18/12/2025
Wenn wir aus den ganzen Dingen, die unsere Kinder machen sollen, anziehen, Hände waschen, losgehen und so weiter, ein Spiel machen, dann geht es oft leichter.
Morgens oder wenn wir dringend losgehen, haben wir aber keine Lust und auch keine Zeit für so ein Spiel. Was können wir stattdessen machen? Wir sagen, was wir wollen: "Mir ist es super wichtig, dass wir heute aus dem Haus kommen, schnell aus dem Haus kommen, pünktlich aus dem Haus kommen. Denn ich habe morgens bei der Arbeit eine Besprechung. Bitte beeile dich."
Oder du gehst selber fünf Minuten früher los. Also du planst an dem Abend vorher schon, fünf Minuten früher loszugehen oder sogar zehn Minuten früher loszugehen. Es ist nicht die Verantwortung des Kindes, pünktlich loszugehen, sondern unsere, wie der Erwachsene.
Und wenn wir das nicht hinkriegen, dann müssen wir unter Umständen die Kinder auch im Schlafanzug oder noch nicht fertig angezogen mitnehmen. Das ist nicht schlimm. Das machst du auch liebenswürdig und nicht mit erhobenem moralischen Zeigefinger. Dass du sagst, "ja, habe ich dir doch gesagt, dass wir jetzt los müssen und dann geht es eben nicht mehr." Oder "dann musst du dich auch nicht wundern, wenn du dich nicht mehr anziehen kannst. Jetzt ist es zu spät."
Das wäre nicht sinnvoll. Dann geht es auf Konfrontation und dann macht das Kind erst recht sich mit. Sondern du stellst dich immer auf die Seite deines Kindes.
Das heißt, du nimmst deine Tasche mit, mit den Anziehsachen, die es noch nicht angezogen hat zum Beispiel. Und übergibst die liebenswürdig der Erzieherin und sagst in jedem Fall, ohne den Kind bloßzustellen und zu beschämen, dass du pünktlich bei der Arbeit sein musst und wir es nicht mehr geschafft haben. Und dann kümmern sich die Erzieherinnen darum. Du kannst es auch vorher ankündigen, dass sowas passieren könnte. Dann wissen sie schon Bescheid. Und dein Kind wird nicht sauer auf dich sein, sondern dich sehr wertschätzen dafür. Dir dankbar sein, dass du es nicht bloßgestellt hast.