Bundesärztekammer - BÄK

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Bundesärztekammer - BÄK Die Bundesärztekammer ist die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung.

Sie vertritt die berufspolitischen Interessen der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Als Arbeitsgemeinschaft der 17 deutschen Ärztekammern wirkt die Bundesärztekammer (BÄK) aktiv am gesundheitspolitischen Meinungsbildungsprozess der Gesellschaft mit und entwickelt Perspektiven für eine bürgernahe und verantwortungsbewusste Gesundheits- und Sozialpolitik. Die BÄK unterstützt die Arbeit der Ärztekammern und nimmt dabei mittelbar auch gesetzliche Aufgaben wahr. Unmittelbare gesetzliche Aufgaben sind der BÄK unter anderem im Rahmen der Qualitätssicherung sowie der Transplantationsgesetzgebung zugewachsen. Die Bundesärztekammer ist aus der im Jahre 1947 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern hervorgegangen. Heute ist sie die Arbeitsgemeinschaft der 17 Landesärztekammern und somit ein organisatorischer Zusammenschluss von Körperschaften öffentlichen Rechts. Die Bundesärztekammer selbst ist keine Körperschaft, sondern ein Verein ohne Rechtspersönlichkeit.

Ärztinnen und Ärzte gehören der BÄK lediglich mittelbar über die Pflichtmitgliedschaft in ihrer Ärztekammer an. Der einmal jährlich stattfindende Deutsche Ärztetag ist die Hauptversammlung der Bundesärztekammer, das "Parlament der Ärzteschaft". Der Präsident und die beiden Vizepräsidenten der Bundesärztekammer werden vom Deutschen Ärztetag für die Dauer von vier Jahren gewählt.

„Gehört wird, wer Ideen hat“Bundesärztekammer feiert 75-jähriges JubiläumDie Bundesärztekammer (BÄK) vertritt seit mehr ...
19/03/2025

„Gehört wird, wer Ideen hat“
Bundesärztekammer feiert 75-jähriges Jubiläum
Die Bundesärztekammer (BÄK) vertritt seit mehr als sieben Jahrzehnten die berufspolitischen Interessen von Ärztinnen und Ärzten. Zu den übergeordneten Zielen gehört unter anderem die Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin. Die 75-Jahr-Feier der BÄK Anfang Oktober stand ganz im Zeichen der ärztlichen Freiberuflichkeit, verbunden mit der Aufforderung an die Politik, die bewährten Strukturen der ärztlichen Selbstverwaltung zu stärken.

„Gehört wird, wer Ideen hat. Konstruktive Vorschläge für die Sicherung und Fortentwicklung einer qualitativ hochwertigen und patientenorientierten Gesundheitsversorgung in Deutschland hatte die Bundesärztekammer in den 75 Jahren ihres Bestehens fortwährend. Oft ist es ihr gelungen, diese in die politische Debatte ebenso einzubringen, wie in die konkrete Gesetzgebung auf Bundesebene. Damit schaffen wir Ärztinnen und Ärzte über unser eigenes berufliches Wirken hinaus einen ethischen, ökonomischen und kulturellen Mehrwert für die Gesellschaft“, betonte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt bei der Festveranstaltung in Berlin.
Der Bundesärztekammer kommt dabei zugute, dass sie sich seit ihrer Gründung im Jahr 1947 als Interessenvertretung aller Ärztinnen und Ärzte in Deutschland etabliert hat. Als solche ist sie ein von Politik, gesellschaftlichen Akteuren und Medien geschätzter Verhandlungs- und Gesprächspartner in allen gesundheitspolitischen und medizinisch-ethischen Fragen.

„Die BÄK und mit ihr die Landesärztekammern werden für die Organisation eines leistungsstarken Gesundheitswesens gebraucht. Die institutionelle Selbstverwaltung ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des deutschen Gesundheitswesens“, so Reinhardt. Aufgrund ihrer Sachkenntnis, ihrer Nähe zur Praxis und der Bindung zu ihren Mitgliedern regelten die ärztlichen Selbstverwaltungsorganisationen viele Details besser, als die Politik es könnte.

Gleichzeitig würden ärztliche Selbstverwaltungsinstitutionen aber mehr und mehr unter Druck gesetzt und in ihren Kompetenzen beschnitten, kritisierte Reinhardt. „Wir verbinden daher den Rückblick auf die 75-jährige Erfolgsgeschichte der Bundesärztekammer mit der klaren Aufforderung an die Politik, die bewährten Strukturen der ärztlichen Selbstverwaltung zu erhalten, zu stärken und weiter auszubauen“, sagte der BÄK-Präsident.
Chancen der Datennutzung wahrnehmen

Einen Blick in die Zukunft warf Prof. Dr. Alena Buyx, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, bei der Festveranstaltung. In ihrem Vortrag skizzierte sie zu dem Thema „Medizin der Zukunft – Arztrolle im Wandel“ zwei extreme Zukunftsszenarien:

Ein überarbeiteter, frustrierter Hausarzt, der sich tagtäglich einer endlosen Schlange wartender Patienten gegenübersieht, deren Behandlung er nur verwaltet, und eine ausufernde Dokumentation. Seine ärztlichen Tätigkeiten muss er an Algorithmen übertragen.
Der entspannte Alltag einer Allgemeinärztin, die sich in einem digital vernetzten und interoperablen Gesundheitssystem mit ausreichend Zeit ihren Patienten zuwenden kann.
Die Realität werde sich irgendwo dazwischen aufspannen, sagte Buyx. Aber schon um diese Mitte zu erreichen, müsse sich einigen Themen intensiv zugewendet werden.

Aus ihrer Sicht sei eines der bedeutendsten Zukunftsthemen die Digitalisierung und der Umgang mit Daten. Datenschutz sei wichtig, doch gebe es „inzwischen ein grotesk verschobenes, ethisch sehr problematisches Verhältnis von Chancen und Risiken bei der Datennutzung“. Seit Jahrzehnten werde sich viel zu sehr auf die Risikovermeidung fokussiert und dabei vergessen, was für Verluste an Leib und Leben hingenommen werden müssten, wenn zugleich die Chancen der Datennutzung nicht weit mehr in den Blick genommen würden.
Glückwünsche zum Jubiläum der Bundesärztekammer überbrachte auch Dr. Heidi Stensmyren, vormalige Präsidentin des Weltärztebundes.

In einer eigens zur 75-Jahr-Feier erstellten Festschrift übermitteln zahlreiche Vertreter aus Politik, Verbänden und Wissenschaft nicht nur ihre Glückwünsche an die Bundesärztekammer, sondern setzen sich mit der Rolle der ärztlichen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen auseinander.

BÄK legt Forderungspapier zur Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes vorDie Bundesärztekammer (BÄK) fordert Bund ...
19/03/2025

BÄK legt Forderungspapier zur Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes vor

Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert Bund und Länder zu einer auskömmlichen und vor allem nachhaltigen Finanzierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) auf.

„Globale Gesundheitskrisen, die Zunahme chronischer und psychosozialer Erkrankungen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, sozial bedingte gesundheitliche Ungleichheit, Migration und nicht zuletzt die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels machen den Öffentlichen Gesundheitsdienst heute wichtiger denn je“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor dem Tag des Gesundheitsamtes am 19. März. Er rief Bund und Länder dazu auf, den im Jahr 2020 geschlossenen Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst über das Jahr 2026 fortzuführen. „Mit den zusätzlichen finanziellen Mitteln des Pakts konnten wichtige personelle, administrative und technische Verbesserungen für die Gesundheitsämter erreicht werden. Aufgabe der neuen Bundesregierung ist es, diese Verbesserungen gemeinsam mit den Ländern langfristig finanziell abzusichern“, betonte der BÄK-Präsident.

In einem heute vorgelegten Positionspapier konkretisiert die Bundesärztekammer ihre Forderungen. Neben der Fortführung des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst macht sich die BÄK dafür stark, dass Gesundheitsämter auch zukünftig immer von Ärztinnen und Ärzten mit ihrer spezifischen medizinischen Expertise geleitet werden. An die neue Bundesregierung adressiert sie die Forderung, unter Einbeziehung der Ärzteschaft eine nationale Public Health-Strategie zur Förderung gesunder Lebensführung zu entwickeln. Zudem sollte die weitere Entwicklung der Public-Health-Institutionen auf Bundesebene, wie das Robert Koch-Institut und das neu errichtete Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, eng mit der Ärzteschaft und den weiteren Fachkreisen abgestimmt werden.

Der Tag des Gesundheitsamtes steht in diesem Jahr unter dem Motto „Klimawandel und Gesundheit“. Reinhardt wies darauf hin, dass sich der Klima­wandel auf unterschiedliche Weise unmittelbar und mittelbar auf die menschliche Gesundheit auswirke, unter anderem durch Hitzewellen und Dürren, durch Ausbreitung von Tropenkrankheiten und Zunahme psychischer Erkrankungen, wie Angstzuständen und Depressionen. Reinhardt erinnerte daran, dass der ÖGD auch bei diesen neuen Herausforderungen eine Schlüsselrolle für den Bevölkerungsschutz übernimmt.

18/03/2025

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