Cannabinoide Beratung Berlin

Cannabinoide Beratung Berlin Hier haben Kranke & Interessierte die Möglichkeit sich über Cannabis in der Medizin & Antragsverfahren nach §3.2 BtMG zu informieren.

01/05/2026

Ende der Erstattungsfähigkeit für Blüten
Cannabis-Verbände warnen vor Folgen des Gesundheits-Sparpakets
Durch die geplanten Einsparungen bei der GKV-Erstattung von Cannabisblüten sehen verschiedene Fachverbände die Gefahr von Versorgungsabbrüchen. Zudem seien die Kosteneinsparung falsch kalkuliert.
Erstellt am 29.04.2026, 16:45 Uhr

Kommt bald das Aus für die Blüten-Erstattung? (Foto: IMAGO/teamwork)
Mehrere Fachverbände warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den Folgen des heute im Bundeskabinett verabschiedeten Gesundheits-Sparpakets. In dem Paket ist unter anderem auch das Ende der Erstattungsfähigkeit von Cannabis-Blüten vorgesehen. Weiterhin erstattungsfähig bleiben Extrakte und Fertigarzneimittel. Dass die Kosten für Blüten nun nicht mehr von den Kassen übernommen werden sollen, würde Chroniker, Schwerkranke und Palliativ-Patienten besonders hart treffen.

„Für viele schwerkranke Patientinnen und Patienten sind Cannabisblüten kein ‚Lifestyle-Produkt‘, sondern die Therapie, die ihnen überhaupt erst ein Stück Lebensqualität ermöglicht“, betont Daniela Joachim vom Bund Deutscher Cannabis-Patienten.

Extrakte sind kein Ersatz
Extrakte könnten Blüten nicht gleichwertig ersetzen. Insbesondere der schnellere Wirkungseintritt sei für akute Schmerzen, Spastiken, Übelkeit oder Migräne entscheidend. Erhobene Daten würden zudem nahelegen, dass bei verordneten Cannabis-Blüten die Therapieabbruchraten geringer seien – ebenso wie berichtete Nebenwirkungen.

Auch das Argument einer erhöhten Suchtgefahr bei inhalativer Anwendung sei wissenschaftlich nicht belegt. Missbrauchs- oder Abhängigkeitsentwicklungen gebe es nur in einem „verschwindend geringen Anteil der Fälle“.

Hohe medizinische Qualitätsstandards sind garantiert
Die bemängelte fehlende Standardisierung von Blüten könne durch die geltenden strengen GACP- und GMP-Standards widerlegt werden. Geringfügige Schwankungen der Wirkstoffkonzentration seien klinisch beherrschbar.

„Die Versorgung mit medizinischen Cannabisblüten erfolgt heute über etablierte, hochqualifizierte Apothekenstrukturen mit speziellen Qualitäts-, Dokumentations- und Beratungsprozessen“, sagte die Geschäftsführerin des Verbandes der Cannabis versorgenden Apotheken, Dr. Christiane Neubaur. Diese Strukturen sicherten eine verantwortungsvolle, kontrollierte und fachgerechte Versorgung. Ihre faktische Entwertung durch einen pauschalen Leistungsausschluss sei „gesundheitspolitisch kurzsichtig“.

Versorgungsabbrüche drohen
Die Verbände bezweifeln auch das veranschlagte Einsparpotenzial für die GKV. So sei eine absehbare Verlagerung auf teurere Arzneimittel nicht mit einkalkuliert worden. Zudem würden sich viele schwerkranke Patienten keine Selbstzahlung leisten können. Versorgungsabbrüche und das Ausweichen auf andere Beschaffungswege wären die Folge, warnte Dirk Heitepriem, Präsident des Branchenverbandes Cannabiswirtschaft. Die Cannabis-Verbände sehen in den Plänen der Regierung einen unmittelbaren Eingriff in die ärztliche Therapiehoheit.

Dadurch, dass schwerkranken Patienten der Zugang zu einer für sie wirksamen Therapie verwehrt werde, würde deren Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt, argumentieren sie. Zudem sehen die Verbände einen Verstoß gegen den verfassungsrechtlich relevanten Vertrauensschutz. Demnach darf der Staat enttäuschtes Vertrauen nicht beliebig verursachen, sondern muss Rechtssicherheit und Berechenbarkeit garantieren.

Unterzeichner der Stellungnahme sind die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM), der Bund Deutscher Cannabis-Patienten (BDCan), der Branchenverband Cannabiswirtschaft (BvCW), der Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen (BPC) und der Verband der Cannabis versorgenden Apotheken (VCA).

Deshalb fordern die unterzeichnenden Verbände die Regierung auf, von ihren Plänen abzurücken und die Erstattungsfähigkeit für Cannabis-Blüten beizubehalten.

17/04/2026

Cannabis ersetzt andere Rx-Medikamente*.
*(Verschreibungspflichtige Medikamente).
Apotheke Adhoc berichtet über neue Daten aus
dem Cannabis-Barometer von Bloomwell.
Ausgewertet wurden über 3.500 Patient:innen.
Die Ergebnisse sind deutlich,
und sie haben eine Konsequenz,
über die viel zu selten gesprochen wird.
💊 Massive Reduktion klassischer Medikamente.
Vor Beginn der Therapie nahmen viele Befragte klassischere Verschreibungspflichtige Medikamente ein.
56 Prozent Schmerzmittel.
52 Prozent Schlafmittel.
27 Prozent Antidepressiva.
19 Prozent Opioide.
Nach Beginn der Therapie mit Medizinal-Cannabis zeigt sich laut Bloomwell:
85 Prozent weniger klassische Medikamente im Durchschnitt.
59 Prozent setzen Medikamente komplett ab.
Besonders auffällig:
76 Prozent setzen Schlafmittel vollständig ab.
61 Prozent beenden ihre Opioid-Therapie.
77 Prozent setzen Methylphenidat komplett ab.
Das ist keine Kleinigkeit.
Das ist eine reale Verschiebung in der Versorgung.
⚠️ Weniger Nebenwirkungen:
61 Prozent berichten, gar keine arzneimittelassoziierten
Nebenwirkungen mehr zu verspüren.
38 Prozent berichten von weniger Nebenwirkungen.
Auch das ist relevant.
Denn für viele Patient:innen geht es nicht nur um Wirkung,
sondern auch darum,
klassische Nebenwirkungen endlich loszuwerden.
🧠 Mehr Lebensqualität, mehr Alltagstauglichkeit
68 Prozent berichten von besserer Konzentration.
54 Prozent von weniger beruflichen Fehltagen.
Negative Auswirkungen liegen laut den Daten nur bei sehr wenigen Fällen.
📈 Der Punkt, über den kaum gesprochen wird:
Diese Patient:innen zahlen ihr Cannabis häufig selbst.
Die Medikamente, die vorher genommen wurden,
liefen aber oft über die Krankenkassen.
Heißt:
Weniger klassische Kassen-Medikamente.
Weniger Folgekosten durch Nebenwirkungen.
Mehr Eigenzahlung bei der Alternative.
Wenn diese Entwicklung in großem Stil stattfindet,
entlastet das logisch das System.
(Warken müsste das gefallen) 🤷‍♂️
🏛️ Und genau da wird es politisch interessant!
Denn die Pharmalobby kennt solche Zahlen natürlich auch.
Ihnen fehlt genau diese Differenz.
Wenn Menschen weniger Schlafmittel, weniger Antidepressiva,
weniger Opioide und weniger andere klassische Präparate brauchen,
dann betrifft das natürlich bestehende Märkte.
Und genau deshalb tauchen in der Politik immer wieder Debatten auf,
ob Blüten aus der Kassenleistung gestrichen werden sollen,
oder ob man Blüten als Medikament grundsätzlich wieder stärker in Frage stellen müsse.
📌 Transparenzhinweis⚠️
Die hier genannten Zahlen stammen aus dem Cannabis-Barometer von Bloomwell.
Bloomwell hat selbstverständlich selbst ein Interesse daran,
dass solche Ergebnisse öffentlich werden,
und betreibt wie andere Akteure im Gesundheitsmarkt natürlich ebenfalls Lobbyarbeit. (Wie ich auch, als Aktivist!)
Trotzdem würde ich diese Zahlen nicht pauschal in Zweifel ziehen.
Denn genau solche Erfahrungen, also weniger klassische Medikamente, weniger Nebenwirkungen und mehr Alltagstauglichkeit,
werden mir aus der Community seit langer Zeit immer wieder genau so gespiegelt.
Ihr könnt ja mal in den Kommentaren erzählen ob und was ihr abgesetzt oder reduziert habt und im Besten Fall was die Kasse seit dem sparrt.
Quelle: Apotheke Adhoc, 15.04.2026 / Bloomwell Cannabis-Barometer

13/03/2026

🌿 Totgetrocknet, bestrahlt und THC geschönt?
Ein Blick hinter die Kulissen von Apotheken-Cannabis

Viele Patienten stellen fest,
dass Cannabis aus der Apotheke oft ganz anders wirkt als hochwertiges Craft-Grow-Cannabis.
Die Blüten sind häufig sehr trocken.
Das Aroma wirkt schwächer.
Und der THC-Wert auf der Dose fühlt sich manchmal höher an als das tatsächliche Erlebnis.

Dafür gibt es mehrere Gründe.

🌡️ Warum medizinisches Cannabis so stark getrocknet wird

Für Cannabisblüten gilt in Europa die Monographie Cannabis flos der European Pharmacopoeia.
Dort wird über den Parameter „Loss on Drying“ geregelt, wie viel Restfeuchte Pflanzenmaterial enthalten darf.

Der Grenzwert liegt bei etwa 10 % Restfeuchte.

Deshalb trocknen viele Hersteller ihre Blüten gezielt auf ungefähr 8–10 %.
Zusätzlich wird darauf geachtet, dass die Wasseraktivität (aw-Wert) unter etwa 0,65 liegt.
Unterhalb dieses Wertes können sich Schimmel und viele Mikroorganismen kaum noch vermehren.

Für Produzenten hat das Vorteile.

👉 geringeres Schimmelrisiko.
👉 stabiler Transport über lange Lieferketten.
👉 reproduzierbare pharmazeutische Chargen.

Für Konsumenten hat es aber auch klare Nachteile.

👉 Terpenverluste durch Wärme und Luftstrom.
👉 sehr trockene, brüchige Blüten.
👉 weniger Aroma und Geschmack.

☢️ Bestrahlung als zusätzlicher Schritt

Ein Teil des medizinischen Cannabis wird zusätzlich sterilisiert.
Meist durch Gamma- oder Elektronenstrahlung.

Der Zweck ist mikrobiologische Sicherheit.

Cannabinoide wie THC bleiben dabei meist relativ stabil.
Ein Teil der Terpene kann jedoch reduziert werden.

🏭 Der Branchenbegriff „GMP Washing“

In der Industrie wird außerdem häufig über ein Phänomen gesprochen,
das Insider „GMP Washing“ nennen.

Der Begriff ist kein offizieller regulatorischer Begriff.
Er beschreibt eine Praxis innerhalb komplexer Lieferketten.

Viele Cannabisblüten werden zunächst unter GACP-Standard angebaut.
Das ist ein landwirtschaftlicher Qualitätsstandard.

Erst später gelangen sie in eine EU-GMP-Anlage, wo Dinge passieren wie.

👉 Qualitätsanalysen.
👉 mikrobiologische Dekontamination.
👉 Verpackung unter pharmazeutischen Bedingungen.
👉 Chargendokumentation.

Danach erfolgt die Freigabe durch eine Qualified Person.

Kritiker sagen deshalb, dass manche Produkte erst am Ende der Lieferkette GMP-konform verarbeitet werden,
obwohl der ursprüngliche Anbau nicht in einer EU-GMP-Anlage stattfand.

⚗️ Wie der THC-Wert auf die Dose kommt

Der THC-Wert auf dem Etikett basiert auf Laboranalysen einzelner Proben einer Charge.

Cannabis ist jedoch keine homogene Pflanze.

👉 Blüten ganz oben an der Pflanze bekommen das meiste Licht.
👉 Dort entsteht meist auch der höchste THC-Gehalt.
👉 Blüten weiter unten können deutlich weniger THC enthalten.

Unterschiede von bis zu etwa 30 % innerhalb derselben Pflanze sind möglich.

In der Praxis wird deshalb häufig kritisiert, dass für Laboranalysen bevorzugt besonders harzige Topbuds eingesendet werden.

Topbuds sind die Blüten ganz oben an der Pflanze.
Sie haben meist den höchsten THC-Gehalt der gesamten Pflanze.

Wenn genau diese Blüten analysiert werden, entsteht ein Wert, der eher zeigt, wie viel THC maximal in den besten Buds der Charge steckt.

Verkauft werden später aber alle Blüten der Pflanze.
Also auch Buds aus der Mitte oder aus dem unteren Bereich.

Der THC-Wert auf der Dose ist deshalb eher ein Orientierungswert, kein garantierter Wert für jede einzelne Blüte.

⚖️ Der eigentliche Zielkonflikt

Die pharmazeutische Regulierung bewertet Cannabis vor allem nach.

👉 mikrobiologischer Sicherheit.
👉 stabilen Laborwerten.
👉 standardisierter Arzneimittelqualität.

Viele Konsumenten bewerten Cannabis dagegen nach anderen Kriterien.

👉 Terpenprofil.
👉 Frische der Blüten.
👉 Aroma und Konsumerlebnis.

Das Ergebnis ist ein Kompromiss.

Apotheken-Cannabis 👉kann👈pharmazeutisch sicher und regulatorisch korrekt sein.
Gleichzeitig empfinden viele Patienten es jedoch als trockener und aromaarmer als langsam gecuretes Cannabis aus handwerklichem Anbau.

💬 Wie sind eure Erfahrungen mit Apotheken-Cannabis?

Alles Tipi toppi oder bäh🤷‍♂️

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