesalter: Diagnose aus dem Hirnwasser

Ein internationales Forschungsteam um das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) hat eine neue Methode entwickelt, mit der häufige Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen künftig möglicherweise ohne operative Gewebeentnahme diagnostiziert werden können.

Die Forschenden untersuchten dafür das sogenannte Hirnwasser. Diese Flüssigkeit umgibt und schützt Gehirn und Rückenmark. Darin können sich winzige Spuren von Erbmaterial aus Tumorzellen befinden. Dieses frei im Körper zirkulierende Erbmaterial wird als „zellfreie DNA“ bezeichnet. Die Analyse solcher DNA-Spuren aus Körperflüssigkeiten nennt man Flüssigbiopsie. Statt Tumorgewebe zu entnehmen, wird also nach genetischen Hinweisen auf den Tumor in einer Flüssigkeit gesucht.
Bei Hirntumoren war dieses Verfahren bislang kaum möglich, weil die Menge an Tumor-DNA im Hirnwasser sehr gering ist. Außerdem verhindert die sogenannte Blut-Hirn-Schranke weitgehend, dass Erbmaterial aus dem Gehirn ins Blut gelangt.

Das Forschungsteam kombinierte deshalb eine besonders empfindliche Methode zur Analyse von DNA mit einer KI-basierten Auswertung namens „M-PACT“. Diese künstliche Intelligenz erkennt typische Muster im Tumor-Erbgut. Eine wichtige Rolle spielen dabei sogenannte DNA-Methylierungen. Das sind chemische Markierungen auf der DNA, die beeinflussen, wie Gene in einer Zelle aktiv sind. Verschiedene Tumorarten besitzen unterschiedliche Muster dieser Markierungen, die wie ein genetischer Fingerabdruck genutzt werden können.

In Tests mit über 200 Proben von Kindern mit verschiedenen Hirntumoren konnte das Verfahren die Tumorarten allein anhand der DNA im Hirnwasser zuverlässig unterscheiden. Perspektivisch könnte die Methode dazu beitragen, diagnostische Eingriffe zu reduzieren und Hirntumoren früher und präziser zu bestimmen.

Lesen Sie mehr auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/diagnose-aus-dem-hirnwasser-bei-hirntumoren-im-kindesalter/


Genanalyse eröffnet neue Wege zur Diagnose schwer erkennbarer Tuberkulose Wie tickt das Immunsystem bei Tuberkulose (TB)...
12/01/2026

Genanalyse eröffnet neue Wege zur Diagnose schwer erkennbarer Tuberkulose

Wie tickt das Immunsystem bei Tuberkulose (TB), wenn die Infektion mit dem Bakterium Mycobacterium tuberculosis Organe außerhalb der Lunge befällt? Diese Form der Erkrankung – die sogenannte extrapulmonale Tuberkulose (EPTB) – betrifft weltweit bis zu ein Drittel aller TB-Patientinnen und Patienten. Sie kann Organe wie Lymphknoten, Knochen oder sogar das Gehirn befallen. Die Diagnose ist oft schwierig, weil die Erreger nicht wie bei Lungentuberkulose durch eine Probe aus den Atemwegen nachgewiesen werden können. Häufig ist dafür eine Gewebepunktion nötig.

Ein Forschungsteam des DZIF, des DZNE, der Uniklinik Köln und des LIMES-Instituts der Universität Bonn hat erstmals detaillierte immunologische Muster im Blut von EPTB-Betroffenen entschlüsselt. Dabei nutzten die Forschenden eine Kombination moderner Multi-Omics-Methoden, mit denen Gene, Proteine und weitere zelluläre Informationen gleichzeitig analysiert werden können, um die immunologischen Vorgänge zu verstehen. Unter anderem kam die Einzelzell-RNA-Sequenzierung zum Einsatz, die aufzeigt, welche Gene in einzelnen Immunzellen aktiv sind und welche Kommunikationswege das Immunsystem nutzt, um Entzündungen zu steuern und Krankheitserreger zu bekämpfen.

Die Analyse ergab drei klar unterscheidbare Immunotypen – also verschiedene Muster der Immunreaktion auf die Infektion reagiert. Diese Muster stehen im Zusammenhang mit unterschiedlichen Krankheitsverläufen. Besonders auffällig waren bestimmte Signalwege, beispielsweise die von Interferon und Interleukin-1, welche die Abwehr von Krankheitserregern durch Zellen aktivieren. Außerdem wurde eine Aktivierung von T-Zellen und Natürlichen Killerzellen beobachtet, die direkt infizierte Zellen bekämpfen. Die Erkenntnis, dass EPTB nicht nur ein einheitliches Krankheitsbild ist, sondern unterschiedliche Immunprofile umfasst, eröffnet neue Möglichkeiten für individuell zugeschnittene Therapien.

Darüber hinaus entdeckte das Team erstmals bestimmte Blut-Biomarker – also messbare Hinweise im Blut –, die dabei helfen, zwischen extrapulmonaler und pulmonaler Tuberkulose zuverlässig zu unterscheiden. Das bedeutet: Statt riskanter und schmerzhafter Gewebeprobenentnahmen könnte in Zukunft eine einfache Blutuntersuchung ausreichen, um EPTB zu erkennen. So würde die Diagnose deutlich sicherer, schneller und schonender – und die Versorgung vieler Patientinnen und Patienten erheblich verbessert.

Mehr dazu auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/genanalyse-eroeffnet-neue-wege-zur-diagnose-schwer-erkennbarer-tuberkulose/

Genetischer Fingerabdruck hilft bei der Lungenkrebs-TherapieBei manchen Lungenkrebspatient:innen wachsen mehrere Tumore ...
05/01/2026

Genetischer Fingerabdruck hilft bei der Lungenkrebs-Therapie

Bei manchen Lungenkrebspatient:innen wachsen mehrere Tumore gleichzeitig. Für Ärzt:innen ist entscheidend: Handelt es sich um separate Tumore, die unabhängig entstanden sind, oder um Metastasen, also Tumore eines einzigen Ursprungs? Die Antwort beeinflusst direkt die Therapie.

Forschende am Deutschen Zentrum für Lungenforschung in Heidelberg haben gezeigt, dass sich diese Frage zuverlässig beantworten lässt – sogar mit kleinen Gewebeproben. Sie analysierten Biopsien – kleine Gewebeproben aus den Tumoren – und extrahierten die DNA, also den genetischen Fingerabdruck jedes Tumors. So lässt sich erkennen, welche Tumore genetisch verwandt sind.

Die Wissenschaftler:innen kombinierten die empfohlene Methode der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) mit einem neuen Computer-Tool, das die DNA-Daten auswertet. In der Studie mit 240 Tumorproben von 120 Patientinnen und Patienten zeigten sich sehr verlässliche Ergebnisse: nur 2 % der Fälle blieben unklar. Besonders wichtig: Patientinnen und Patienten mit unabhängig entstandenen Tumoren lebten deutlich länger als jene mit Metastasen. Das unterstreicht die Bedeutung einer genauen Diagnose.

Um Kliniken weltweit zu unterstützen, ist der Clonality Checker frei zugänglich. Damit können Tumore zuverlässig analysiert und die Therapie besser geplant werden – auch in Einrichtungen mit begrenzten Testmöglichkeiten.

Kurz gesagt: Mit diesem Tool können Ärzt:innen schneller und sicherer entscheiden, welche Behandlung Betroffene brauchen – und geben ihnen so lebenswichtige Informationen über ihre Krankheit.

Mehr dazu auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/genetischer-fingerabdruck-hilft-bei-der-lungenkrebs-therapie/

Typ-1-Diabetes: Neue Therapien geben HoffnungWissenschaftler:innen vom vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD)...
11/12/2025

Typ-1-Diabetes: Neue Therapien geben Hoffnung

Wissenschaftler:innen vom vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und Helmholtz Zentrum München treiben die Behandlung von Typ-1-Diabetes voran – und das gibt neue Hoffnung.

Dank moderner Tests können Ärzt:innen die Krankheit bereits erkennen, bevor erste Symptome auftreten. Das hilft, schwere Komplikationen wie Ketoazidose zu verhindern – eine gefährliche Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzucker stark ansteigt und der Körper übersäuert.

Ein wichtiger Fortschritt ist die Immuntherapie Teplizumab. Bei Typ-1-Diabetes greift das eigene Immunsystem die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse an – die Zellen, die Insulin produzieren. Teplizumab „beruhigt“ das Immunsystem, schützt die Betazellen und kann so den Ausbruch der Erkrankung verzögern.

Weitere Forschungen zielen darauf ab, Betazellen langfristig zu erhalten oder zu ersetzen. Stammzelltherapien züchten neue Betazellen und schützen sie in speziellen Kapseln oder durch gezielte genetische Modifikation dieser Zellen, sodass das Immunsystem sie weniger angreift. Erste Studien zeigen, dass so die Insulinproduktion steigt und der Insulinbedarf sinken könnte.

Auch die tägliche Behandlung wird leichter. Neue Insuline wirken schneller, länger oder passen sich automatisch dem Blutzucker an. In Kombination mit automatischen Insulinpumpen (AID-Systemen) bleiben die Werte stabiler, und Betroffene müssen sich weniger um ihre Therapie kümmern.

Diese Fortschritte ermöglichen eine frühere Diagnose, verlangsamen die Erkrankung und verbessern die Lebensqualität. Immun- und Stammzelltherapien eröffnen Perspektiven, die langfristig die Abhängigkeit von Insulin reduzieren könnten. Die Forschung zeigt, dass die Zukunft der Behandlung nicht nur die Blutzuckerkontrolle, sondern auch Prävention und möglicherweise Heilung in den Blick nimmt.

Mehr Informationen auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/typ-1-diabetes-neue-therapien-geben-hoffnung/

Bahnbrechende Studie: Transkranielle Magnetstimulation hilft bei StimmenhörenErstmals belegt eine groß angelegte klinisc...
02/12/2025

Bahnbrechende Studie: Transkranielle Magnetstimulation hilft bei Stimmenhören

Erstmals belegt eine groß angelegte klinische Studie, dass Transkranielle Magnetstimulation (TMS) eine wirksame und sichere Behandlungsmöglichkeit für Menschen mit hartnäckigem Stimmenhören (auditorischen Halluzinationen) darstellt.

In der Studie, an der Forschende der DZPG-Standorte Tübingen, München-Augsburg und Mannheim-Heidelberg-Ulm beteiligt waren, wurde eine spezielle Form der TMS eingesetzt: die kontinuierliche Theta-Burst-Stimulation (cTBS). Dabei werden gezielt Hirnbereiche stimuliert, die für Sprache und Sprachverstehen zuständig sind.

138 Erwachsene nahmen an der dreiwöchigen Studie teil. Die Ergebnisse zeigen, dass die TMS die Symptome des Stimmenhörens deutlich lindern kann und gut verträglich ist. Damit eröffnet sich eine neue Therapieoption über Medikamente und Psychotherapie hinaus.

„Diese Ergebnisse stellen einen wichtigen Meilenstein in der Behandlung von Menschen mit auditorischen Halluzinationen dar", sagt Prof. Dr. Christian Plewnia, Studienleiter am Universitätsklinikum Tübingen. „Die TMS bietet Betroffenen eine neue, wirksame und gut verträgliche Therapiemöglichkeit und kann das Leben erheblich verbessern."

Auditorische Halluzinationen sind für Menschen mit Schizophrenie oft sehr belastend. Sie hören Stimmen ohne äußere Quelle, die häufig bedrohlich oder befehlend sind. Herkömmliche Therapien wirken oftmals nicht ausreichend oder werden nicht vertragen. Die TMS kann hier eine dringend benötigte Ergänzung bieten.

Mehr Informationen und die Originalpublikation auf der Webseite der DZG unter https://deutschezentren.de/news/stimmenhoeren-bei-schizophrenie-bahnbrechende-studie-zeigt-dass-transkranielle-magnetstimulation-hilft/

Neue Radioimmuntherapie macht aggressive Krebsarten angreifbarEin internationales Forschungsteam, darunter Wissenschaftl...
26/11/2025

Neue Radioimmuntherapie macht aggressive Krebsarten angreifbar

Ein internationales Forschungsteam, darunter Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des DKTK, hat eine neue Therapie entwickelt, die bislang schwer behandelbare Tumoren gezielt angreifbar macht.

Krebszellen schützen sich oft mit dichtem Gewebe und speziellen Proteinen vor der körpereigenen Abwehr. Die Forschenden haben einen maßgeschneiderten Antikörper namens DUNP19 entwickelt, der das Protein LRRC15 gezielt erkennt. Dieses Protein tritt vor allem in Tumoren auf, in gesundem Gewebe jedoch kaum.

Kombiniert mit einem radioaktiven Isotop, erfüllt DUNP19 zwei Aufgaben gleichzeitig: Er macht Krebszellen sichtbar und bestrahlt sie direkt. In Studien zeigte die Therapie, dass Tumorwachstum deutlich verlangsamt wird. Besonders spannend: Die Kombination mit etablierten Immuntherapien konnte zuvor resistente Tumoren wieder angreifbar machen. Die Strahlenwirkung schaltete tumorfördernde Programme aus und ermöglichte aktive Abwehrzellen, die Tumoren zu bekämpfen.

Die Vorversuche zeigen zudem eine gute Verträglichkeit. Der Ansatz vereint Diagnose und Behandlung in einem Verfahren und eröffnet Patient:innen mit bislang therapieresistenten Krebsarten neue Perspektiven.

Lesen Sie mehr auf der Webseite des DKTK unter https://deutschezentren.de/news/neue-radioimmunotherapie-macht-aggressive-und-bislang-schwer-behandelbare-krebsarten-angreifbar/

Adresse

Potsdamer Str. 58
Berlin
10785

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung - DZG erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen