13/02/2026
Aconit, der blaue Eisenhut, ist eine der kraftvollsten Pflanzen überhaupt.
Er ist stark giftig und fordert einen bewussten, verantwortungsvollen Umgang. Gerade dadurch steht er in der anthroposophischen Medizin für Klarheit, Grenze und gezielte Wirkung.
In der anthroposophischen Pflege wird Aconit ausschließlich in speziell aufbereiteter Form verwendet.
🔸 Als Einreibung oder Ölauflage kommt Aconit in der anthroposophischen Pflege dort zum Einsatz, wo Schmerzen als plötzlich, einschießend oder nervlich beschrieben werden.
🔸 Die Anwendung zielt nicht auf Beruhigung, sondern auf Klärung und Abgrenzung im Schmerzerleben.
🔸 Aconit wird äußerlich angewendet, zum Beispiel als Aconit-Schmerzöl, und gehört zu den etablierten pflegerischen Maßnahmen.
Wichtig zu wissen:
Das in der Pflege verwendete Aconit-Öl basiert auf Erdnussöl. Bei bekannter Erdnussallergie darf es nicht angewendet werden. Die Anwendung erfolgt stets achtsam und informiert.
Aconit kommt in klar umrissenen Pflegesituationen zur Anwendung.
Er wird dort eingesetzt, wo es um klare Reaktion, Schutz und bewusste Begrenzung geht – immer im Rahmen fachkundiger Pflege.
Anthroposophische Therapien verstehen sich als Ergänzung zur modernen Medizin. Sie wollen Körper, Seele und Geist gleichermaßen ansprechen und werden im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe ergänzend zu schulmedizinischen Behandlungsformen angeboten – auf Wunsch der Patient:innen und in Absprache mit dem behandelnden Fachpersonal.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information über Heilpflanzen in der anthroposophischen Medizin. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Beratung oder Behandlung. Bitte wende dich bei gesundheitlichen Beschwerden immer an dein behandelndes Arztpersonal.
📷 Manuela Strese