20/05/2026
Selbstzweifel gehören zu den häufigsten Folgen von betroffenen Menschen die sexualisierter Gewalt erlebt haben und trotzdem sprechen nur wenige darüber.
Viele Betroffene hinterfragen sich selbst mehr als die Tat oder die verantwortliche Person.�Warum?
Weil Trauma das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung erschüttern kann.�Weil Manipulation, Scham, Angst oder fehlende Unterstützung dazu führen, dass Menschen glauben, sie müssten ihre Erfahrungen rechtfertigen.
Diese Selbstzweifel betreffen oft nicht nur das Erlebte selbst.
Viele Betroffene merken, dass sich das ständige Hinterfragen irgendwann durch andere Lebensbereiche zieht:�in Beziehungen, im Beruf, bei Entscheidungen oder im Umgang mit den eigenen Grenzen.
Wer gelernt hat, die eigene Wahrnehmung infrage zu stellen, verliert häufig auch Vertrauen in sich selbst.
Deshalb geht es bei Heilung nicht nur darum, über das Erlebte zu sprechen — sondern auch darum, die eigene Stimme, die eigenen Gefühle und den eigenen Wert wieder ernst nehmen zu dürfen.
Doch:�Nicht jede Traumareaktion sieht gleich aus.�Nicht jede betroffene Person traut sich zu kämpfen oder laut zu werden.�Und Selbstzweifel bedeuten nicht, dass das Erlebte „nicht schlimm genug“ war.
Betroffene verdienen Glauben, Schutz und Unterstützung, keine zusätzlichen Schuldgefühle.
Du bist nicht verpflichtet, dein Leid zu beweisen.
✨Wenn du Hilfe und Unterstützung brauchst melde dich gerne bei uns per Direktnachricht oder schreibe auch gerne eine E-Mail an berlin@elfaro.de