08/04/2026
Still here: Fortyfour. 44.
Wenn ein Ehepaar seinen 44. Hochzeitstag feiert und der Ehepartner bereits an Demenz erkrankt ist, bewertet man sicher diese 44 Jahre anders, als sonst.
Weil dieses Jubiläum ein Jubiläum bleibt und doch anders zelebriert wird.
44 Jahre verbinden. Ohne Zweifel. Dennoch ist das gemeinsame Jubiläum ein Ereignis, dass sich aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten lässt.
Einer erkrankt. Erkrankte. Und der oder die andere bleibt. Bleibt irgend wie. Auch nach 44 Ehejahren.
Es sind Mütter, Väter, Ehefrauen und Ehemänner. Enkel, Geschwister, Töchter, Söhne, Nachbarn oder Freund*innen - Familie bleibt. Oder Verbundenheit. Meist. Oft. Vielleicht nicht immer.
Wir bewerten nicht.
Zahlen, Nummern, stolzes Jubiläum. Doch es fühlt sich anders an, als wäre es ein normales - gesundes - Jubiläum.
Angehörige gehen mit ihren Partnern mit, trotz einer demenziellen Erkrankung. Oder gerade deswegen.
Alles verändert sich: Liebe, Ehe, Verbundenheit, Zugehörigkeit, familiär besetzte Rollen. Umso mutiger und selbstverständlicher ist es, zu bleiben und nicht zu gehen.
Aus 30 werden 40, dann 44 und vielleicht auch 50. Familie geht mit. Mit dem Verlauf der Erkrankung, mit den Ängsten und Unsicherheit, mit dem neuen Herausforderungen und der Tatsache, dass sich Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Ehemann, Ehefrau, Sohn, Tochter, Neffe oder Nichte verändert.
An der Seite zu bleiben ist eine mutige Entscheidung. Für alle Liebsten, Liebenden, Lebenden, für Familien und Angehörige… für alle.
Happy Anniversary, Familie S.!