06/01/2026
Wildkraut des Monats: Wacholder 🌿
Viele kennen die blauen Wacholderbeeren bestimmt als Gewürz in der Küche oder als Aroma im Gin. 🍸
Dabei ist Wacholder auch eine bedeutsame Pflanze in vielen Kulturen und eine der ältesten Räucherpflanzen der Welt. Da er immergrün ist, fällt er auch im Winter sofort auf. 🌲
🌱 Botanik
Wacholder gehört zu den Zypressengewächsen und wächst als niedriger, aufrechter Strauch oder als kleiner Baum mit kurzem Stamm. Als Nadelbaum trägt er spitze, nadelförmige Blätter. Es gibt viele Unterarten und Zuchtformen, der „echte“ Wacholder heißt botanisch Juniperus communis.
🍽️ Kulinarik
Die Früchte des Wacholders werden wegen ihrer runden Form zwar „Beeren“ genannt, botanisch korrekt sind es aber kleine Zapfen, da er ein Nadelbaum ist. Ihr Geschmack ist harzig und herb-würzig. Klassisch würzen sie Wildgerichte, Sauerkraut oder Marinaden.
🥣 Traditionelle Anwendung
In der Volksheilkunde gilt Wacholder als Pflanze, die Harnwege und Niere unterstützen kann. Sie soll auch verdauungsfördernd wirken und wird deshalb oft zu kräftigen, deftigen Speisen gegeben, um diese bekömmlicher zu machen.
🕯️Räucherwerk
Wacholder hat eine sehr lange Räuchertradition, vermutlich schon seit der Steinzeit. Im Mittelalter wurde er zur Reinigung von Krankenzimmern genutzt und bei Pandemien wie Pest eingesetzt, da er als stark reinigende, desinfizierende Schutzpflanze gilt.
Besonders in den Rauhnächten ✨ kommt er bis heute zum Einsatz. Er hält den Neid der Menschen fern und vertreibt Dämonen und Krankheit. Der Wacholder schenkt uns Mut, um neue Dinge anzugehen, gibt Stärke und Zuversicht.
Für das Räuchern eignen sich vor allem leicht zerdrückte Wacholderbeeren. Einfach eine kleine Menge auf glühende Räucherkohle geben, der Duft ist intensiv und harzig-würzig.
Was verbindest du mit Wacholder? 🤍