Afrika Center Berlin

Afrika Center Berlin Das Afrika Center Berlin, gegründet 1996, ist ein Haus für Bewusstseinsbildung und für die Begleitung und und Beratung von Afrikaner_innen.

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Durch seine lange Erfahrung kann das Team vom Afrika Center Afrikaner_innen in dem für sie ungewohnten sozialen, kulturellen und religiösen Umfeld Europas und Deutschlands mit Rat und Tat zur Seite stehen. In Kooperation mit Migrantenorganisationen, medizinischen Einrichtungen und mit juristischem Fachpersonal bieten wir eine umfassende Beratung. Vor allem will das Afrika Center Berlin interkulturelle Begegnungen und Erfahrungsaustausch ermöglichen und sich für ein besseres Verständnis afrikanischer Kultur, Mentalität und Religion einsetzen.

21/11/2025

Somalia: Datenpanne bei elektronischen Visa
Eine schwerwiegende Datenpanne im elektronischen Visumsystem Somalias könnte persönliche Daten von
Zehntausenden Antragstellern offengelegt haben.
Glaubwürdigen Berichten zufolge haben„unbekannte Hacker” die E-Visum-Plattform der somalischen
Regierung infiltriert und damit möglicherweise Daten von mindestens 35.000 Personen kompromittiert. Die im
Internet kursierenden geleakten Dokumente enthalten Namen, Fotos, Geburtsdaten, Familienstand,
Wohnadressen und E-Mail-Kontakte. Die somalischen Behörden haben sich zu dem Vorfall nicht geäußert. Die Regierung hat jedoch ihren Visumsdienst von evisa.gov.so auf etas.gov.so verlegt, ohne eine offizielle
Erklärung abzugeben. Das neue System Somalias verlangt von allen Reisenden, dass sie ihre Einreisevisa online beantragen. 17.11.2025

20/11/2025

Tansania: Kirche fordert Regierung zu Entschuldigung auf
Die politischen Führer sollen für die Gewalt nach der Niederschlagung von Straßenprotesten um Entschuldigung bitten. Das fordert der Bischof von Lindi, Wolfgang Pisa.

„Vielen Menschen wurde die Identifizierung der Leichen ihrer Verwandten oder Freunde verweigert“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz gegenüber Vatican News. Zur Gewalt vor und nach den Wahlen sprach er von „einem traurigen, schrecklichen, tödlichen Ereignis“.

Am Tag der Parlamentswahl vom 29. Oktober haben die Sicherheitskräfte nach Angaben des Bischofs mit beispiellos brutaler Gewalt auf Proteste in den großen Städten reagiert. „Sie haben nicht nur auf Demonstranten geschossen und sie getötet, sondern auch auf Menschen, die vor ihren Häusern standen und nichts mit den Protesten zu tun hatten. Sie taten dies auf ungezügelte Weise, ohne Gnade.“

Auch auf Unbeteiligte geschossen
Demonstrationen seien „ein Recht des Volkes“, sie dürften nicht mit Waffengewalt unterbunden werden. „Außerdem wussten die jungen Menschen, die die Proteste anführen, sehr wohl, dass die Behörden in einer derart angespannten gesellschaftspolitischen Lage niemals eine Genehmigung für Demonstrationen erteilt hätten.“

Wie viele Tote und Verletzte es insgesamt gab, weiß noch niemand. Nach ihrer Vereidigung für ihre zweite Amtszeit hatte Präsidentin Samia Suluhu Hassan die Zahl der Opfer heruntergespielt und von „wenigen Opfern“ gesprochen, ohne jedoch eine offizielle Bilanz bekanntzugeben. Zeugen hatten hingegen erklärt, Stapel von Hunderten von Leichen gesehen zu haben.

Versuche, die Zahl der Toten zu verschleiern
„Wir haben Berichte erhalten, dass in einigen unserer Missionskrankenhäuser wie dem Rugambwa Hospital in Daressalam das medizinische Personal von der Polizei angewiesen wurde, verletzten Demonstranten die medizinische Versorgung zu verweigern oder ihnen nur begrenzte Hilfe zu leisten“, berichtet Lindi gegenüber Vatican News. „Von Anfang an wurden sie als Kriminelle bezeichnet, und wenn die Absicht der Sicherheitskräfte darin bestand, sie zu töten und nicht die Proteste friedlich zu beenden, überrascht es mich nicht, dass sie sie lieber tot als lebendig und auf der Suche nach medizinischer Hilfe sehen wollten.“

Außerdem hätte eine Versorgung der Verletzten „der Welt letztendlich ein wahrheitsgetreues Bild der Lage vermittelt“, fährt der Vorsitzende der Bischofskonferenz fort. Das hätte somit „zur Aufdeckung der Verantwortlichkeiten der Sicherheitskräfte geführt“. Es habe auch weitere Versuche gegeben, die Zahl der Toten zu verschleiern: „Vielen Menschen wurde in Leichenhallen und auf den Straßen die Identifizierung der Leichen ihrer Verwandten oder Freunde verwehrt. Das Ausmaß dieser Vorfälle ist jedoch noch schwer einzuschätzen.“

„Die letzten fairen Wahlen? Das waren die von 2015“

Die Analyse des Vorsitzenden der Bischofskonferenz reicht noch weiter zurück. Er spricht von Gewalt, die seit Jahren in Tansania herrsche und die dazu beigetragen haben dürfte, die jüngsten regierungsfeindlichen Proteste zu schüren: „Laut einem Dokument, das am 23. Oktober von der Vereinigung der Akademiker der Universität Daressalam veröffentlicht wurde, wurden zwischen 2020 und 2025 87 Menschen entführt. Davon wurden 36 brutal ermordet. Seit Jahren sorgt dies für öffentliche Empörung, da sich die Menschen fragen, ob dies das Werk der Polizei oder einer unbekannten unabhängigen Kraft oder sogar beider ist.“ Er frage sich, warum die Regierung nicht eingreife und den Übergriffen ein Ende setze. „Handelt es sich vielleicht um eine neue Art, die Bevölkerung einzuschüchtern, um sie zum Schweigen zu bringen?“

Pisa erwähnt auch, dass Oppositionsführer vor der Wahl schikaniert oder inhaftiert wurden. „Diese restriktive Haltung, einschließlich des Verbots für die Chadema-Partei, an den Wahlen teilzunehmen, zeigt deutlich, dass die Regierungspartei nicht offen für Demokratie und Mehrparteienwahlen ist. Die letzten fairen Wahlen? Das waren die vor 2015.

Die Kirche fühlt sich nach den Worten des Bischofs mehr denn je der Aufgabe verpflichtet, für Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden einzutreten. Sie fordere, „dass sich die politischen Führer für die Gewalttaten entschuldigen und dass unverzüglich ein unabhängiger Ausschuss eingerichtet wird, um dieses Desaster zu untersuchen“. Präsidentin Samia Sululu Hassan hat letzte Woche eine Untersuchungskommission zu der Gewalt eingerichtet. Doch die wichtigste Oppositionspartei, Chadema, lehnt diese Kommission ab: Sie sei nicht unparteiisch, sondern solle vielmehr „dazu dienen, die Wahrheit zu verschleiern“.

(vatican news – federico piana/stefan von kempis)

19/11/2025

Guineas Mega-Eisenerzprojekt - Simandou
Präsident Paul Kagame traf in Conakry, Guinea, ein, wo er gemeinsam mit Präsident Mamadi Doumbouya den
offiziellen Startschuss für das Simandou-Eisenerzprojekt gab, eines der größten laufenden Bergbauprojekte
weltweit. Das Vorkommen befindet sich im Simandou-Gebirge im Südosten Guineas und gilt als die größte unerschlossene Eisenerzreserve der Welt. Das
Simandou-Projekt ist mehr als nur ein Bergbauvorhaben, es ist eine der ehrgeizigsten Infrastrukturinvestitionen
Afrikas. Das über 650 km lange Eisenbahnnetz verbindet die Bergbaustandorte in der bergigen Region Nzerekore mit den Küstenschifffahrtsterminals und schafft einen neuen Wirtschaftskorridor quer durch das Land. Die Eisenbahnstrecke umfasst 235 Brücken und mehr als 24km Tunnel. Es ist damit eines der ehrgeizigsten
Infrastrukturprojekte Afrikas.

18/11/2025

Nigeria: 25 Schülerinnen entführt
Im Bundesstaat Kebbi im Nordwesten Nigerias sind in der Nacht auf Montag 25 Schülerinnen von bewaffneten Männern entführt worden. Das teilt die örtliche Polizei mit.

„Eine Bande von bewaffneten Banditen stürmte die öffentliche Mädchenschule von Maga“ im Bezirk Danko, erklärte die Polizei am Montag in einer Mitteilung und präzisierte, dass bei dem Überfall „25 Schülerinnen“ entführt worden seien. Die Polizei gab an, sie habe sich ein „bewaffnetes Duell“ mit den Angreifern geliefert, doch diese hätten „bereits den Zaun der Schule überklettert und die Schülerinnen aus ihrem Schlafsaal entführt“, um sie „an einen unbekannten Ort“ zu bringen.

Der Vizedirektor der Schule wurde von den Kriminellen getötet, während ein Lehrer an der Hand verletzt wurde. Die Polizei von Kebbi erklärte außerdem, dass ein Team aus Polizisten, Soldaten und Mitgliedern ziviler Milizen gebildet worden sei. Dieses „durchkämmt die von den Banditen benutzten Routen und den angrenzenden Wald“, um „die entführten Schülerinnen zu befreien und zu versuchen, die Täter dieser abscheulichen Tat festzunehmen“.

Häufige Entführungen gegen Lösegeld
In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, das von Unsicherheit geprägt ist, kommen Entführungen gegen Lösegeld häufig vor. Die Bundesstaaten im Zentrum und Nordwesten Nigerias werden seit Jahren von kriminellen Banden terrorisiert, die von den Behörden als „Banditen” bezeichnet werden. Die Gewalt, die ursprünglich mit Konflikten um Land- und Wasserrechte zwischen Viehzüchtern und Bauern zusammenhing, hat sich zu Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität entwickelt. Dabei übernehmen immer wieder Banden die Kontrolle über ländliche Gemeinden, in denen die Regierung kaum oder gar nicht präsent ist.

(afp – sk)

16/11/2025

Kongo: Grausames Massaker an Zivilisten in Kivu
Etwa 20 Menschen sollen Opfer eines brutalen Terroranschlags der „Allied Democratic Forces“ (ADF) im Dorf Byambwe in der Demokratischen Republik Kongo geworden sein. Die Milizionäre nahmen ein von Ordensschwestern betriebenes Krankenhaus ins Visier. Ein Fidei-Donum-Missionar berichtet.

Es handelt sich um das x-te Massaker an Zivilisten – in diesem Fall waren es Kranke und stillende Mütter. Die Bluttat ereignete sich in Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo, wo die Lage trotz eines kürzlich von der Trump-Regierung mit Ruanda ausgehandelten Abkommens weiterhin katastrophal ist. Die Kämpfe mit der M23 dauern in den östlichen Provinzen des Landes unvermindert an, und die Zentralregierung muss sich gleichzeitig mit islamistischem Terrorismus auseinandersetzen.

Papst erwähnt Angriff beim Angelus
Am Freitagabend drangen gegen 22 Uhr Ortszeit Terroristen der ADF (Allied Democratic Forces), die seit 2009 dem Islamischen Staat treu sind, in den Ballungsraum Byambwe in der Diözese Butembo-Beni ein. Sie griffen das von Ordensschwestern geführte Gesundheitszentrum der Diözese an, massakrierten die Patienten und steckten dann das gesamte Gebäude in Brand. Dutzende Frauen wurden in der Entbindungsstation getötet, und das Grauen setzte sich im Dorf fort, wo die Terroristen erneut zuschlugen, um dann in die Wälder zu fliehen.

Papst Leo ging auf das Massaker am Sonntag bei seinem Angelusgebet auf dem Petersplatz ein und rief zum Gebet für verfolgte Christen auf.

Systematische Massaker
Die Nachricht wurde den Vatikanmedien von Don Giovanni Piumatti bestätigt, einem italienischen Priester aus Pinerolo, der seit über 50 Jahren als Fidei-Donum-Missionar in der kongolesischen Diözese Butembo-Beni tätig ist. Obwohl er nach Italien zurückgekehrt ist, verfolgt er weiterhin aufmerksam die Lage in seinem Wahlheimatland.

„Es ist ein typisches Massaker der ADF“, erzählt er, „es gibt 15 Opfer in der Krankenstation und weitere fünf in der Umgebung. Sie haben das gesamte Gebäude und weitere 27 Häuser in Brand gesteckt, und bevor sie alles zerstörten, haben sie den gesamten Medikamentenvorrat gestohlen, ich glaube, das war ihr eigentliches Ziel. Sie haben Panik ausgelöst, wurden verfolgt, aber trotz der Bemühungen der Armee sind sie entkommen. Diese Terroristen scheinen tatsächlich besser ausgerüstet und bewaffnet zu sein als die regulären Streitkräfte. Das Tragische daran ist jedoch nicht nur der Tod unschuldiger Menschen an sich, sondern die Art und Weise, wie sie getötet werden: Sie schlachten Zivilisten ab, schneiden ihnen die Kehle durch, auf grausame Weise. Hier haben sie Mütter beim Stillen ermordet, Massaker jenseits aller Vorstellungskraft. Tatsache ist, dass solche Vorfälle fast jede Woche vorkommen und viele davon verschwiegen werden.“

Die Verantwortlichen für den Angriff auf Byambwe seien dieselben, die am 27. Juli die christliche Kirche von Komanda (Ituri) angegriffen haben, wo gerade ein Gottesdienst stattfand, und mit Macheten und Gewehren Dutzende von betenden Christen getötet haben. Auch dieser Angriff wurde von Papst Leo XIV. während der Generalaudienz am 30. Juli 2025 scharf verurteilt:

„Ich bekräftige meine tiefe Trauer über den brutalen Terroranschlag, bei dem über 40 Christen während einer Gebetswache in der Kirche und in ihren Häusern getötet wurden. Während ich die Opfer der barmherzigen Liebe Gottes anvertraue, bete ich für die Verletzten und für die Christen, die weltweit weiterhin unter Gewalt und Verfolgung leiden, und fordere alle Verantwortlichen auf lokaler und internationaler Ebene auf, zusammenzuarbeiten, um ähnliche Tragödien zu verhindern“, sagte der Papst.

Die Tätigkeit der Krankenstation
Die Schwestern der Krankenstation „Petites Sœurs de la Présentation“ leisten medizinische Hilfe in einer abgelegenen Gegend von Nord-Kivu, wo es praktisch keine Krankenhäuser gibt. Sie helfen vor allem Frauen bei der Geburt, aber innerhalb der Einrichtung gibt es auch Ambulanzen, in denen verschiedene chirurgische Eingriffe durchgeführt werden.

„Die ADF“, so der Missionar weiter, „sind seit mindestens drei Jahren in dieser Gegend präsent. Viele der Terroristen kommen aus Uganda, sie greifen wahllos an, auf der Straße, in den Dörfern, auf den Feldern, während die Menschen arbeiten, und neben dem Töten entführen sie auch Kinder und Jugendliche, um sie auszubilden. Oft stehen sie unter Drogeneinfluss und betäuben die Menschen, die sie entführen. Wenn sie einen Angriff vorbereiten, führen die Erwachsenen den ersten Schlag aus und zwingen dann die Jugendlichen, mit Macheten weiterzumachen. Sie sind brutal.“

Die gesamte Mission steht noch unter Schock, sie haben überall Panik verbreitet, und viele Dorfbewohner, die aus ihren Häusern geflohen sind, sind noch nicht zurückgekehrt. Die Schwestern auf der Straße leisten weiterhin Hilfe, so gut sie können.

„Beschämendes“ Schweigen der internationalen Gemeinschaft
Derzeit scheint es unter den Ordensschwestern keine Opfer zu geben, aber sicherlich wurden viele Neugeborene weggebracht. „Es ist schrecklich und unermesslich schmerzhaft, solche Dinge zu sehen und zu hören“, so Don Piumatti, der das internationale Desinteresse an den Vorgängen im Kongo kritisiert. Hintergrund dafür sei, dass die westliche Welt bestimmte Formen von Gewalt und Terrorismus aus wirtschaftlichen Interessen hinnehme:

„In Kivu“, sagt er, „haben wir Ressourcenvorkommen, es ist ein Land, das reich an wertvollen Rohstoffen ist und seit jeher umkämpft ist, weshalb diese islamistischen Kräfte Unterstützung erhalten. Die ADF sind die grausamsten, aber sie sind nicht die einzigen, die Waffen und Geld erhalten, die den Handel begünstigen können. Diese Unruhen begünstigen den Handel, und das Schweigen ist sehr schwerwiegend.“

(vatican news – pr)

14/11/2025

USA Politik – bezahlen, abschieben
Die Vereinigten Staaten haben 7,5 Millionen US-Dollar
an die Regierung von Äquatorialguinea überwiesen, eines der repressivsten und korruptesten Länder der Welt, damit es nicht-staatsangehörige Abgeschobene
aufnimmt. Das an Äquatorialguinea überwiesene Geld stammt aus einem Fonds, der vom US-Kongress zur
Bewältigung internationaler Flüchtlingskrisen – und manchmal auch zur Erleichterung der Umsiedlung von
Flüchtlingen in die USA – bereitgestellt wurde, aber unter der Trump-Regierung stattdessen zur Beschleunigung ihrer Abschiebung umgewidmet wurde. Der Fonds wurde direkt an die Regierung überwiesen, deren Präsident Teodoro Mbasogo seit 46 Jahren an der Macht ist. 11.11.

13/11/2025

Botsuana: Britische Regierung unterstützt Betp
Die Regierung des Vereinigten Königreichs (UK) hat Unterstützung für das Economic Transformation Programme (BETP) von Botswana zugesagt, das darauf abzielt, das Wachstum des Landes zu beschleunigen
und die nationale Entwicklung voranzutreiben. Die UK ist daran interessiert, die Energiewende in Botswana zu unterstützen, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien und grüne Technologien, um die Ziele der Vision 2036 zu erreichen. Ziel der botswanischen Vision 2036 ist es ,50 % des Energiemixes bis 2030 aus erneuerbaren Quellen zu decken, und einen universellen Zugang zu Elektrizität zu erreichen. 04.11.2025

12/11/2025

Mauretanien: Oberster Gerichtshof bestätigt Verurteilung
Der ehemalige Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz, hat seine letzte Berufung gegen eine 15-jährige Haftstrafe wegen Korruption während seiner Amtszeit verloren.
Nachdem Abdel Aziz 2008 durch einen Staatsstreich die Macht ergriffen hatte, wurde er zweimal zum Präsidenten gewählt. Er war von 2009 bis 2019 im Amt, bevor er zurücktrat. Im Jahr 2021 wurde er zusammen mit zehn weiteren prominenten Persönlichkeiten, darunter zwei ehemalige Premierminister, wegen illegaler Bereicher-
ung, Amtsmissbrauch, Einflussnahme und Geldwäsche angeklagt. Seit seiner Verurteilung wurden ihm sein Vermögen und seine Bürgerrechte entzogen. 06.11.2025

11/11/2025

Gewalt in Tansania: Kirche arbeitet für Frieden und Heilung
Nach den gewaltsamen Unruhen im Anschluss an die tansanischen Parlamentswahlen im Oktober hat die katholische Kirche eine führende Rolle bei der Trauerbegleitung und dem Aufruf zur nationalen Versöhnung übernommen. Doch die Wunden, die die Gewalt hinterlassen hat, werden noch lange schmerzen, befürchten Einwohner.

„Tansania war unter den Nationen Afrikas schon immer als das einzige Land bekannt, in dem es nie einen Krieg gegeben hat. Auch die Unabhängigkeit, die 1961 erlangt wurde, geschah auf diplomatischem Weg. In Tansania ist nie Blut vergossen worden, und genau darauf war das Land bis gestern stolz“, berichtet diese Frau, deren Name aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht wird, im Gespräch mit Radio Vatikan. Genau deshalb sei diese „barbarische und unmenschliche Reaktion“ auf die zunächst friedlichen Proteste so erschütternd, meint sie spürbar fassungslos: „Junge Menschen zu töten, die lediglich protestieren, um gehört zu werden, um Raum zu haben, und sie dann auch noch grundlos zu ermorden. Man kann sie bestrafen, wenn sie sich nicht auf die richtige Weise ausgedrückt haben, aber sie zu töten, widerspricht zutiefst dem Wesen Tansanias.“

In ihrer eigenen Erfahrung in Tansania habe sie immer ein offenes und hilfsbereites Volk kennengelernt, so die Frau, die sich selbst erst in dem Land einleben musste und vor allem während ihrer ersten Jahre oft Hilfe bei kleinen Dingen gebraucht - welche sie stets auf freundliche und unkomplizierte Weise auch erhalten habe. Das Wohl der Gemeinschaft stehe über eigensüchtigen Interessen, das sei das Tansania, das sie kannte, meint unsere Interviewpartnerin.

„Was jedoch seit dem 29. Oktober (dem Tag der Wahlen, Anm.) geschehen ist, hat eine tiefe Wunde geschlagen, denn die Menschen fühlen sich in dieser Art des Regierens nicht mehr vertreten. Das ist gefährlich, auch weil diese Situation nicht plötzlich entstanden ist – seit Monaten breitete sich Unzufriedenheit aus. Die Ereignisse des letzten Jahres – das Verschwinden und die Ermordung von Oppositionsvertretern – haben all die Wut angehäuft, die sich jetzt entladen hat.“

Unregelmäßigkeiten und Gewalt schon vor den Wahlen
Mit offiziell 98 Prozent Zustimmung war die amtierende Präsidentin Samia Suluhu Hassan nach den Wahlen im Amt bestätigt worden. Voraus gingen Monate, in denen die einst als Hoffnungsträgerin angetretene Präsidentin nicht nur parteiinterne Kritiker ausgeschaltet hat, sondern auch mit gezielten Entführungen, Verhaftungen und sogar brutalen Morden an Oppositionskandidaten in Verbindung gebracht wurde. Doch vor allem junge Menschen wollten das Wahlergebnis nicht hinnehmen und bei friedlichen Protesten ihre Stimme hören lassen. Allerdings eskalierte die Situation schnell:

„Man muss auch die Wahrheit sagen: Als die ersten Schüsse auf junge Demonstranten fielen, reagierten manche von ihnen, indem sie Regierungsgebäude, Tankstellen und Polizeibüros anzündeten. Es war eine verständliche Reaktion in einer solchen Situation, denn die Demonstrationen begannen völlig friedlich, und die Polizei eröffnete das Feuer auf Jugendliche, die nur auf der Straße gingen. Die Zahl der Opfer steht in keinem Verhältnis zu den Ereignissen selbst, und diese Wunde wird lange brauchen, um zu heilen.“

Hunderte Menschen könnten der Gewalt zum Opfer gefallen sein, befürchten Oppositionsvertreter. Belastbare Zahlen über Todesopfer bei den Protesten sind noch nicht veröffentlicht worden, allerdings zirkulieren authentische Videos und Fotos, auf denen zahlreiche Leichen auf den Straßen und an improvisierten Aufbahrstellen zu sehen sind. Auch international ist das Handeln der Regierung, das in krassem Gegensatz zum bisher geradezu glänzenden Ruf des Landes in Punkto Demokratie und Friedensförderung steht, scharf verurteilt worden. In ungewöhnlicher Deutlichkeit hatten beispielsweise die Afrikanische Union und die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) festgestellt, der Wahlsieg Samias entspreche keinesfalls demokratischen Standards. Eine entscheidende Rolle in dieser verfahrenen Situation könne die Kirche spielen, zeigt sich unsere Interviewpartnerin überzeugt:

„Denn wenn es darum geht, Wunden zu heilen, dann ist das eine der Aufgaben, die Jesus seiner Kirche anvertraut hat. Es geht dabei nicht nur um körperliche Wunden, sondern auch um diese tiefen gesellschaftlichen Spaltungen. Die Kirche muss sich den Raum nehmen, Vermittlung zu leisten – denn dieser Heilungsprozess wird nicht kurz sein.“

Zahlreiche Messen
In zahlreichen Messen im ganzen Land wurde unterdessen der Toten gedacht und für Frieden gebetet. In Daressalam hatte Erzbischof Jude Thaddeus Rwa’ichi bei einer besonderen Messe am Sonntag das Blutvergießen beklagt und erklärt, dass diese Gewalt „nicht das wahre Gesicht Tansanias“ widerspiegele. Er beschrieb die Nation als „verwundet“ und ihrer Würde beraubt und betonte, dass das Töten von Demonstranten oder Zivilisten „ein Gräuel vor Gott“ sei. Er rief dazu auf, über Gerechtigkeit und Weisheit nachzudenken, da echter Frieden nur auf wahrer Gerechtigkeit gegründet werden könne.

Zur gleichen Zeit leitete Erzbischof Gervas Nyaisonga in Mbeya eine weitere Messe mit sechs Hauptanliegen: Gebet für die Verstorbenen, die Verletzten, die Vermissten, für jene, die ihr Eigentum verloren haben, für eine nationale Gewissenserforschung sowie für Heilung. Er rief zu Vergebung und Mut auf und forderte die Gläubigen auf, das Land „als tapfere Menschen“ wiederaufzubauen. An die Verantwortlichen appellierte er, Demut zu zeigen, da wahre Stärke in der Anerkennung liege, dass „niemand die Stelle des Allmächtigen einnehmen kann“.

Auch in anderen Teilen des Landes hatte die Kirche die Gläubigen zum Gebet für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden eingeladen.

(vatican news)

10/11/2025

Ghana: Wasserhyazinthe erstickt Volta-See
Das Unkraut breitet sich schnell über den Volta-See im Süden Ghanas aus, beeinträchtigt die Fischerei und
bedroht die Lebensgrundlagen der Einheimischen. Die Wasserhyazinthe, im Amazonasbecken in Südamerika
beheimatet, ist eine der invasivsten Arten der Welt. Ghanas Western Region meldete erstmals 1984 Wasserhyazinthe entlang des Flusses Tano. Er breitete sich auf andere Gewässer aus, darunter den Volta-See, der sich hinter einem Wasserkraftwerk befindet, das
einen Großteil des Stroms des Landes erzeugt. Ghanas Umweltschutzbehörde (EPA) hat Bedenken hinsichtlich der großen ökologischen und wirtschaftlichen Bedrohung geäußert, die von der raschen Ausbreitung der lavendelblauen blühenden Pflanze ausgeht. 04.11.202

07/11/2025

Sudan: Vereinigten Arabischen Emirate zwielichtige Rolle
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sehen sich mit Gegenreaktionen wegen angeblicher Rolle im sudanesischen Gold- und Waffenhandel konfrontiert. Die
VAE, Sudans größter Goldkäufer, werden beschuldigt, die Rapid Support Forces (RSF) zu unterstützen, eine mächtige paramilitärische Gruppe, die gegen die
nationale Armee kämpft. Die Rolle Abu Dhabis im Sudankrieg bleibt unklar. Die VAE unterhalten enge wirtschaftliche Beziehungen zur sudanesischen
Regierung unter General Abdel Fattah al-Burhan und sind ein wichtiger Handelspartner. Die VAE hat in der
ersten Hälfte des Jahres 2025 rund 90 % der legalen Goldexporte des Landes importiert. Gleichzeitig beschuldigt die sudanesische Armee Abu Dhabi, habe
Waffen an den RSF-Kommandeur Mohamed Hamdan Dagalo geliefert. Amnesty International teilte im Mai 2025
mit, dass in China hergestellte Lenkbomben und Haubitzen über die VAE an die RSF geliefert wurden.

Sudan: Sudan-Konflikt weitet sich nach Osten aus,
Die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) haben Tausende weitere Menschen in den Sudan in die Flucht getrieben, während sie nach den Gräueltaten während ihres Angriffs auf el-Fasher in der westlichen Region Darfur eine neue Offensive vorbereiten. Tausende weitere fliehen, während sich der Sudan-Konflikt nach Osten ausweitet. Die sudanesischen Streitkräfte kontrollieren derzeit el-Obeid, beide Seiten haben sich jedoch auf einen großen Kampf um die Stadt vorbereitet.

06/11/2025

Aufhebung der Altersgrenze für das Präsidentenamt
Das Parlament von Dschibuti hat einstimmig beschlossen, die Altersgrenze für Präsidenten des Landes, die in der Verfassung auf 75 Jahre festgelegt
war, aufzuheben. Dies ermöglicht es dem derzeitigen Präsidenten Ismail Omar Guelleh, 77, bei den Wahlen im April 2026 erneut zu kandidieren.

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