22/01/2026
Unser Nervensystem spricht mit uns. Es zeigt uns, wie es ihm geht durch Empfindungen, Spannung, Erschöpfung, Atemmuster oder Unruhe. Verbinden wir uns wieder mit diesen Signalen, beginnt ein Prozess des Vertrauens: in den Körper, in seine Weisheit und in seine Art, uns etwas zu sagen.
Wie Marilyn Sewell festhielt: „The body has its own way of knowing. A knowing which has little to do with logic, and much to do with trust. Little with control, and much to do with acceptance. Little to do with division and analysis, and much to do with union.“
Unser Körper weiß, bevor unser Verstand es versteht. Dieses Wissen hat wenig mit Kontrolle und analytischem Denken zu tun, sondern viel mit Spüren und Erfahren. Wenn du dir die Zeit und den Raum nimmst, Innen zu halten und zuzuhören, kannst du lernen, deinen Körper zu verstehen. Er signalisiert dir frühzeitig, was er gerade braucht. Du musst nur üben, hinzuhören.
Die Neurowissenschaft bestätigt, dass Körperbewusstsein keine Esoterik ist, sondern messbare Effekte hat. Studien zeigen, dass achtsame Bewegung, bewusste Atmung und Körperwahrnehmung die Aktivität des autonomen Nervensystems regulieren und Stressreaktionen reduzieren können. Solche Praktiken beeinflussen nicht nur das subjektive Wohlbefinden, sondern auch physiologische Marker wie Herzratenvariabilität oder Kortisolspiegel, die mit emotionaler Regulation und Resilienz verknüpft sind.
Ich lade dich ein deinem inneren Wissen Raum zu geben. Achtsame Bewegungen und bewusste Auszeiten machen dein Körperwissen hörbar. Nicht als starre Technik, sondern als Dialog: Du lauschst, dein Körper antwortet. Und Vertrauen kann wachsen.