13/05/2017
MIAU ist nicht MIAU - Katzensprache für Anfänger
Forscher haben das vorerst banal erscheinende ‚Miau‘ der Hauskatze mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Was sich vermuten ließ, bestätigt auch die akustische Analyse: Katzen benutzen variierende Melodien und Betonungen des 😀Miaus, um mit dem Menschen zu kommunizieren. Je nach Bedürfnis, verwenden sie unterschiedliche Klänge, um ihrem Frauchen oder Herrchen mitzuteilen, was genau sie wollen. Wie haben Katzen das gelernt und wie verstehen wir sie? [soweit bei Facebook]
Alles Begann mit der Domestizierung: Seit 10000 Jahren leben Mensch und Katze zusammen. Dadurch kam es zu einer evolutionären Entwicklung: Katzen lernten, sich dem Menschen mitzuteilen, der Mensch wiederum bevorzugte wahrscheinlich Katzen, deren Laute dem menschlichen Gehör besondere Freude bereiten. Das Ausmaß dieser Entwicklung wird umso deutlicher, wenn man die Hauskatze mit der Wildkatze vergleicht: Die Wildkatze miaut so gut wie nie.
Kommen wir zum Punkt: Laut den Analysen macht eine verängstigte Katze „Miiii-au“, eine bettelnde Katze wiederum „Miii-Aaaaau“ – Ein Schrei nach Liebe? Generell schlägt die akustische Kurve bei der hungrigen Katze höher aus, bei einer zufriedenen Katze variiert die Melodie stärker. Klingt abstrakt. Aber keine Angst, der Mensch erkennt oft ganz von allein die Bedürfnisse der Katzen vollkommen richtig! Diese Intuition ist bei Katzenhaltern stärker ausgeprägt als bei Laien.
URL: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/forscher-ergruenden-die-sprache-der-katzen-a-1103243.html
Fauchen, Kreischen, Fiepen - Forscher versuchen, den Code der Katzen zu knacken: Manche Laute dienen allein der Kommunikation mit dem Menschen. Bloß, was wollen die Tiere uns eigentlich sagen? Von Laura Höflinger