18/04/2026
Volle Zustimmung.
Sea Shepherd kann man leider inzwischen größtenteils vergessen. 💔
Paul Watson – Stellungnahme: Sea Shepherd Deutschland
Gemeinsame Erklärung zum Umgang mit gestrandeten Walen.
Verfasst von Captain Paul Watson, Lamya Essemlali und Tom Strerath für ihre Klienten.
Paul Watson – Captain Paul Watson Foundation
Dass Greenpeace oder Sea Shepherd Deutschland vorschlagen, keinen Rettungsversuch zu unternehmen und den gestrandeten Wal auf der Insel Poel einfach sterben zu lassen, ist nicht nur eine Schande, sondern steht auch in direktem Widerspruch zur Kernphilosophie der Sea-Shepherd-Bewegung, die ich vor fünfzig Jahren gegründet habe.
Ob es sich nun um eine ganze Herde oder einen einzelnen Wal handelt, meine Mission bei der Gründung von Sea Shepherd war immer klar: alles in unserer Macht Stehende zu tun, um diese Tiere zu verteidigen, zu schützen und zu retten. Manchmal haben wir Erfolg, manchmal nicht, aber wir hören nie auf, es zu versuchen, solange der Wal noch atmet. Aufgeben ist keine Option.
Sea Shepherd Deutschland hat ein Schiff in der Ostsee. Sie hätten von Anfang an vor Ort sein müssen. Wenn dieser Wal stirbt, liegt die Verantwortung bei all jenen, die sich geweigert haben zu handeln. Umgekehrt verdient jede Person oder Gruppe, die sich für einen Rettungsversuch einsetzt, volle Unterstützung und Anerkennung.
Leider droht mir aufgrund meiner früheren Bemühungen zum Schutz der Wale im Walschutzgebiet des Südpolarmeers im Jahr 2010 auf Antrag Japan die Inhaftierung durch die deutschen Behörden, sodass ich nicht persönlich vor Ort sein kann. Hätte Sea Shepherd Global 2022 nicht meine Schiffe, Vermögenswerte und Unterstützer im Rahmen einer feindlichen Übernahme beschlagnahmt, hätten wir bereits eine Crew und ein Schiff vor Ort gehabt, bereit zum Handeln.
Anstatt diejenigen zu kritisieren, die versuchen, diesen Wal zu retten, hat sich Florian Stadler von Sea Shepherd Deutschland dafür entschieden, jegliche Verantwortung abzuschieben. Seine Haltung, dass man den Wal einfach sterben lassen sollte, ist nicht nur falsch, sie ist unvertretbar.
Lamya Essemlali – Sea Shepherd France
Wenn ein Wal lebend strandet, stellt dies für das Tier stets ein sehr hohes Risiko dar, und dies kann verschiedene Ursachen haben, die mit der Gesundheit des Tieres zusammenhängen können oder auch nicht. Wir wissen, dass Lärmbelästigung die Tiere manchmal in Stress versetzen kann. Sie können auch Opfer von Kollisionen mit Booten oder von Krankheiten werden.
Die Tatsache, dass kein Wissenschaftler oder Experte in die Gegend eilte, um zu versuchen, die Situation einzuschätzen, ist der eigentliche Schaden für das Wohlergehen der Tiere. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, kann es mehrere Stunden, Tage oder Wochen dauern, bis ein Wal einen qualvollen Tod stirbt, buchstäblich erdrückt von seinem eigenen Gewicht. Und wenn der Wal krank und dem Tod geweiht ist, gibt es Mittel, ihn einzuschläfern und sein Leiden zu verkürzen.
Wir von Sea Shepherd France begrüßen daher die Versuche, das Tier zu retten und wieder ins Wasser zu bringen, um ihm eine Überlebenschance zu geben oder ihm zu ermöglichen, im Meer zu sterben, wo es hingehört, anstatt tagelang oder wochenlang im Sand zu ersticken, und bezeichnen dies als Tierschutz.
Tom Strerath – Captain Paul Watson Foundation Germany
Wenn das politische Urteil „Tod durch Aussitzen“ lautet und der Hauch einer Möglichkeit besteht, dass ein gut durchdachter Rettungsversuch erfolgreich sein kann, dann muss man es versuchen. Ob der ohnehin zum Tode verurteilte Wal durch den Rettungsstress stirbt, das kann niemand vorher wissen.
Jedoch zu sagen, dass weniger Stress dem Tierwohl entspräche und zu einem angenehmeren Tod des Wals führt, ist wie die Behauptung, Bio-Fleisch zu essen wäre besser, weil die Tiere stressfreier und glücklicher ermordet wurden.
Deswegen möchten wir mit Fachleuten wie unter anderem Ingrid Visser und Robert Marc Lehmann und mit der Zuhilfenahme bereits existierender Dokumente zur Walrettung einen Ablaufplan für eine mögliche nächste Strandung eines Wals an der deutschen Küste oder unserer Nachbarländer erarbeiten.
So ein Desaster soll nicht wieder passieren.
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